Erster Saisonsieg für Uwe Weinkopf beim CC Klassiker Helmuts Höllenritt

Ein Bericht von Teamfahrer Uwe Weinkopf:

Am Anfang der Saison ist grundsätzlich die Unsicherheit bei mir da, wie gut wohl meine Form im Vergleich zu meinen Konkurrenten ausfällt. Na klar, ich bin gut und sturzfrei durch den recht milden Winter gekommen. Von Krankheiten bin ich komplett verschont geblieben, und mit dem erneuten Gesamtsieg in unserer Wolfsburger Trainings-Rennserie habe ich das Vertrauen in meine Leistungsfähigkeit gestärkt. So fuhr ich bei herrlich sonnigem Wetter guten Mutes Richtung Elbufer-Drawehn, um in Meudelfitz bei Hitzacker mal wieder an „Helmuts Höllenritt“ teilzunehmen. Immerhin war es bereits die 28. Austragung, und vermutlich hatte Joachim Brzesinski von Anfang an die Organisation unter sich. Wenn dann auch noch sein Sohn Fabian am Start ist, steht der Sieger meist schon fest. Der fehlte dieses Jahr zwar, doch das auf 80 Fahrer beschränkte Starterfeld war trotzdem durchaus hochkarätig. Mit Stefan Danowski, Torben Sassnick und Thomas Zühlke waren ordentlich starke Konkurrenten dabei. Diese drei waren es auch, die in der ersten Runde am steilen Anstieg eine erste Attacke lancierten. In den Anstieg bin ich noch als Führender hineingefahren, nachdem ich nach einem ziemlich schlechten Start mich übermütig mit einem Zwischensprint an die Spitze gesetzt hatte. Oben angekommen klaffte eine Lücke von 5 bis 6 Sekunden nach vorne, mit Yannic Gerstung und Nils Koß fand ich mich in der ersten kleinen Verfolgergruppe wieder. Und die Beiden machten zunächst ordentlich Druck. Speziell wenn Yannic nach vorne ging, musste ich richtig kämpfen, um in der Gruppe zu bleiben. Selber zu führen war für mich zu diesem Zeitpunkt einfach nicht möglich. Immerhin hatten wir nach der ersten von fünf Runden lediglich 13 Sekunden Rückstand auf das Führungstrio. In der zweiten Runde muss vorne so richtig die Post abgegangen sein, denn obwohl wir konstant schnell weiterfuhren, wuchs der Rückstand auf mehr als eine Minute. Allerdings hatten wir plötzlich Thomas Zühlke in Sichtweite, der mit Stefan und Torben offensichtlich nicht mehr mithalten konnte. Das gleiche passierte mit Nils in unserer Gruppe. Fortan war ich ab der dritten Runde wieder in einer Dreier-Gruppe, jetzt mit Yannic und Thomas. Zur Rennhälfte war die Sache eigentlich ziemlich klar. Torben und Stefan waren für uns nicht mehr einholbar und sollten den Sieger unter sich ausmachen, von hinten drohte keine Gefahr. Das Tempo meiner Gruppe sank, nicht zuletzt weil Yannic nun Thomas und mir beinahe ausschließlich die Führungsarbeit überließ und sich anscheinend schon auf den zu erwartenden Zielsprint vorbereitete. Seine Taktik ging auf, denn er war im Sprint der frischeste von uns Dreien und wurde hinter Torben und Stefan Dritter. Mit meinem vierten Gesamtplatz und dem Sieg in meiner Altersklasse war ich aber vollends zufrieden. Ein gelungener Saisonauftakt.

 

Finale Deutschlandcup Cross in Vechta

Ein Rennbericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Platz 17 zeigt die Ergebnisliste nach dem letzten Rennen des Jahres 2018 – irgendwie doch ein wenig enttäuschend, da fährt man über 200km durch Niedersachsen und dann reicht es nicht mal für die Top Ten.

