Ihme Cross Hannover

Ein Bericht von Teamfahrer Volker Lutz

Was ist das nur in diesem Jahr mit dem Wetter – wo man sich im letzten Herbst durch tiefen Matsch kämpfen musste, empfangen einen derzeit nur knochentrockene Trails, Wege  und Wiesen – das ist doch kein Crosswetter…

… Und so präsentierte sich nach meinem Cross-Auftakt in Peine auch mein zweites Crossrennen der Saison von der trockenen Seite.
Schon beim Abfahren der Runde wurde mir klar – das wird heute richtig schnell – ohne größere Steigungen und auf knallhartem Boden erinnerte die Runde in Hannover fast an ein Straßenrennen auf Wiesen…!
Nachdem ich mich mit Daniel auf einer netten Runde durch den schönen Maschseepark ordentlich warm gefahren hatte, ging es zum Start – super, wie schon im vergangenen Jahr beim Stevens Cup wurde ich als letzter aufgerufen und stand nun erstmal ganz hinten im Rund 25 Mann großen Feld – klasse! Der Start gelang mir dann auch gar nicht so schlecht, nur leider dem vor mir startenden Fahrer nicht, der erstmal seine Pedale verfehlte und mich somit noch zusätzlich ausbremste…!

Als ca. 20. ging es dann in die ersten Kurven – und während vorne die Post abging, quälte ich mich durch den Stau und musste erstmal Fahrer für Fahrer überholen – echt zäh auf den teils schmalen Abschnitten. Nach knapp 3 Runden hatte ich endlich das Hinterrad von Daniel erreicht. Ziel war ja auf jeden Fall vor Daniel anzukommen 🙂 ; also schnell vorbei und weiter drücken. Von Daniel und Jörn Wiegner, an dessen Hinterrad Daniel klebte, konnte ich mich dann auch immer weiter absetzen, aber nach vorne ging nichts mehr…! Runde für Runde schaute ich auf die Uhr aber die 3 Mann vor mir fuhren schön als Gruppe und ließen mir keine Chance.

So endete mein zweiter Crosseinsatz 2018 auf Rang 5 – immerhin wurde ich damit bester Niedersachse – das lässt hoffen – ebenso wie die Hoffnung auf Regen, denn den benötigt nicht nur die Natur, sondern auch ich, um meine Stärken im Cross voll ausspielen zu können…! 🙂

Die Ergebnisse findet ihr hier: http://radsportgemeinschaft-hannover.de/de/aktuelles/184-6-ihme-cross-31-10-2018

Fischteichhölle 4.0

Ein Rennbericht von Teamfahrer Volker Lutz:

… und diesmal blieb die wahre Hölle aus…!

Nach der Materialschlacht bei der Fischteichhölle 3.0 im letzten Jahr, bei der Kette und Bremsbeläge schon nach weniger als 10 Minuten ruiniert waren, checkten Marvin und ich diesmal den Wetterbericht vor dem Rennen quasi halbstündlich um einer kompletten „After-Race -Fahrradkomplettzerlegung“ aus dem Weg zu gehen! Und glücklicherweise waren sich wetteronline und weitere Seiten einig, dass es diesmal zumindest bis zum Mittag trocken bleiben sollte…! Also auf nach Ilsede.

Und der erste Streckentest war vielversprechend – alles was vor einem Jahr abgesoffen war, war diesmal gut zu fahren! Dabei präsentierte sich die Runde technisch noch anspruchsvoller als im vergangenen Jahr. Viele größere Steine, enge Passagen und einige Schräghänge über dem Fischteich, zeigten sich schon beim Abfahren als äußert heikel für die schmalen 33mm Crossreifen…! Also nochmals den Luftdruck zur Vorsicht ein wenig erhöht und schon sollte es losgehen.

Da die Veranstalter nach Stauproblemen im ersten Trail im vergangenen Jahr diesmal gelernt hatten, ging es erstmal autobahnmäßig über lange Schotterpassagen. Da mir das Tempo nach einer Weile zu gering erschien, setzte ich gleich eine erste Attacke und konnte mich direkt mit Tim Knape am Hinterrad vom restlichen Feld absetzen. Während er sich für ein paar Minuten am Hinterrad festbeißen konnte, tat sich nach hinten gleich eine ordentliche Lücke auf. Am ersten Trailabschnitt erhöhte ich dann nochmals die Schlagzahl und schon war ich alleine. Und irgendwie lief es auch richtig gut, trotz 6 Stunden Kartons und Schränke schleppen beim Umzug am Vortag…! Nach einigen schnellen Kilometern über Wiesen- und Waldwege ging es zum ersten Mal in die „Hölle“ am Fischteich. Glücklicherweise hatte ich auf den schnellen Abschnitten einige Meter gut gemacht, so konnte ich die Stein- und Wurzel-gespickten Abschnitte am Teich etwas ruhiger angehen und damit die Gefahr eines Reifenschadens klein halten.

