Ein Rennbericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Manchmal läuft es einfach nicht so richtig rund, so muss mein Fazit zum Schierker Endurothon und dem vorletzten Lauf des Harzer MTB Cup´s 2018 einfach lauten. Warum und wieso – wer weiß das schon.

Aber der Reihe nach: Eigentlich stand der Endurothon in Schierke in diesem Jahr gar nicht auf meiner Rennplanung, wollte ich doch zur Unterstützung der Rennradler vom VfB Fallersleben an der Cycletour von Magdeburg nach Braunschweig teilnehmen. Nun, wie so oft hatte die Familie aber eine völlig anderen Meinung als ich, wie der heilige Sonntag nun verbracht werden soll. Kurzum, meine geplante Teilnahme an der Cycletour wurde mit 2 zu 1 gegen mich entschieden. Somit bot sich eine Teilnahme am Endurothon als Alternative für den Samstag an, die zwar auch kein Jubeln bei der Familie weckte, aber irgendwie geduldet wurde.

Bei 10°, Wind und kurzen Nieselregenschauern kam ich mit den Teamkollegen Olli und Marvin dann in Schierke an und irgendwie zeigte sich schon beim Einrollen und dem verzweifelten Versuch, die richtige Streckenführung zu finden, dass das heute ein ganz zähes Ding werden sollte…!

Nachdem Olli und Marvin auf die kurze Heavy Runde gestartet waren, ging es für mich, bei immer schlechter werdendem Wetter, 30 Minuten später auf die Mitteldistanz. Doch als am ersten Berg des Tempo hochgezogen wurde, brannten meine Beine, ohne dass ich an der Spitze des Feldes dranbleiben konnte. Zum Glück zeigte sich am nächsten Anstieg, dass mein Rückstand nur bei rund 30 Sekunden lag, ganz abgehängt war ich also nicht. Mit viel Willen und einer rasanten Fahrt bergab schaffte ich es dann auch Ende der ersten Runde endlich die Lücke nach vorne zu schließen. Mehr als dran bleiben an den ersten Beiden war aber nicht drin und jede Tempoverschärfung tat einfach richtig weh…! So kam in Runde 3 was kommen musste, nach einer erneuten Tempoverschärfung von Benjamin Michael, musste ich abreißen lassen und zusehen, wie er und Torben Saßnick davon zogen. Irgendwie war nun auch die Moral gebrochen und der stärker werdende Regen machte das Ganze nicht besser…

Mit rund einer Minute Rückstand erreichte ich irgendwie etwas enttäuscht das Ziel im Schierker Eisstadion. Klar, ein dritter Platz ist nicht schlecht, aber irgendwie hatte ich heute gefühlt den Tiefpunkt der Woche erwischt, was die Form angeht!

Wieso, weshalb, warum…? Manchmal erwischt man einfach mal einen „jours sans“, wie es im Radsport-Jargon so schön heißt!

Die Ergebnisse findet ihr hier: https://zpn-timing.de/web/public/result.php?eventid=64&startklasse=14