200km Autofahrt, da hat man auf dem Rückweg genügend Zeit das Ganze zu analysieren:
Das Wetter – daran lag es wohl nicht, das war für Ende Dezember eigentlich zu gut – o.K. so gut, dass der Heuschnupfen, der mich sonst erst im Februar ereilt, nun schon an einigen Tagen auf den Atemwegen zu spüren ist, so auch heute!
Das Training an den Vortagen – sicher, wenn man nach zig Wochen des Flachland-Trainings erstmalig wieder einige Runden im Harz dreht und dann auch noch Brgläufe absolviert, ist die Muskulatur erstmal irritiert, oder sagen wir einfach „platt“
Der Startplatz – ganz sicher! Als letzter Starter bei einem Crossrennen und dann auch noch beim Finale des Deutschlandcups mit 60 Mann vor einem ist sicher das was man sich nicht wünscht…!

Und so lief das Rennen irgendwie so, wie sich am Ende das Ergebnis anfühlte – ein wenig unrund und „unmotiviert“! Als letzter am Start hielt ich mich zurück, um einen Sturz im Gedränge unbedingt zu vermeiden. So kam ich zwar sturzfrei und ohne Probleme zum ersten Engpass, aber ab hier hieß es „anstellen“ und schön langsam hinterherfahren, denn ein Überholen war an vielen Stellen einfach unmöglich. Somit waren die ersten 30 Sekunden! gegenüber gleichstarken Fahrern schon mal weg. Ab Runde 2 hatte sich das Pulk, in dem ich mich zu Rennbeginn befand, endlich gelichtet und ich versuchte an allen möglichen Stellen nach vorne zu fahren. Dies bedeutete natürlich immer ein Wechsel aus Vollgas auf der miesesten Linie und dann wieder Hinterherfahren in den vielen, engen Kurvenpassagen. Bis Runde 4 machte ich so einige Plätze gut. Dann war irgendwie die Luft raus und die Beine wurden mit einem Schlag müde. Olaf Nützsche, der auf Schlagdistanz vor mir lag, erreichte ich nicht mehr und auch Jörn Wiegner, den ich einer Woche zuvor noch abhängen konnte, war weg, wie auch der letzte Biss…! So fuhr ich Seite an Seite mit 2 Junioren-Fahrern die letzten Runden bis ins Ziel – immerhin konnte ich mir noch ein paar Pünktchen im Deutschlandcup sichern und damit eine etwas bessere Startposition bei der DM Mitte Januar.

Hier geht´s zu den Ergebnissen: https://www.dropbox.com/s/k1wyihf9qdemt8c/ergdcvechta2018.pdf?dl=0

3. Lauf Panther Cross Serie in Didderse

Ein Bericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Puh, das war heute ein echter Kraftakt! Nach dem letzten Rennen in Bad Harzburg auf superschneller und trockener Strecke, hatte der Regen der letzten Tage den eigentlich immer gut zu fahrenden Kurs in Didderse ein eine fiese Schlamm-Sand-Piste verwandelt.

Schon beim Abfahren der Runde wurde mir unter der vorsichtshalber übergezogenen Regenjacke-und Hose ordentlich warm! Locker war heute definitiv nicht, die Runde war so tief, dass selbst auf den kurzen Abfahrten fast immer getreten werden musste… Also kein Flow wie im Vorjahr oder Harxbüttel.

Pünktlich zum Start des Master 2 Rennens spendierte uns Petrus eine Regenpause, die erwartete Dusche von Oben sollte also ausbleiben. Wieder konnte ich mich direkt nach dem Start an die Spitze des Feldes setzen und als Erster in den ersten Berg hineinstürmen, doch leider erwischte ich eine schlechte Linie, musste vom Rad und Jörn Wiegner passieren lassen. Hinter Jörn ging es über die Runde und schnell konnten wir einige Meter zwischen uns und die Verfolger bringen. Aber irgendwie merkte ich, dass mir heute die Kraft in den Beinen fehlte und so musste ich zwei Mal vom Rad, während Jörn die Passage hochdrückte und einige Meter Vorsprung herausfahren könnte. Zum Glück hatte er wohl ein wenig überzogen und so kam ich wieder etwas näher, bis er eine Wurzel übersah und sich einen heftigen Durchschlag am Hinterrad holte. Ich nutzte die Gelegenheit und fuhr sofort vorbei, denn hinter uns war Daniel noch immer auf Schlagdistanz. Von nun an kämpfte ich mich über die Runde und blickte ständig zurück, denn die Beine wurden immer schwerer und Daniel machte ordentlich Druck. Erst 2 Runden vor Schluss ging es plötzlich wieder besser und mein Vorsprung vergrößerte sich ein wenig. So kämpfte ich mich ins Ziel und konnte meinen 2 Sieg in der diesjährigen Panther Cross Serie einfahren.

