1. Lauf Deutschlandcup Cross in Bad Salzdetfurth

Ein Rennbericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Nachdem mein langersehnter Cross-Saisonbeginn beim Cyclocross Warmup in Celle bereits nach weniger als 10 Minuten Renndauer aufgrund eines Defekts ins Wasser gefallen war, musste es zum Auftakt des Deutschlandcup Cross in Bad Salzdetfurth einfach besser laufen.

Und wie in Celle mein persönliches Rennen ins Wasser viel, so tauchte in Bad Salzdetfurth gleich die ganze Rennstrecke in einem 24 stündigen Dauerregen bis zum Morgen des Veranstaltungstages ab. Es sollte also zumindest von unten „feucht“ werden…!

Glücklicherweise hatte der Wetterbericht einmal Recht und so strahlte am Sonntagmittag wie versprochen die Sonne vom Himmel. Vielleicht wird es ja gar nicht so schlimm auf der Runde, dachte ich noch, bis ich zusammen mit einigen weiteren Masters 2 meinen neuen Carbon-Crosser auf einer Proberunde im Matsch versenkte! Nach dieser ersten Schlammanalyse waren mir zwei Dinge klar: Zum einen ist es sch… bei einem Crossrennen ohne Unterstützung für die ründliche Radreinigung aufzuschlagen und zum anderen muss man hier richtig aufmerksam fahren, um nicht auch zu denjenigen zu gehören, bei denen am Ende der Antrieb dem Schlammbeschuss Tribut zollen muss…!
Nachdem das Rad von seiner Schlammpackung befreit war, ging es ans Aufwärmen… „Wow, das rollt ja doch!“ – und bei der Fahrt durch den Modder dachte ich noch „oh, Mann, heute geht ja gar nichts!“ Es schien also nicht nur mir schwer zu fallen durch den Brei aus Schlamm und Gras zu manövrieren…
Nachdem ich mich bei der Startaufstellung in der vorletzten von rund 8 Reihen einreihen durfte, ging es auch schon los. Der Start glückte so lala, womit ich mich erstmal im hinteren Drittel einsortieren musste – auf der schlammigen Piste sicher kein Vorteil. Ich lies mich aber nicht aufhalten und versuchte so schnell wie möglich Positionen gut zu machen. Von einer Kurve – durch die man im Schlamm eierte wie durch tiefen Schneematsch – zur nächsten Kurve, machte ich immer mehr Plätze gut, immer bis zu dem Punkt, wo die Konkurrenz ihr Bike wechselte, denn mit einem bestimmt 14kg Matschrad bei dem nur noch 3 Gänge richtig funktionieren, ist man irgendwann einfach nicht mehr konkurrenzfähig…! Und so endete meine Jagd nach vorne irgendwann in der vierten Runde. Von nun an war mein Blick eher wieder nach hinten gerichtet – denn es galt die Position zu verteidigen. Nach einem wirklich harten Kampf in der letzten Runde gelang es mir tatsächlich noch mit krachender und springender Schaltung den Sprint um Rang 8 gegen Olaf Nützsche zu gewinnen!
Sicher wäre ein Ergebnis unter den Top 5 toll gewesen, aber ohne Radwechsel war einfach nicht mehr drin und letztendlich war ich mit meiner Leistung – bei einem rund 15kg schweren Rad – unter den gegebenen Umständen sehr zufrieden.

Einen Vorteil hat es natürlich auch, nur ein Rad über solch eine Runde zu bewegen – man muss nur 1 ½ Stunden putzen und nicht 3! Zumindest in der Gesamtzeit des Renntages lag ich somit auf einem der ersten drei Plätze!

Hier geht´s zu den Ergebnissen:

http://zpn-timing.de/uploads/ergebnisse/2017/BadSalzdetfurth2017.pdf