Ein Bericht von Teamfahrer Marvin Kapalla

Wie auch genau vor einem Jahr, sollte es auch diesen Samstag wieder zum Endurothon nach Schierke gehen, um die drei Runden mit insgesamt 42km der Mitteldistanz zu fahren. Bei trockenen Wetter mit ein bisschen Sonnenschein machte ich mich also am Morgen auf den Weg in den Harz.

Nachdem ich mir beim Einfahren ein paar Abschnitte der Strecke angesehen hatte, welche im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben war, machte ich mich nach dem Start der Langdistanz um 9:30 Uhr auf dem Weg zum Start und Ziel Bereich, um mir eine gute Position in der Startaufstellung zu sichern. Leider waren bei meinem Eintreffen bereits sehr viele Fahrer anwesend, sodass ich aus dem hinteren Drittel starten musste.

Der Start erfolgte um 10 Uhr und das Feld schlängelte sich durch den ersten Abschnitt im Kurpark. Hier konnte ich bereits viele Positionen gut machen und am ersten langen Anstieg befand ich mich zunächst in der Spitzengruppe, jedoch wollten wie so häufig meine Beine nach dem Startprozedere noch nicht so wirklich und ich musste die Fahrer zunächst ziehen lassen. Im ersten Singletrail trennten sich dann die Wege von Mittel und Kurzstrecke, sodass ich aus meiner neuen Gruppe als einziger abbog und plötzlich alleine unterwegs war. Als nach der Abfahrt wieder der nächste lange Anstieg mit dem wunderbaren (Ironie!) Bettonplattenweg folgte, ging endlich auch der Motor richtig an und ich konnte meine Aufholjad beginnen.

Am Ende der ersten Runde wieder im Kurpark angekommen, erwartete mich hier eine Treppe als Laufpassage, welche ich dank des Cyclocrosstrainings mit Volker ohne große Mühen hinauflaufen konnte ;).

Inzwischen lief es richtig rund und ich konnte nach und nach Fahrer einsammeln. Auf einer flachen Passage dann der Griff zu Trinkflasche – ins Leere – Mist! Da wo so sich eigentlich meine Trinkflaschen mit edelsten Kohlenhydraten befinden sollte, herrschte gähnende Leere.

Dank meiner neuen Kontaktlinsen entdeckte ich sie neben zahlreichen Weitern (überall entlang der Strecke befanden sich von Wanderern aufgestapelte Trinkflaschen Häufchen) auf einer Abfahrt in der letzten Runde wieder. Ich war inzwischen auf einen weiteren Fahrer der Mittelstrecke aufgefahren und hatte das Gefühl im Trail schneller zu sein, sodass ich mir eine kurze Pause gönnte, um meine Flasche wieder aufzunehmen.

Nach kurzer Zeit gelang es mir noch im Trail den Anschluss wiederherzustellen und so ging es gemeinsam Richtung Ziel. Auf einem kurzen Abschnitt wurde das Tempo allerdings nochmal deutlich forciert und ich musste eine Lücke reißen lassen.

Letztendlich überquerte ich als 9. die Ziellinie, im Vergleich zum Vorjahr ein besseres Ergebnis mit einer schnelleren Zeit. Insgesamt ein sehr schönes Event, eine tolle Strecke mit vielen Trails und gutem Wetter – so muss ein Samstag aussehen!

Alle Ergebnisse unter: http://zpn-timing.de/uploads/ergebnisse/2017/Endurothon2017.pdf