Auch wenn es heute sehr hart war – es hat mal wieder Spaß gemacht! Danke an alle für die schöne Veranstaltung – ich freue mich schon auf das Rennen in Lehndorf im kommenden Jahr!

Bike-Store-Superprestige Cyclocross Bad Harzburg

Ein Bericht von Teamfahrer Volker Lutz

Man war das ein geiles Rennen – so macht Crossen richtig Spaß!

Als ich im vergangen Winter auf Youtube das Video des Superprestige Cyclocross Nachtrennens in Diegem gefunden hatte, dachte ich „sowas wäre doch auch mal richtig cool!“ Und irgendwie müssen die Jungs des Bike-Store Bad Harzburg dieses Video auch gesehen haben – wie sonst sollten sie auf die Idee gekommen sein, es den Belgiern gleich zu tun. J

Nach einem Familientag mit Adventsessen und Weihnachtsmarkt inkl. Glühwein machte ich mich voller Vorfreude am frühen Abend, begleitet vom Kopfschütteln meiner Familie, auf nach Bad Harzburg. Bei besten Bedingungen und rund -3°C erreichte ich pünktlich gegen 19:00 Uhr den hell erleuchteten Sportpark. Doch schon beim Abstellen des Autos merkte ich, dass hier irgendwie leider nicht viel los zu sein schien. Und dieser Eindruck bestätigte sich sofort – Zuschauer hatten den Weg in den Sportpark eigentlich nicht gefunden und auch aktive Teilnehmer waren wirklich wenige vor Ort. Ganze 7 Fahrer hatten für die Elite Klasse, für die ich mich aufgrund der späten Startzeit entschieden hatte, gemeldet. Und das war definitiv ein Fehler, Männers! Denn schon beim Warmradeln und Abfahren der Runde war klar – hier wird richtig was für das Crosser-Herz geboten. So präsentierte sich die größtenteils gefrorene Strecke schnell, aber doch anspruchsvoll, inklusive einiger technischer Leckerbissen, wie einer Sandpassage, einige Steilhängen und einer richtig cool gemachten Schnecke auf dem Sportplatz, in der man die Fahrer wunderbar beobachten konnte und selber ins Zweifeln kam, ob einem vom Glühwein schwindelig wird oder von der Streckenführung…! J

Trotz der Kälte war ich heiß auf das Rennen und so preschte ich vom Start weg – bei 7 Mann gibt es wenigstens keinen Stau und jeder hat die gleiche Chance – an die Spitze des kleinen Elite Feldes. Das Rennen lief sofort und ich konnte meine Spitzenposition bis Ende der 1. Runde halten. Da ich schon bei der ersten Durchfahrt einer kniffligen Schrägpassage gemerkt hatte, dass Marvin Augustiniak hier scheinbar eine schnellere Linie gefunden hatte, ließ ich ihn passieren und versuchte mich hinter ihn zu klemmen. Zusammen setzen wir uns vom Rest des Feldes ab, bis Marvin mir an den schwer zu nehmenden Doppelhürden selber einige Meter abnehmen konnte und einen kleinen Vorsprung herausfahren konnte. Doch ich ließ mich nicht so einfach abspeisen und konnte zwei Runden später wieder aufschließen. Direkt bei der Zieldurchfahrt attackierte ich nun und fuhr an Marvin vorbei und so kam es, wie es Sprecher Axel die ganze Zeit offenbarte – ein Fahrfehler von Marvin und schon hatte ich einige Sekunden Vorsprung. Dieser Vorsprung sollte aber nicht lange halten, denn 2 Runden später lag ich an derselben Stelle wie Marvin auf der Nase und er war wieder weg. Ich kämpfte mich wieder ran und wieder ein Fehler von Marvin, gefolgt von einem weiteren Ausrutscher meinerseits…! So macht man das für die wenigen Zuschauer spannend…! J Eine Runde später führte dann eine abgefallene Kette an meinem Bike wieder zum Führungswechsel – das war´s dann dachte ich noch, doch plötzlich verkürzte sich der Abstand wieder, denn Marvin musste im Sand aufgrund eines durchrutschenden Freilaufs einmal vom Rad. Nun war ich wieder vorne und da sich Marvin dazu entschloss das Hinterrad zu tauschen, konnte ich davonziehen. Mit einer Minute Vorsprung ging es nun über die 4 letzten Runden und somit hatte ich das Ding ohne weiteren Defekt oder Sturz im „Sack“. J

