Erstes Rennen der Wintertrainingsserie 2019 / 20

Hallo Bikerinnen und Biker,

bei hervorragenden Bedingungen startete gestern die Wintertrainingsserie 2019 / 20. Auf der konditionell sehr anspruchsvollen Runde erreichten 31 Teilnehmer das Ziel – vielen Dank für Eure zahlreiche Teilnahme!

Hier findet Ihr die Ergebnisse: Ergebnisse Rennen_1_19_20

Das zweite Rennen der aktuellen Wintertrainingsserie findet am kommenden Samstag, den 26.10. um 10:00 Uhr an den 3 Steinen statt. Euch erwartet eine schöne, technische und konditionell anspruchsvolle MTB Runde!

Falls Ihr Fehler in der Ergebnisliste findet, dann meldet Euch bitte umgehend, damit ich diese korrigieren kann!

Erzgebirgsmarathon Seifen 2019

Ein Rennbericht von Teamfahrer Uwe Weinkopf:

Showdown im Erzgebirge

Seiffen im Erzgebirge ist nicht nur bekannt für seine Holzschnitzkunst, sondern ist auch die Heimstätte von Deutschlands ältestem Mountainbike-Marathon. Dieses Jahr fand er bereits zum 27. Mal statt, und gefühlt war ich ungefähr jedes zweite Mal dabei. Und auch dieses Jahr machte ich mich wieder auf den Weg in den Osten.  Es ging ja nicht nur um den Erzgebirgsmarathon, sondern auch um das Finale der Marathonman-Europe Marathonrennserie. Die konnte ich in der Altersklasse Grandmaster zwischen 2014 und 2016 dreimal gewinnen; 2013 und 2017 war ich jeweils Zweiter. Dieses Jahr verlief die Serie bisher sehr durchwachsen. Den Auftakt in Klatovy konnte ich noch deutlich für mich entscheiden, das zweite ließ ich wegen des 24h-Rennens am Alfsee aus. Bei der Salzkammergut-Trophy fuhr ich nur die zweitlängste Strecke, was deutlich weniger Punkte einbrachte, und beim Kronplatz King erreichte ich leider nicht das Ziel. Da in der Serie nur die besten drei Resultate in die Gesamtwertung einfließen, hatte ich also noch die Chance, mit einem guten Rennen in Seiffen, auch in diesem Jahr aufs Podium zu kommen. Die Anfangsphase mit dem neutralisierten Start im Fußgängertempo war wieder nervenaufreibend, weil viel zu langsam. Erst nach rund einem Kilometer wurde das Rennen endlich richtig freigegeben, und die wilde Meute konnte Gas geben. Ich hatte zu Beginn einige Probleme mit dem hohen Tempo und wurde laufend überholt. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass es bei mir überhaupt nicht läuft. Umso erstaunter war ich, als ich gegen Ende der ersten Runde Sven Graupe  einholen konnte. Das gab mir unheimlich Motivation. Von da ab lief es dann auch besser, zumal ich ab der zweiten Runde auch meine Abfahrtslinie zum Seiffener Grund gefunden hatte. Zum Ende hin wurde es noch einmal kritisch, weil mein Hinterrad kontinuierlich Luft verlor und jede Kurve schwammiger wurde. Irgendwann hatte ich dann aber den Steilanstieg zur Wettiner Höhe tatsächlich zum letzten Mal überwunden und war kurz danach im Ziel. Zu meiner großen Freude hat es auch in diesem Jahr wieder zum Altersklassensieg gereicht; insgesamt zum sechsten Mal in Folge. Und für das Podium bei der Marathonman-Europe-Serie hat es schlußendlich dann auch gereicht. Demzufolge gab es wieder ordentlich Präsente in Form von Holzschnitzereien. Weihnachten kann kommen…

Foto by Sportograf

5. MTB Marathon Dresden – Sächsische Hochschulmeisterschaft

Ein Rennbericht von Teamfahrer Marvin Kapalla:

Nach der Generalprobe beim Malevil Cup standen auch am Montag beim Heimrennen rund 51km und 1000hm durch die Dresdener Heide an. Am Abend noch ganz entspannt die Startnummer abgeholt und nachts panisch einige Notfall-Reparaturen am Rad durchgeführt, konnte es am nächsten Morgen wieder losgehen.

Bei Sonne und 23°C (um kurz vor 9) ging es zum Start im Alaunpark, die Beine fühlten sich sogar schon ganz gut an. Wie immer überraschend gut besetzt, rasten wir nach dem Start im Feld das Prießnitztal entlang in den ersten Anstieg.

Im Vergleich zum Vorjahr hatte sich die Strecke eigentlich geändert, sodass ich etwas überrascht war als alle an der Abzweigung auf die „alte“ Strecke nach links abbogen. Da in der Situation aber nicht genug Sauerstoff im Kopf war und alle links runterfuhren (inkl. Begleitmotorrad) sollte es schon passen. Nach kurzer Zeit stellte sich dies aber als Irrtum raus und es brach kollektives Chaos aus. Man musste sich nun also von ganz hinten wieder nach vorne vorarbeiten, bei über 300 Starten auf schmalen Trails kostet das entsprechend Zeit und Nerven.

