Ein Bericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Nachdem ich in den vergangenen Jahren schon mehrmals mit einer Teilnahme beim Lappwaldsee Crossduathlon in Helmstedt geliebäugelt hatte, aber immer irgendetwas dazwischen gekommen war, sollte es in diesem Jahr endlich klappen. Durch ein zweiwöchiges Osterferien-Lauf-Intensivprogramm fühlte ich mich zudem optimal vorbereitet um den Körper ein zweites Mal in diesem Jahr der Herausforderung Crossduathlon zu stellen!

Doch bevor ich an der Reihe war, hieß es erstmal: „Start frei für die erste Crossduathlon-Teilnahme meiner Tochter.!“ Glücklicherweise hatten wir den ganzen Ablauf am Vorabend noch mal gründlich geübt, denn vor Ort zeigte sich, hier ist alles straff organisiert und viele der Kinder sahen mächtig professionell und bestens präpariert aus. Total aufgeregt stand sie dann zum ersten Mal an der Startlinie und rannte los, um nach rund 20 Minuten 1,3km Laufen, 5km Radfahren und nochmals 400m Laufen hochrot aber glücklich als 4. Ihrer Klasse ins Ziel zu kommen. Irgendwie toll, wenn man die „Kleinen“ da so sieht!

Nach einer ausgiebigen Mittagspause mit rennoptimierter Ernährung (Pommes, Kuchen, Squeezy-Gums und Kaffee) rückte dann auch mein Start in greifbare Nähe. Also Laufschuhe nochmal ordentlich festgezurrt und ab zum Aufwärmen auf die Laufrunde. Schon die ersten Meter zeigten, dass die Runde viel hügeliger war, als erwartet – sehr schön!

20 Minuten später stand ich nun etwas ungeduldig an der Startlinie, denn die Athleten, die um den Landesmeistertitel im Crossduathlon kämpften, durften bereits 4 Minuten vor uns auf die Strecke – diese Zeit galt es nun aufzuholen! Endlich ertönte das Startsignal – ich ließ nichts anbrennen und setzte mich sofort an die Spitze des Feldes. Zu meinem Erstaunen konnte ich mich auch ziemlich rasch von den weiteren Läufern absetzen – mein Körpergefühl war also richtig, es lief im wahrsten Sinne.

Mit einem ordentlichen Vorsprung erreichte ich die Wechselzone und zu meinem eigenen Erstaunen gelang mir auch der Wechsel völlig einwandfrei. Also rauf aufs Rad und ab auf die weitere Verfolgung. Nach der ersten längeren Asphaltpassage und einem ersten matschigen Feldweg sprang der Motor auch so richtig an und ich kauerte mich immer tiefer in den Unterlenker um nach und nach die vor mir fahrenden Athleten einzusammeln. Die Strecke machte von km zu km immer mehr Spaß, schnell zu durchfahrende Kurvenkombinationen, ein paar ordentliche Matschlöcher und der ein oder andere bissige Anstieg waren genau mein Ding. Kurz vor dem Wechsel sammelte ich so alle vor mir gestarteten Fahrer ein und schlüpfte mit knapp 10s Vorsprung in die Laufschuhe.

Dass dieser Minivorsprung nicht lange halten würde, war mir klar, schließlich hatte ich auf dem Rad alles gegeben und musste nun erstmal meinen Laufrythmus finden. Nach 2 Minuten schloss dann der spätere Sieger der LVM-Starter auch wie erwartet auf und ging vorbei. Glücklicherweise folgte nun der ansteigende Teil der Strecke und ich konnte mich nochmal an xxx heranekeln und im „Windschatten“ festbeißen. Zu zweit ging es weiter, bis ich kurz vor dem Ziel mit einem Sprint nochmals versuchte an xxx vorbei zu ziehen, doch dafür reichte die Kraft nach der harten Aufholjagd nicht mehr.

Nach dem Rennen ließ ich den Tag dann zusammen mit meiner Tochter mit einem weiteren Stückchen Kuchen im Herrlichen Sonnenschein ausklingen. Alles in allem war das ein toller Wettkampf, sehr gut organisiert und mit einer feinen Runde – eigentlich schade, dass die Crossduathlon Saison damit schon wieder zu Ende ist!

Hier findet ihr die Ergebnisse:http://www.crossduathlon-helmstedt.de/ergebnisse-2018/#8_6A8FCC