Danke liebes Bike-Store-Team und Marvin für dieses richtig geile Crossrennen! Wäre es nicht klasse, die Landesmeisterschaften im Cross im kommenden Jahr mal in Bad Harzburg auszurichten? Vielleicht kann man dann ja ein paar Zuschauer anlocken!? Zudem haben hier aufgrund der offenen Strecke mit vielen Überholmöglichkeiten alle die Chance Landesmeister zu werden und nicht nur diejenigen, die im Weser-Ems-Cup vorne stehen…! J

Landesmeisterschaften Cyclocross 2019 in Osnabrück

Ein Rennbericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Landesmeisterschaften…oder wie war das noch? Irgendwie hatte ich mir da alles in allem etwas anderes vorgestellt, aber von Vorne…:

Als Sieger der LVM Cross im Vorjahr, hatte ich mir auch für dieses Jahr für die Titelkämpfe einiges vorgenommen und bis 2 Wochen vor dem diesjährigen Rennen schien auch alles gut. Aber dann der erste Dämpfer: Ein Blick in die Ausschreibung verriet mir, dass die LVM nicht auf dem bereits im Sommer gefahrenen sandig-hügeligen Kurs ausgetragen werden sollte, sondern auf einer, schon auf den Bildern, sehr flachen Wiesenrunde. Also so gar nicht mein Ding…

Ein erstes Abfahren der Runde bei rund 2°C und leichtem Nieselregen bestätigte mein ungutes Gefühl… Der Kurs war winklig, technisch, mit wenig Überholmöglichkeiten und eigentlich keinen Höhenmetern, also wirklich nicht dass, was ich liebe.

Vielleicht hätte mir der Kurs doch noch ans Herz wachsen können, aber spätestens bei der Startaufstellung war mit klar, dass eine Titelverteidigung nahezu unmöglich erschein, denn wie schon im Sommer bestand seitens des Veranstalters keinerlei Interesse daran, die Ergebnisse der LVM des Vorjahres zu berücksichtigen und so stand ich als Vorletzter der aufgerufen wurde in der allerletzten Reihe – hinter rund 40 Elitefahrern, 8 Junioren und 30 weiteren Masters 2 Startern. Spätestens jetzt erlosch meine Hoffnung auf ein richtig tolles Rennen wie 2 Wochen zuvor in Harxbüttel.

Auf der Außenbahn des durchweichten Sportplatzes versuchte ich vom Start weg so viele Plätze wie möglich gut zu machen, doch bereits in der ersten 180° Wende wurde ich ausgebremst und durfte mich erstmal irgendwo in der Mitte der langen Fahrerkette, die sich um die viel zu eng gesteckten Kurven schlängelte, einreihen, während die ersten hier schon 30s Vorsprung herausgefahren hatten. Die folgenden 2 Runden liefen nun immer gleich – 110% auf den wenigen Geraden, anstellen in den Kurven, bis ich endlich Olaf Nützsche und damit den 3. Platz erreicht hatte.