In Runde 2 veränderte sich die Situation eigentlich nicht mehr. Von Hinten drohte keine Gefahr und ich sauste zügig über die Runde, nur der Rücken, der am Vortag ordentlich gelitten hatte, machte sich nun doch bemerkbar, so dass ich doch ein paar Mal die aerodynamische Rennposition zur Dehnung der Rückenmuskulatur verlassen musste…! Da mein Vorsprung solide schien, ließ ich die zweite Durchfahrt durch die „Hölle“ noch ein wenig ruhiger angehen, denn ein paar Durchschläge in der Kieskuhle hatten mich wieder sensibilisiert, dass ein 33er reifen eben doch wenig Reserven hat…!

Im Ziel schien man irgendwie gar nicht richtig mitbekommen zu haben, dass das Rennen schon vorbei ist und wollte mich, gestärkt mit einem Isogetränk, auf die nächste Runde schicken…! Der Irrtum klärte sich aber schnell auf, man stoppte die Zeitnahme und reichte mir statt des süßen Isogetränks ein kühles Bier – so soll das sein!

Nach dem ich ein paar Schluck (natürlich alkoholfrei) aus der Pulle genommen hatte, düste zu meiner Freude Marvin als 2. ins Ziel und machte des Ergebnis für das Team somit perfekt!

… So macht die Hölle auf jeden Fall Spaß und wenn die Siegerehrung dann noch direkt nach Rennende stattfindet, geht´s kaum besser!

Vielen Dank und bis zum nächsten Mal, bei der Fischteichhölle 5.0!

Hier findet Ihr die Ergebnisse: https://my6.raceresult.com/101489/results?lang=de

Endurothon Schierke

Ein Rennbericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Manchmal läuft es einfach nicht so richtig rund, so muss mein Fazit zum Schierker Endurothon und dem vorletzten Lauf des Harzer MTB Cup´s 2018 einfach lauten. Warum und wieso – wer weiß das schon.

Aber der Reihe nach: Eigentlich stand der Endurothon in Schierke in diesem Jahr gar nicht auf meiner Rennplanung, wollte ich doch zur Unterstützung der Rennradler vom VfB Fallersleben an der Cycletour von Magdeburg nach Braunschweig teilnehmen. Nun, wie so oft hatte die Familie aber eine völlig anderen Meinung als ich, wie der heilige Sonntag nun verbracht werden soll. Kurzum, meine geplante Teilnahme an der Cycletour wurde mit 2 zu 1 gegen mich entschieden. Somit bot sich eine Teilnahme am Endurothon als Alternative für den Samstag an, die zwar auch kein Jubeln bei der Familie weckte, aber irgendwie geduldet wurde.

Bei 10°, Wind und kurzen Nieselregenschauern kam ich mit den Teamkollegen Olli und Marvin dann in Schierke an und irgendwie zeigte sich schon beim Einrollen und dem verzweifelten Versuch, die richtige Streckenführung zu finden, dass das heute ein ganz zähes Ding werden sollte…!

Nachdem Olli und Marvin auf die kurze Heavy Runde gestartet waren, ging es für mich, bei immer schlechter werdendem Wetter, 30 Minuten später auf die Mitteldistanz. Doch als am ersten Berg des Tempo hochgezogen wurde, brannten meine Beine, ohne dass ich an der Spitze des Feldes dranbleiben konnte. Zum Glück zeigte sich am nächsten Anstieg, dass mein Rückstand nur bei rund 30 Sekunden lag, ganz abgehängt war ich also nicht. Mit viel Willen und einer rasanten Fahrt bergab schaffte ich es dann auch Ende der ersten Runde endlich die Lücke nach vorne zu schließen. Mehr als dran bleiben an den ersten Beiden war aber nicht drin und jede Tempoverschärfung tat einfach richtig weh…! So kam in Runde 3 was kommen musste, nach einer erneuten Tempoverschärfung von Benjamin Michael, musste ich abreißen lassen und zusehen, wie er und Torben Saßnick davon zogen. Irgendwie war nun auch die Moral gebrochen und der stärker werdende Regen machte das Ganze nicht besser…

Mit rund einer Minute Rückstand erreichte ich irgendwie etwas enttäuscht das Ziel im Schierker Eisstadion. Klar, ein dritter Platz ist nicht schlecht, aber irgendwie hatte ich heute gefühlt den Tiefpunkt der Woche erwischt, was die Form angeht!

Wieso, weshalb, warum…? Manchmal erwischt man einfach mal einen „jours sans“, wie es im Radsport-Jargon so schön heißt!

