Ein Bericht von Teamfahrer Marvin Kapalla:

Mein erstes „langes“ Rennen auf dem Rennrad mit etwas über 160 Kilometer stand bei dem Skoda Velothon am Sonntag in Berlin an. Die Vorbelastung bei solchen Rennen erfolgt meistens durch stundenlanges durch die Stadt gehen am Vortag – also durchaus etwas anders als gewohnt und nicht unbedingt „verträglicher“…

Ich hatte das Glück wie alle schnellen 160 Kilometer Fahrer aus Startblock B starten zu dürfen, sodass wir vor uns nur die schnellen Fahrer von der 60 Kilometer Strecke hätten. Mein Anfahrtsweg zum Startbereich betrug ungefähr 10 Kilometer – also eigentlich auch ideal zum Warmfahren, jedoch ist dies durch langes Warten am Start immer wieder hinfällig – aber die Strecke sollte ja diesmal lang genug sein um warm zu werden 😉.

Leider war der zeitliche Abstand zwischen den beiden Blöcken wohl doch etwas kurz, sodass wir nach kurzer Zeit auf die ersten Starter aus Block A auffuhren und es z.T. aufgrund der Vielzahl an Fahrern sehr unübersichtlich wurde, da sich die Felder vermischten und die Spitze nicht mehr eindeutig auszumachen war.

Das Tempo war von Beginn an sehr hoch und das Feld noch relativ unruhig, ich sortierte mich erstmal in der Mitte ein und hoffe nicht schon den Anschluss nach vorne verloren zu haben. Erst nach der Feldertrennung bei Kilometer 60 (erstaunlich wie viele Leute das nicht hinbekommen), kam der Überblick über das Feld zurück und es wurde zumindest erstmal etwas ruhiger. Ich befand mich inzwischen mit an der Spitze und auch die Beine fühlen sich gut an. Die nächsten Kilometer verliefen dann relativ unspektakulär, zwischendurch versuchten immer mal wieder einige Fahrer sich abzusetzen, jedoch gelang dies immer nur kurzzeitig. Das Tempo wurde nach wie vor ordentlich hochgehalten und führte dazu, dass vorne mit der Zeit nochmal etwas ausgedünnt wurde.

Nach ca. 140 Kilometern gab es dann doch noch einen erfolgreichen Ausreißer, der spätere Sieger konnte sich vom Feld absetzten und alleine einen Vorsprung herausfahren, u.a. auch deswegen, weil man sich vorne bei der Nachführarbeit nicht ganz einigen konnte.  Auch ich musste mich auf den letzten Kilometern etwas schonen, da der Druck auf dem Pedal leider nicht mehr ganz so da war wie zu Beginn des Rennens. Am Ende ging es dann wie zu erwarten nochmal richtig schnell Richtung Siegessäule durch Berlin und letztendlich auf die lange Zielgrade (1,5 Kilometer auf der Straße des 17. Juni), wo es dann mit knapp 50 Mann um den zweiten Platz ging. Ich agierte hier eher zurückhaltend, da ich jetzt keinen Sturz für ein paar Plätze weiter vorne riskieren wollte und so ging das Rennen für mich als gesamt 30. und 8. In der Altersklasse nach „schon“ 3:52h zu Ende.

Insgesamt ein cooles und schnelles Rennen quer durch die Hauptstadt!

Alle Ergebnisse unter: http://velothon.r.mikatiming.de/2018/