Zwar zog ich an Olaf noch vorbei, aber irgendwie waren die Beine plötzlich leer und ich konnte mich nicht wie erhofft absetzen. Vermutlich war ich auf den ersten 3 Runden einfach teilweise zu schnell gefahren – zumindest wurde es plötzlich richtig zäh. Zwei Runden hing Olaf nun an meinem Hinterrad und ich bereitete mich im Geiste schon auf ein Sprintfinale vor. Doch dann verklemmte sich ein Stein so in meinem rechten Pedal, dass ich eigentlich nicht mehr richtig ins Pedal einklicken konnte. Die engen Kehren, mit denen ich schon vorher meine Schwierigkeiten hatte, wurden so noch ein Spur heikler und es passierte, was passieren musste, ich rutschte aus dem Pedal und den schmierigen Hang bergab, Olaf fuhr vorbei und das Loch war da. Und während Olaf seine Chance nutzte, versuchte ich ab hier nur noch dieses Rennen irgendwie so passabel wie möglich zu beenden.

Nicht wirklich glücklich über den 4. Gesamtrang und den 3. Platz in der Landeswertung rollte ich nach rund 45 Minuten ins Ziel – nein, das war heute nicht meine LVM.

Während ich meine Sachen im Auto verstaute und einen letzten wärmenden Tee schlürfte, kam ich kurz ins Gespräch mit einem netten, älteren Ehepaar – deren Fazit zum Renntag hätte meine innerliche Verfassung kaum besser beschreiben können: „Was für eine maue Veranstaltung – nicht einmal in der Zeitung hatte es einen kleinen Vorbericht gegeben!“

Ja, die beiden hatten Recht – da findet eine Cyclocross-Landesmeisterschaft schon mal in der Nähe einer städtischen Urbanisation statt und dann vergibt man diese Chance so leichtfertig.

Tja, einen Link zu den Ergebnissen der LVM würde ich hier gerne hinzufügen, aber leider gibt es gar keine reine Ergebnisliste der Landeswertung – auch so kann man die Unwichtigkeit der LVM kaum besser zum Ausdruck bringen: https://www.rad-net.de/modules.php?name=Ausschreibung&ID_Veranstaltung=31151&mode=erg_detail&groupid=31151.5.164153.1

2. Lauf Panther Cross in Braunschweig / Harxbüttel

Ein Bericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Jawoll – das hat wirklich mal wieder richtig Spaß gemacht, so die erste Analyse direkt nachdem ich ins Ziel beim 2. Lauf der Panther Cross Serie 2018 gerollt war.

Die Cyclocrossrunde in Harxbüttel – ich kenne eigentlich kein Rennen, bei dem ich häufiger an der Startlinie gestanden habe, als hier im Sandkasten in der Nähe von Braunschweig. Hier habe ich vor 25 Jahren mein erstes Crossrennen gefahren und hier zieht es mich immer wieder hin. Warum…? Weil die Strecke einfach irgendwie schön ist, weil sie mir liegt, weil man viele nette, alte Bekannte trifft oder einfach, weil die Anfahrt so kurz ist – hier macht es einfach immer Spaß.

Nach ein paar Pläuschchen hier und dort und der Analyse der in diesem Jahr besten Linienwahl durch den Sand, machte ich mich zusammen mit Daniel auf die Erkundung der Runde und schon war es da, das gute Gefühl – sofort machte das Abfahren Spaß und Testrunde für Testrunde wurde die Linie besser. Mit einem guten Gefühl ging es wenig später an den Start. Da ich leider, wie schon 2017, auf das erste Rennen der Panther Serie in Lehndorf verzichten musste, reihte ich mich in der 3. Startreihe ein. Aber anders als vor 2 Wochen in Hannover, glückte mir ein recht guter Start und ich konnte sofort einige Plätze gutmachen, bevor es auf die vielen, kurvigen Trails ging. Zu Beginn von Runde 2 war so nur noch eine Lücke von rund 100m zu den Führenden vor mir, also trat ich auf einer der längeren Sandgeraden nochmals an und fuhr gleich an Mirco, Daniel, Jörn und Danny vorbei. Die konnten oder wollten meinem Speed durch einige schnelle Wechselkurven nicht folgen und schon war sie da, die Lücke nach hinten. Von nun an ließ ich nichts mehr anbrennen, fuhr auf den Geraden maximalen Speed und die technischen Abschnitte so konzentriert wie nur möglich. Der Blick nach hinten bestätigte mein gutes Gefühl –  der Vorsprung vor Mirco und Co wurde von Runde zu Runde größer. Und so ging das Rennen nach 40 Minuten mal wieder viel zu schnell zu Ende. Dafür aber mit dem besseren Ende für mich, als im Vorjahr!