Nach einigen Kilometern normalisierte sich die Situation etwas und ich fand mich in einer guten Gruppe wieder, mit welcher es fortan durch die Heide ging. Es lief sehr gut und ich konnte mich schön quälen, sodass es zum Ende hin wirklich hart wurde. Im vorletzten Anstieg wurde die Gruppe gesprengt und ich konnte das Tempo schließlich auch nicht mehr mitgehen.

So überquerte ich auf dem 17. Platz die Ziellinie, für das Podium der Hochschulmeisterschaften fehlten leider 30sec., (welche ich an den letzten beiden Ansteigen verloren habe) aber da war nichts mehr zu machen.

Alle Ergebnisse unter: https://baer-service.de/ergebnisse/MMD/2019/

Malevil Cup 2019

Ein Rennbericht von Teamfahrer Marvin Kapalla:

Am Samstag ging es endlich mal rüber zu unseren tschechischen Nachbarn zum 20-jährigen Jubiläum des Malevil Cups. Aus „formtechnischen“ und taktischen Gründen (am Montag sollte es noch in Dresden rund gehen) war nur die 45km Runde C mit knapp 1000hm drin – vielleicht reicht es nächstes Jahr mal für mehr… 😉

Nachdem die Startunterlagen abgeholt und das Bike fertig gemacht war, ging es auch schon Richtung Start zum Warmfahren. Eigentlich waren noch über 30 Minuten Zeit, allerdings war bereits zu diesen Zeitpunkt der Startblock gut gefüllt, sodass das Einfahren etwas kürzer ausfallen musste, um später nicht ganz hinten zu stehen.

Zum Glück verliefen die ersten Kilometer auf breiten Wegen und ich konnte mich gut nach vorne vorarbeiten. Leider lief es dann nicht aber mehr so rund. Ich musste viele Fahrer wieder ziehen lassen und hatte immer wieder Mühe den Anschluss an die Gruppen zu halten. Nach ca. 20km sprangen die Beine dann pünktlich mit dem Erreichen des längsten Anstieges wieder an. So konnte ich dann doch Druck machen und einige Fahrer vor mir einsammeln. Von da an war ich schließlich mehr oder weniger allein unterwegs, zumindest bekam ich keinen Fahrer der Runde C mehr zu Gesicht. Circa 5km vor dem Ziel schaffte ich es noch beim Überspringen einer Pfütze meine Sattelstütze (eigentlich keine Vario-Stütze) abzusenken. Da ich sowieso schon länger unterwegs war als geplant und ich die mühsam rausgefahren Sekunden nicht wieder verlieren wollte, entschied ich mich dagegen noch große Reparaturarbeiten zu unternehmen. So fuhr ich im Stehen bzw. schön tiefsitzend Richtung Ziel – das ging mit den Beinen kurz vor der Krampfschwelle auch nochmal richtig gut (nicht).

Am Ende resultierte ein 21. Platz gesamt und der 15. bei den Herren. Obwohl es für mich nicht ganz so gut gelaufen ist, war das Rennen wirklich super. Coole Strecke und top Organisation, da kann man selbst als Deutscher nicht meckern. Leider bin ich hier nicht schon mal eher gestartet, die Tschechien wissen einfach wie Radsport funktioniert 🙂

Alle Ergebnisse unter: https://sportsoft.cz/cs/zavod/overview/3848

Harzer MTB Cup in Clausthal-Zellerfeld

Ein Bericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Nach einer langen Auszeit vom Renngeschehen, die einer in diesem Jahr ungewöhnlich intensiven Heuschnupfenphase geschuldet war, sollte der 3. Lauf des Harzer MTB Cups in Claustahl und damit quasi das Heimrennen des Cups meinen Jahreseinstieg in die MTB Saison bilden.
Bei fast schon idealen Bedingungen hatte ich mir zusammen mit Marvin mal wieder die 35km Sprint- oder auch „Weicheierdistanz“ herausgesucht, in der Hoffnung, dass das abgespulte Trainingspensum hier am besten harmonisiert. Leider wollte das müde, träge Gefühl, dass mich schon morgens beim Frühstück begleitet hatte, auch beim Warmfahren nicht weichen. Und so kam ich zwar bei dem in Clausthal sehr fairen Start, bei dem man erstmal ordentlich lutschen kann :-), zwar mit der ersten Gruppe mit, als dann aber am ersten Berg das Tempo verschärft wurde, musste ich die schnellen Jungspunde ziehen lassen und musste zusammen mit Thomas Schäfer zusehen, wie sie langsam immer weiter entschwunden.


Irgendwie war das Rennen ab nun auch schon gelaufen, zumindest in meinem Kopf. Zusammen mit Thomas genossen wir die wirklich schönen Trails, wechselten uns immer wieder brav ab und fuhren einfach eine schöne MTB Runde, ohne die vor uns fahrenden jemals wieder zu Gesicht zu bekommen. Am Ende ließ ich Thomas im Ziel gerne den Vortritt und freute mich über den nach 2017 erneuten Sieg in der Senioren-Wertung! Zumindest hierfür scheint die Form zu stimmen…! 🙂

Marvin finischte rund 3 Minuten später als 6. der Herrenwertung und Uwe genoss mal wieder die Langdistanz mit 105km, auf der er als 2. ins Ziel kam.

Besten Dank an Andrea und Markus Nothrof für die tollen Fotos!