Erzgebirgsmarathon Seifen 2019

Ein Rennbericht von Teamfahrer Uwe Weinkopf:

Showdown im Erzgebirge

Seiffen im Erzgebirge ist nicht nur bekannt für seine Holzschnitzkunst, sondern ist auch die Heimstätte von Deutschlands ältestem Mountainbike-Marathon. Dieses Jahr fand er bereits zum 27. Mal statt, und gefühlt war ich ungefähr jedes zweite Mal dabei. Und auch dieses Jahr machte ich mich wieder auf den Weg in den Osten.  Es ging ja nicht nur um den Erzgebirgsmarathon, sondern auch um das Finale der Marathonman-Europe Marathonrennserie. Die konnte ich in der Altersklasse Grandmaster zwischen 2014 und 2016 dreimal gewinnen; 2013 und 2017 war ich jeweils Zweiter. Dieses Jahr verlief die Serie bisher sehr durchwachsen. Den Auftakt in Klatovy konnte ich noch deutlich für mich entscheiden, das zweite ließ ich wegen des 24h-Rennens am Alfsee aus. Bei der Salzkammergut-Trophy fuhr ich nur die zweitlängste Strecke, was deutlich weniger Punkte einbrachte, und beim Kronplatz King erreichte ich leider nicht das Ziel. Da in der Serie nur die besten drei Resultate in die Gesamtwertung einfließen, hatte ich also noch die Chance, mit einem guten Rennen in Seiffen, auch in diesem Jahr aufs Podium zu kommen. Die Anfangsphase mit dem neutralisierten Start im Fußgängertempo war wieder nervenaufreibend, weil viel zu langsam. Erst nach rund einem Kilometer wurde das Rennen endlich richtig freigegeben, und die wilde Meute konnte Gas geben. Ich hatte zu Beginn einige Probleme mit dem hohen Tempo und wurde laufend überholt. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass es bei mir überhaupt nicht läuft. Umso erstaunter war ich, als ich gegen Ende der ersten Runde Sven Graupe  einholen konnte. Das gab mir unheimlich Motivation. Von da ab lief es dann auch besser, zumal ich ab der zweiten Runde auch meine Abfahrtslinie zum Seiffener Grund gefunden hatte. Zum Ende hin wurde es noch einmal kritisch, weil mein Hinterrad kontinuierlich Luft verlor und jede Kurve schwammiger wurde. Irgendwann hatte ich dann aber den Steilanstieg zur Wettiner Höhe tatsächlich zum letzten Mal überwunden und war kurz danach im Ziel. Zu meiner großen Freude hat es auch in diesem Jahr wieder zum Altersklassensieg gereicht; insgesamt zum sechsten Mal in Folge. Und für das Podium bei der Marathonman-Europe-Serie hat es schlußendlich dann auch gereicht. Demzufolge gab es wieder ordentlich Präsente in Form von Holzschnitzereien. Weihnachten kann kommen…

Foto by Sportograf