Alle Ergebnisse findet ihr hier: https://www.braunschweiger-cross-serie.de/inhaltsverzeichnis/ergebnisse/

Ihme Cross Hannover

Ein Bericht von Teamfahrer Volker Lutz

Was ist das nur in diesem Jahr mit dem Wetter – wo man sich im letzten Herbst durch tiefen Matsch kämpfen musste, empfangen einen derzeit nur knochentrockene Trails, Wege  und Wiesen – das ist doch kein Crosswetter…

… Und so präsentierte sich nach meinem Cross-Auftakt in Peine auch mein zweites Crossrennen der Saison von der trockenen Seite.
Schon beim Abfahren der Runde wurde mir klar – das wird heute richtig schnell – ohne größere Steigungen und auf knallhartem Boden erinnerte die Runde in Hannover fast an ein Straßenrennen auf Wiesen…!
Nachdem ich mich mit Daniel auf einer netten Runde durch den schönen Maschseepark ordentlich warm gefahren hatte, ging es zum Start – super, wie schon im vergangenen Jahr beim Stevens Cup wurde ich als letzter aufgerufen und stand nun erstmal ganz hinten im Rund 25 Mann großen Feld – klasse! Der Start gelang mir dann auch gar nicht so schlecht, nur leider dem vor mir startenden Fahrer nicht, der erstmal seine Pedale verfehlte und mich somit noch zusätzlich ausbremste…!

Als ca. 20. ging es dann in die ersten Kurven – und während vorne die Post abging, quälte ich mich durch den Stau und musste erstmal Fahrer für Fahrer überholen – echt zäh auf den teils schmalen Abschnitten. Nach knapp 3 Runden hatte ich endlich das Hinterrad von Daniel erreicht. Ziel war ja auf jeden Fall vor Daniel anzukommen 🙂 ; also schnell vorbei und weiter drücken. Von Daniel und Jörn Wiegner, an dessen Hinterrad Daniel klebte, konnte ich mich dann auch immer weiter absetzen, aber nach vorne ging nichts mehr…! Runde für Runde schaute ich auf die Uhr aber die 3 Mann vor mir fuhren schön als Gruppe und ließen mir keine Chance.

So endete mein zweiter Crosseinsatz 2018 auf Rang 5 – immerhin wurde ich damit bester Niedersachse – das lässt hoffen – ebenso wie die Hoffnung auf Regen, denn den benötigt nicht nur die Natur, sondern auch ich, um meine Stärken im Cross voll ausspielen zu können…! 🙂

Die Ergebnisse findet ihr hier: http://radsportgemeinschaft-hannover.de/de/aktuelles/184-6-ihme-cross-31-10-2018

Fischteichhölle 4.0

Ein Rennbericht von Teamfahrer Volker Lutz:

… und diesmal blieb die wahre Hölle aus…!

Nach der Materialschlacht bei der Fischteichhölle 3.0 im letzten Jahr, bei der Kette und Bremsbeläge schon nach weniger als 10 Minuten ruiniert waren, checkten Marvin und ich diesmal den Wetterbericht vor dem Rennen quasi halbstündlich um einer kompletten „After-Race -Fahrradkomplettzerlegung“ aus dem Weg zu gehen! Und glücklicherweise waren sich wetteronline und weitere Seiten einig, dass es diesmal zumindest bis zum Mittag trocken bleiben sollte…! Also auf nach Ilsede.

Und der erste Streckentest war vielversprechend – alles was vor einem Jahr abgesoffen war, war diesmal gut zu fahren! Dabei präsentierte sich die Runde technisch noch anspruchsvoller als im vergangenen Jahr. Viele größere Steine, enge Passagen und einige Schräghänge über dem Fischteich, zeigten sich schon beim Abfahren als äußert heikel für die schmalen 33mm Crossreifen…! Also nochmals den Luftdruck zur Vorsicht ein wenig erhöht und schon sollte es losgehen.

