XCO Bundesliga Heubach

Ein Bericht von Teamfahrer Marvin Kapalla

Am letzten Aprilwochenende war es dann mal wieder so weit, der erste Lauf der Bundesliga Serie 2017 – und somit für mich das erste Bundesligarennen seit vier Jahren bzw. das erste Rennen der Saison – sollte in Heubach beim „Bike the Rock“ stattfinden.

Zuletzt war ich 2013 dort zu den üblichen Bedingungen, d.h. Schnee/Regen, <4°C und natürlich Schlamm ohne Ende. Schon während der gesamten Woche checkte ich regelmäßig die Wettervorhersage, welche sich leider von Tag zu Tag verschlechterte, lediglich der Sonntag hielt sich mit warmen Temperaturen und Sonnenschein. Am Freitag erreichten mich erste Bilder aus Heubach, darauf zu sehen: eine weiße, eingeschneite Strecke. Toll, also alles wie immer. Ich überlegte, ob ich mir das überhaupt antuen sollte, an das Rennen von 2013 konnte ich mich noch gut erinnern – aber nun war schon alles gebucht und bezahlt, also auf geht’s.

Nach ca. 4h Fahrt erreichte ich den Ort des Geschehens, inzwischen war die Strecke immerhin aufgetaut. Schnell Startunterlagen abholen und ab auf das Rad für Kurs Check. Rein grafisch eine simple Sache: 4,06km, ein Anstieg mit 220hm und eine Abfahrt mit – überraschender Weise auch – 220hm, das Ganze dann einfach mal fünf.

Im Training zeigte sich, dass im Vergleich zu 2013 der Downhill deutlich an Neigung und an „technischen Schwierigkeiten“ zugenommen hat, hier durfte ich dann auch schonmal ein bisschen Bodenkontakt erfahren, durch den Schlammes aber immer weich aufgefangen wurde. Bei dem zwischendurch stattfindenden Downhillrennen (bis auf ein paar Sprünge selbstverständlich die gleiche Strecke), konnte ich mir noch ein paar schnelle Linien abgucken und so für den nächsten Tag etwas optimieren.

Nachdem ich dann die Strecke entsprechend kennengelernt und das Bike wieder gereinigt im Auto verstaut hatte, ging es erstmal zurück in die Unterkunft. Noch ein Blick in die Startliste zeigte 83 Meldungen und prinzipiell alle großen Namen in MTB Sport, es sollte also ein ordentlich schnelles Rennen werden…

Den nächsten Morgen konnte ich entspannt angehen lassen, da der Start für die U23 erst um 10:30 Uhr auf dem Plan stand. Sogar das Wetter war wie versprochen: Sonne, 14°C und vorallem trocken (!), selbst die Strecke war größtenteils gut angetrocknet und von den zuvor gestarteten Junioren ausgefahren.

Nachdem Warmfahren ging es nun in die Startaufstellung, wie zu erwarten war für mich in die letzte Reihe. Der Start klappte dennoch gut, ich bin nicht mit in den obligatorischen Sturz gekommen und konnte mich irgendwo im hinteren Drittel platzieren. Allerdings verlor ich schon im Anstieg wieder Platz um Platz, auch in der Abfahrt konnte ich nichts Strecke gut machen, immerhin kam ich schon besser als am Vortag zurecht (keine Stürze oder Defekte). In der nächsten Runde lief es leider auch nicht wirklich besser – hier fehlt definitiv noch einiges an Form um überhaupt einigermaßen mithalten zu können. Der Anstieg in Runde drei wurde extrem hart (bekanntlich verläuft Laktatkurve ja exponentiell) und ich hatte keine Ahnung wie ich das überhaupt nochmal überstehen sollte.

Schlussendlich erwischte mich dann die 80% Regel und ich wurde nach drei Runden als 59. rausgenommen – nicht das was ich gehofft hatte, gerade in Hinblick auf die Form, von welcher ich mir doch etwas mehr erhofft hatte – aber nach der langen Bundesliga-Abstinenz und bei dem Starterfeld dann doch irgendwie okay.

 

Ergebnisse unter: http://my6.raceresult.com/66572/results?lang=de