Finale Deutschlandcup Cross in Vechta

Ein Rennbericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Platz 17 zeigt die Ergebnisliste nach dem letzten Rennen des Jahres 2018 – irgendwie doch ein wenig enttäuschend, da fährt man über 200km durch Niedersachsen und dann reicht es nicht mal für die Top Ten.

200km Autofahrt, da hat man auf dem Rückweg genügend Zeit das Ganze zu analysieren:
Das Wetter – daran lag es wohl nicht, das war für Ende Dezember eigentlich zu gut – o.K. so gut, dass der Heuschnupfen, der mich sonst erst im Februar ereilt, nun schon an einigen Tagen auf den Atemwegen zu spüren ist, so auch heute!
Das Training an den Vortagen – sicher, wenn man nach zig Wochen des Flachland-Trainings erstmalig wieder einige Runden im Harz dreht und dann auch noch Brgläufe absolviert, ist die Muskulatur erstmal irritiert, oder sagen wir einfach „platt“
Der Startplatz – ganz sicher! Als letzter Starter bei einem Crossrennen und dann auch noch beim Finale des Deutschlandcups mit 60 Mann vor einem ist sicher das was man sich nicht wünscht…!

Und so lief das Rennen irgendwie so, wie sich am Ende das Ergebnis anfühlte – ein wenig unrund und „unmotiviert“! Als letzter am Start hielt ich mich zurück, um einen Sturz im Gedränge unbedingt zu vermeiden. So kam ich zwar sturzfrei und ohne Probleme zum ersten Engpass, aber ab hier hieß es „anstellen“ und schön langsam hinterherfahren, denn ein Überholen war an vielen Stellen einfach unmöglich. Somit waren die ersten 30 Sekunden! gegenüber gleichstarken Fahrern schon mal weg. Ab Runde 2 hatte sich das Pulk, in dem ich mich zu Rennbeginn befand, endlich gelichtet und ich versuchte an allen möglichen Stellen nach vorne zu fahren. Dies bedeutete natürlich immer ein Wechsel aus Vollgas auf der miesesten Linie und dann wieder Hinterherfahren in den vielen, engen Kurvenpassagen. Bis Runde 4 machte ich so einige Plätze gut. Dann war irgendwie die Luft raus und die Beine wurden mit einem Schlag müde. Olaf Nützsche, der auf Schlagdistanz vor mir lag, erreichte ich nicht mehr und auch Jörn Wiegner, den ich einer Woche zuvor noch abhängen konnte, war weg, wie auch der letzte Biss…! So fuhr ich Seite an Seite mit 2 Junioren-Fahrern die letzten Runden bis ins Ziel – immerhin konnte ich mir noch ein paar Pünktchen im Deutschlandcup sichern und damit eine etwas bessere Startposition bei der DM Mitte Januar.

Hier geht´s zu den Ergebnissen: https://www.dropbox.com/s/k1wyihf9qdemt8c/ergdcvechta2018.pdf?dl=0