Ein Rennbericht von Teamfahrer Volker Lutz:

… und diesmal blieb die wahre Hölle aus…!

Nach der Materialschlacht bei der Fischteichhölle 3.0 im letzten Jahr, bei der Kette und Bremsbeläge schon nach weniger als 10 Minuten ruiniert waren, checkten Marvin und ich diesmal den Wetterbericht vor dem Rennen quasi halbstündlich um einer kompletten „After-Race -Fahrradkomplettzerlegung“ aus dem Weg zu gehen! Und glücklicherweise waren sich wetteronline und weitere Seiten einig, dass es diesmal zumindest bis zum Mittag trocken bleiben sollte…! Also auf nach Ilsede.

Und der erste Streckentest war vielversprechend – alles was vor einem Jahr abgesoffen war, war diesmal gut zu fahren! Dabei präsentierte sich die Runde technisch noch anspruchsvoller als im vergangenen Jahr. Viele größere Steine, enge Passagen und einige Schräghänge über dem Fischteich, zeigten sich schon beim Abfahren als äußert heikel für die schmalen 33mm Crossreifen…! Also nochmals den Luftdruck zur Vorsicht ein wenig erhöht und schon sollte es losgehen.

Da die Veranstalter nach Stauproblemen im ersten Trail im vergangenen Jahr diesmal gelernt hatten, ging es erstmal autobahnmäßig über lange Schotterpassagen. Da mir das Tempo nach einer Weile zu gering erschien, setzte ich gleich eine erste Attacke und konnte mich direkt mit Tim Knape am Hinterrad vom restlichen Feld absetzen. Während er sich für ein paar Minuten am Hinterrad festbeißen konnte, tat sich nach hinten gleich eine ordentliche Lücke auf. Am ersten Trailabschnitt erhöhte ich dann nochmals die Schlagzahl und schon war ich alleine. Und irgendwie lief es auch richtig gut, trotz 6 Stunden Kartons und Schränke schleppen beim Umzug am Vortag…! Nach einigen schnellen Kilometern über Wiesen- und Waldwege ging es zum ersten Mal in die „Hölle“ am Fischteich. Glücklicherweise hatte ich auf den schnellen Abschnitten einige Meter gut gemacht, so konnte ich die Stein- und Wurzel-gespickten Abschnitte am Teich etwas ruhiger angehen und damit die Gefahr eines Reifenschadens klein halten.

In Runde 2 veränderte sich die Situation eigentlich nicht mehr. Von Hinten drohte keine Gefahr und ich sauste zügig über die Runde, nur der Rücken, der am Vortag ordentlich gelitten hatte, machte sich nun doch bemerkbar, so dass ich doch ein paar Mal die aerodynamische Rennposition zur Dehnung der Rückenmuskulatur verlassen musste…! Da mein Vorsprung solide schien, ließ ich die zweite Durchfahrt durch die „Hölle“ noch ein wenig ruhiger angehen, denn ein paar Durchschläge in der Kieskuhle hatten mich wieder sensibilisiert, dass ein 33er reifen eben doch wenig Reserven hat…!

Im Ziel schien man irgendwie gar nicht richtig mitbekommen zu haben, dass das Rennen schon vorbei ist und wollte mich, gestärkt mit einem Isogetränk, auf die nächste Runde schicken…! Der Irrtum klärte sich aber schnell auf, man stoppte die Zeitnahme und reichte mir statt des süßen Isogetränks ein kühles Bier – so soll das sein!

Nach dem ich ein paar Schluck (natürlich alkoholfrei) aus der Pulle genommen hatte, düste zu meiner Freude Marvin als 2. ins Ziel und machte des Ergebnis für das Team somit perfekt!

… So macht die Hölle auf jeden Fall Spaß und wenn die Siegerehrung dann noch direkt nach Rennende stattfindet, geht´s kaum besser!

Vielen Dank und bis zum nächsten Mal, bei der Fischteichhölle 5.0!

Hier findet Ihr die Ergebnisse: https://my6.raceresult.com/101489/results?lang=de