Crossduathlon Wolfsburg 2018

Ein Bericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Hart, härter, Crossduathlon, oder so ähnlich lautete auch in diesem Jahr wieder mein Fazit beim Überquehren der Ziellinie des diesjährigen, örtlichen Crossduathlons – man war das wieder eine harte Nuss!

Aber von Anfang an. Sonntag 9:00 Uhr, das Thermometer zeigt flauschige -3°C, der Ostwind beißt wie die ganze Woche gemein ins Gesicht, ich platziere mein Rad mehr oder weniger optimal in der Wechselzone – wenigstens bleibt man auf dem gefrohrenen Boden sauber, denke ich insgeheim als ich in die wunderschön durchgekühlten Laufschuhe schlüpfe…! Schnell die Startunterlagen abgeholt, Nummern montiert, Wechselplatz vorbereitet und dann rein in die wohltemperierte Turnhalle… Nach einem warmen Tee und ein paar netten Pläuschchen fühle ich mich irgendwie schon besser und als ich dann die Turnhalle wieder verlasse blinzelt sogar die Sonne zum ersten Mal hinter den Wolken hervor und erwärmt die Szenerie ein wenig.

Nach 3 Laufrunden zum Warmup und ein wenig hin- und her welche Handschuhe optimal fürs Laufen und Radfahren taugen geht´s auch schon zum Start. Optimal platziert finde ich schnell in meinen Laufrhythmus und versuche mich auf Rang 2 hinter Björn Timmermann festzubeißen. Eine Runde lang gelingt mir das auch ganz gut, doch dann muss ich Björn ein wenig ziehen lassen, da mir das Tempo doch zu hoch ist. Interessanterweise droht von hinten scheinbar auch keine Gefahr – so ganz langsam kann ich also nicht unterwegs sein. Mit 20 Sekunden Rückstand und einem gefühlten Puls von 180 Schlägen geht es nach 3 Laufrunden endlich in die Wechselzone. Meine Lieblingsdisziplin der Wechsel gelingt mit den blöden Handschuhen und dem 180er Puls nicht wirklich optimal, erst wollen die Schuhe nicht zugehen und dann der Helm! Nach einer gefühlten Ewigkeit schwinge ich mich dann aber doch auf mein Rad und mache mich daran den eingesammelten Rückstand wieder aufzuholen. Dank jahrelanger Erfahrung nehme ich den ersten fiesen Anstieg nur mit gefühlten 90% um nicht direkt zu platzen – richtig so, die Beine erholen sich ein wenig von den Laufstrapazen und es beginnt zu rollen… Langsam kommt Björn vor mir immer näher und Mitte der ersten Runde ist er pünktlich am Berg gestellt. Nun heißt es Vorsprung herausfahren und ich haue in die Pedale was das Zeug hält. Schön, dass man von den Zuschauern immer wieder angefeuert wird, dann auch die Radstrecke schmerzt nun immer mehr. Endlich geht es wieder zurück in Richtung Wechselzone – die letzte Abfahrt wird nochmals in optimierter Haltung hinuntergeschossen und kurz bevor der Ordner der freundlich zum Absteigen hinweist einen Infarkt bekommt springe ich ab und renne zum Wechsel.

Diesmal gelingt mir der Wechsel auch besser und ich verlasse die Wechselzone bevor die Konkurrenz auftaucht. Mit rund 2 Minuten Vorsprung geht es auf die Laufstrecke – die Beine fühlen sich jetzt schon an wie Blei. Zum Glück bestätigt mir ein Blick über die Teiche, von Runde zu Runde, dass meine Kontrahenten kaum näher kommen. Die letzte Runde ist dann einfach nur noch ein Kampf gegen die Uhr und gegen den inneren Schweinehund, jeder Schritt brennt in Beinen und Lunge, da kann auch die Sonne, die einen mittlerweile schön wärmt, nicht helfen. Und endlich biege ich um die letzte Kurve auf die Zielgerade ein – und da ist es wieder das Gefühl aus Freude und Erleichterung – es ist mal wieder geschafft.

Hier findet Ihr die Ergebnisse:

http://www.crossduathlon-wolfsburg.de/3852-2/