Da die Veranstalter nach Stauproblemen im ersten Trail im vergangenen Jahr diesmal gelernt hatten, ging es erstmal autobahnmäßig über lange Schotterpassagen. Da mir das Tempo nach einer Weile zu gering erschien, setzte ich gleich eine erste Attacke und konnte mich direkt mit Tim Knape am Hinterrad vom restlichen Feld absetzen. Während er sich für ein paar Minuten am Hinterrad festbeißen konnte, tat sich nach hinten gleich eine ordentliche Lücke auf. Am ersten Trailabschnitt erhöhte ich dann nochmals die Schlagzahl und schon war ich alleine. Und irgendwie lief es auch richtig gut, trotz 6 Stunden Kartons und Schränke schleppen beim Umzug am Vortag…! Nach einigen schnellen Kilometern über Wiesen- und Waldwege ging es zum ersten Mal in die „Hölle“ am Fischteich. Glücklicherweise hatte ich auf den schnellen Abschnitten einige Meter gut gemacht, so konnte ich die Stein- und Wurzel-gespickten Abschnitte am Teich etwas ruhiger angehen und damit die Gefahr eines Reifenschadens klein halten.

In Runde 2 veränderte sich die Situation eigentlich nicht mehr. Von Hinten drohte keine Gefahr und ich sauste zügig über die Runde, nur der Rücken, der am Vortag ordentlich gelitten hatte, machte sich nun doch bemerkbar, so dass ich doch ein paar Mal die aerodynamische Rennposition zur Dehnung der Rückenmuskulatur verlassen musste…! Da mein Vorsprung solide schien, ließ ich die zweite Durchfahrt durch die „Hölle“ noch ein wenig ruhiger angehen, denn ein paar Durchschläge in der Kieskuhle hatten mich wieder sensibilisiert, dass ein 33er reifen eben doch wenig Reserven hat…!

Im Ziel schien man irgendwie gar nicht richtig mitbekommen zu haben, dass das Rennen schon vorbei ist und wollte mich, gestärkt mit einem Isogetränk, auf die nächste Runde schicken…! Der Irrtum klärte sich aber schnell auf, man stoppte die Zeitnahme und reichte mir statt des süßen Isogetränks ein kühles Bier – so soll das sein!

Nach dem ich ein paar Schluck (natürlich alkoholfrei) aus der Pulle genommen hatte, düste zu meiner Freude Marvin als 2. ins Ziel und machte des Ergebnis für das Team somit perfekt!

… So macht die Hölle auf jeden Fall Spaß und wenn die Siegerehrung dann noch direkt nach Rennende stattfindet, geht´s kaum besser!

Vielen Dank und bis zum nächsten Mal, bei der Fischteichhölle 5.0!

Hier findet Ihr die Ergebnisse: https://my6.raceresult.com/101489/results?lang=de

Endurothon Schierke

Ein Rennbericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Manchmal läuft es einfach nicht so richtig rund, so muss mein Fazit zum Schierker Endurothon und dem vorletzten Lauf des Harzer MTB Cup´s 2018 einfach lauten. Warum und wieso – wer weiß das schon.

Aber der Reihe nach: Eigentlich stand der Endurothon in Schierke in diesem Jahr gar nicht auf meiner Rennplanung, wollte ich doch zur Unterstützung der Rennradler vom VfB Fallersleben an der Cycletour von Magdeburg nach Braunschweig teilnehmen. Nun, wie so oft hatte die Familie aber eine völlig anderen Meinung als ich, wie der heilige Sonntag nun verbracht werden soll. Kurzum, meine geplante Teilnahme an der Cycletour wurde mit 2 zu 1 gegen mich entschieden. Somit bot sich eine Teilnahme am Endurothon als Alternative für den Samstag an, die zwar auch kein Jubeln bei der Familie weckte, aber irgendwie geduldet wurde.