Die Ergebnisse findet ihr hier: https://zpn-timing.de/web/public/result.php?eventid=64&startklasse=14

20. Schöninger MTB Cup

Ein Bericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Da mir der Familienrat und meine Mitfahrer für den Buchholzer Stevens MTB Cup, den ich eigentlich als eines der Saisonhighlights 2018 ausgeguckt hatte, einen Strich durch die Rechnung gemacht hatten, entschied ich mich kurzfristig, den 20. Schöninger MTB Cup nach langer Abstinenz wieder einmal zu bestreiten. Das Versprechen von Herbert Scheibe, die bekannte Strecke durch viele, neue Trails verbessert zu haben und das tolle Sommerwetter lockten mich zusätzlich einmal wieder in den Elm.

Nach einem kurzen Streckencheck, der meine Vermutungen bestätigte – schnell – staubig – und wenig technisch zeigte sich die Runde, ging es auch schon an den Start. Nachdem ich mich auf der ersten, schnellen Abfahrt noch ein wenig zurückhielt, testete ich gleich am ersten ernst zu nehmenden Anstieg einfach mal die Konkurrenz an und zog auf und davon. Von nun an ging es also solo um die wirklich schnelle Runde, die mit einigen netten Trails im Wechsel mit den elmtypischen Schotterpisten, wirklich schöner zu fahren war, als die alte Runde. Schnell war die erste Runde mit einem Schnitt von über 26km/h absolviert und da mein Vorsprung auf die Verfolger schon recht komfortabel erschien, hieß es ab hier nur noch gegen sich selbst und die Zeit zu kämpfen. Und somit blieb die Uhr nach 37,5km nach 1:26:31 Std und einem Schnitt von 26km/h nach 3 Runden stehen.

Vermutlich wissen die Schöninger, dass ich gerne esse und meine Frau ebenfalls – zumindest wurde der erkämpfte Gutschein für ein 3-Gänge Menü just am selben Tag in Königslutter eingelöst und damit der eingefahrene Kalorienverlust mehr als ausgeglichen! J

Dann bis zum nächsten Mal – aber bitte wieder mit ein paar Pfützen, die haben in diesem Jahr irgendwie gefehlt! J

Die Ergebnisse findet Ihr hier: https://timing.sportident.com/en/results/2018/schoeninger-mountainbike-cup/course-b/overall#cf

83. Rund um die Landeskrone

Ein Rennbericht von Teamfahrer Marvin Kapalla:

Wenn ein Rennen bereits zum 83. Mal ausgetragen wird, steht dies für ein gewisses Maß an Qualität und deshalb ging es für mich auch in diesem Jahr wieder nach Görlitz zu der Austragung des Klassikers „Rund um die Landeskrone“. Der viermal zu bewältigende 17,3 Kilometer lange Kurs mit knapp 200 Höhenmetern in wunderbarer Landschaft hatte mir schon im letzten Jahr viel Freude bereitet.

Eigentlich sollte es um 12:30 Uhr losgehen, allerdings mussten wir noch die Rundendurchfahrt der Senioren – welche hier ihre Deutsche Meisterschaft austragen – abwarten, sodass sich der Start um über 20 Minuten verzögerte. Zum Glück meinte es das Wetter mal wieder sehr gut mit uns, sodass die Temperaturen vom Warmfahren auch während des Wartens problemlos aufrechterhalten werden konnten.

Schließlich ging es dann aber endlich auf die Runde, wo von Beginn an ordentlich Druck gemacht wurde. Es gab diverse Attacken, welche allerdings nicht wirklich erfolgreich verliefen, da das Feld einfach zu stark war und es immer wieder gelang den Anschluss an die Gruppen herzustellen. Insgesamt verliefen die ersten beiden Runden relativ hektisch und die zahlreichen Tempoverschärfungen und Positionierungen kosteten einige Körner, allerdings wollte ich nicht wie im letzten Jahr den Absprung in die vielleicht entscheidende Gruppe verpassen. Im weiteren Verlauf schrumpfte das Feld doch noch etwas zusammen und auch in der Spitze wurde es immer übersichtlicher.

Da die Flucht nach vorne dennoch als eine wenig erfolgreiche Option erschien, zumal ich durch den bisherigen Rennverlauf schon einigermaßen anschlagen war, versuchte ich in optimaler Position in die letzte Kurve zu gehen und für die lange und ansteigende Zielgerade ein gutes Hinterrad zu erwischen. Leider klappte dies aber nicht wirklich wie erhofft und ich musste die 500 Meter mehr oder weniger im vollen Gegenwind hochfahren, da das Feld bereits stark auseinander gezogen war.

Am Ende kämpfte ich mich als 15. über die Ziellinie, in der Wertung der Sächsischen Hochschulmeisterschaften reichte es hier noch für den 3. Platz auf dem Podium.

Alle Ergebnisse unter: https://zpn-timing.de/uploads/ergebnisse/2018/Goerlitz2018.pdf