Bei 10°, Wind und kurzen Nieselregenschauern kam ich mit den Teamkollegen Olli und Marvin dann in Schierke an und irgendwie zeigte sich schon beim Einrollen und dem verzweifelten Versuch, die richtige Streckenführung zu finden, dass das heute ein ganz zähes Ding werden sollte…!

Nachdem Olli und Marvin auf die kurze Heavy Runde gestartet waren, ging es für mich, bei immer schlechter werdendem Wetter, 30 Minuten später auf die Mitteldistanz. Doch als am ersten Berg des Tempo hochgezogen wurde, brannten meine Beine, ohne dass ich an der Spitze des Feldes dranbleiben konnte. Zum Glück zeigte sich am nächsten Anstieg, dass mein Rückstand nur bei rund 30 Sekunden lag, ganz abgehängt war ich also nicht. Mit viel Willen und einer rasanten Fahrt bergab schaffte ich es dann auch Ende der ersten Runde endlich die Lücke nach vorne zu schließen. Mehr als dran bleiben an den ersten Beiden war aber nicht drin und jede Tempoverschärfung tat einfach richtig weh…! So kam in Runde 3 was kommen musste, nach einer erneuten Tempoverschärfung von Benjamin Michael, musste ich abreißen lassen und zusehen, wie er und Torben Saßnick davon zogen. Irgendwie war nun auch die Moral gebrochen und der stärker werdende Regen machte das Ganze nicht besser…

Mit rund einer Minute Rückstand erreichte ich irgendwie etwas enttäuscht das Ziel im Schierker Eisstadion. Klar, ein dritter Platz ist nicht schlecht, aber irgendwie hatte ich heute gefühlt den Tiefpunkt der Woche erwischt, was die Form angeht!

Wieso, weshalb, warum…? Manchmal erwischt man einfach mal einen „jours sans“, wie es im Radsport-Jargon so schön heißt!

Die Ergebnisse findet ihr hier: https://zpn-timing.de/web/public/result.php?eventid=64&startklasse=14

20. Schöninger MTB Cup

Ein Bericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Da mir der Familienrat und meine Mitfahrer für den Buchholzer Stevens MTB Cup, den ich eigentlich als eines der Saisonhighlights 2018 ausgeguckt hatte, einen Strich durch die Rechnung gemacht hatten, entschied ich mich kurzfristig, den 20. Schöninger MTB Cup nach langer Abstinenz wieder einmal zu bestreiten. Das Versprechen von Herbert Scheibe, die bekannte Strecke durch viele, neue Trails verbessert zu haben und das tolle Sommerwetter lockten mich zusätzlich einmal wieder in den Elm.

Nach einem kurzen Streckencheck, der meine Vermutungen bestätigte – schnell – staubig – und wenig technisch zeigte sich die Runde, ging es auch schon an den Start. Nachdem ich mich auf der ersten, schnellen Abfahrt noch ein wenig zurückhielt, testete ich gleich am ersten ernst zu nehmenden Anstieg einfach mal die Konkurrenz an und zog auf und davon. Von nun an ging es also solo um die wirklich schnelle Runde, die mit einigen netten Trails im Wechsel mit den elmtypischen Schotterpisten, wirklich schöner zu fahren war, als die alte Runde. Schnell war die erste Runde mit einem Schnitt von über 26km/h absolviert und da mein Vorsprung auf die Verfolger schon recht komfortabel erschien, hieß es ab hier nur noch gegen sich selbst und die Zeit zu kämpfen. Und somit blieb die Uhr nach 37,5km nach 1:26:31 Std und einem Schnitt von 26km/h nach 3 Runden stehen.

Vermutlich wissen die Schöninger, dass ich gerne esse und meine Frau ebenfalls – zumindest wurde der erkämpfte Gutschein für ein 3-Gänge Menü just am selben Tag in Königslutter eingelöst und damit der eingefahrene Kalorienverlust mehr als ausgeglichen! J

Dann bis zum nächsten Mal – aber bitte wieder mit ein paar Pfützen, die haben in diesem Jahr irgendwie gefehlt! J

Die Ergebnisse findet Ihr hier: https://timing.sportident.com/en/results/2018/schoeninger-mountainbike-cup/course-b/overall#cf