Erster Saisonsieg für Uwe Weinkopf beim CC Klassiker Helmuts Höllenritt

Ein Bericht von Teamfahrer Uwe Weinkopf:

Am Anfang der Saison ist grundsätzlich die Unsicherheit bei mir da, wie gut wohl meine Form im Vergleich zu meinen Konkurrenten ausfällt. Na klar, ich bin gut und sturzfrei durch den recht milden Winter gekommen. Von Krankheiten bin ich komplett verschont geblieben, und mit dem erneuten Gesamtsieg in unserer Wolfsburger Trainings-Rennserie habe ich das Vertrauen in meine Leistungsfähigkeit gestärkt. So fuhr ich bei herrlich sonnigem Wetter guten Mutes Richtung Elbufer-Drawehn, um in Meudelfitz bei Hitzacker mal wieder an „Helmuts Höllenritt“ teilzunehmen. Immerhin war es bereits die 28. Austragung, und vermutlich hatte Joachim Brzesinski von Anfang an die Organisation unter sich. Wenn dann auch noch sein Sohn Fabian am Start ist, steht der Sieger meist schon fest. Der fehlte dieses Jahr zwar, doch das auf 80 Fahrer beschränkte Starterfeld war trotzdem durchaus hochkarätig. Mit Stefan Danowski, Torben Sassnick und Thomas Zühlke waren ordentlich starke Konkurrenten dabei. Diese drei waren es auch, die in der ersten Runde am steilen Anstieg eine erste Attacke lancierten. In den Anstieg bin ich noch als Führender hineingefahren, nachdem ich nach einem ziemlich schlechten Start mich übermütig mit einem Zwischensprint an die Spitze gesetzt hatte. Oben angekommen klaffte eine Lücke von 5 bis 6 Sekunden nach vorne, mit Yannic Gerstung und Nils Koß fand ich mich in der ersten kleinen Verfolgergruppe wieder. Und die Beiden machten zunächst ordentlich Druck. Speziell wenn Yannic nach vorne ging, musste ich richtig kämpfen, um in der Gruppe zu bleiben. Selber zu führen war für mich zu diesem Zeitpunkt einfach nicht möglich. Immerhin hatten wir nach der ersten von fünf Runden lediglich 13 Sekunden Rückstand auf das Führungstrio. In der zweiten Runde muss vorne so richtig die Post abgegangen sein, denn obwohl wir konstant schnell weiterfuhren, wuchs der Rückstand auf mehr als eine Minute. Allerdings hatten wir plötzlich Thomas Zühlke in Sichtweite, der mit Stefan und Torben offensichtlich nicht mehr mithalten konnte. Das gleiche passierte mit Nils in unserer Gruppe. Fortan war ich ab der dritten Runde wieder in einer Dreier-Gruppe, jetzt mit Yannic und Thomas. Zur Rennhälfte war die Sache eigentlich ziemlich klar. Torben und Stefan waren für uns nicht mehr einholbar und sollten den Sieger unter sich ausmachen, von hinten drohte keine Gefahr. Das Tempo meiner Gruppe sank, nicht zuletzt weil Yannic nun Thomas und mir beinahe ausschließlich die Führungsarbeit überließ und sich anscheinend schon auf den zu erwartenden Zielsprint vorbereitete. Seine Taktik ging auf, denn er war im Sprint der frischeste von uns Dreien und wurde hinter Torben und Stefan Dritter. Mit meinem vierten Gesamtplatz und dem Sieg in meiner Altersklasse war ich aber vollends zufrieden. Ein gelungener Saisonauftakt.

 

Abschlussveranstaltung Wintertrainingsserie

Liebe  Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Wintertrainingsserie,

wie auch in den vergangenen Jahren wird die Abschlussveranstaltung unserer Wintertrainingsserie wieder im Anschluss an das letzte Rennen am 30.03.19 ab 16:00Uhr im Radmarkt Dahl stattfinden.

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung werden wie immer alle Teilnehmer geehrt und Jens-Uwe Dahl sorgt wieder für unser leibliches Wohl – sportlergerecht natürlich! 🙂

Infos zu Rennen 9 am Samstag, den 09.02.

Hallo liebe Teilnehmer der Wintertrainingsrennserie.

Das 9. Rennen am kommenden Samstag, den 09.02. wird am Klieversberg ausgetragen.

Treffpunkt: Auf dem Parkplatz am Theater Wolfsburg, wie immer um 9:45 Uhr.

Euch erwartet eine schnelle, technisch nicht zu schwere Runde mit ein paar Specials!

Trainingsrennen: „Offene Stadtmeisterschaften Wolfsburg / Gifhorn“ am 20.01.19

Hallo liebe Wolfsburger / Gifhorner Biker

Da es im Kalender der Wintertrainingsrennserie zwischen dem Rennen im Hohenstetter Holz, das am 27.12. ausgetragen wurde und dem 8. Rennen am 27.01. in Gifhorn eine große Pause gibt, möchte Jan Jeschke am 20.01.19 am Heidesee in Gifhorn gerne ein weiteres Rennen ausrichten.
Dieses Rennen wird nicht für die Gesamtwertung der Wintertrainings-rennserie gewertet, sonder als

„Offene Stadtmeisterschaft Wolfsburg / Gifhorn“ ausgetragen.

Auch bei diesem Rennen handelt es sich natürlich um eine reine „Trainingsveranstaltung“ und nicht um ein offizielles Rennen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich!

Treffpunkt: 20.01.19 um 09:45 Uhr am Parkplatz Heidesee an der B 188

Finale Deutschlandcup Cross in Vechta

Ein Rennbericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Platz 17 zeigt die Ergebnisliste nach dem letzten Rennen des Jahres 2018 – irgendwie doch ein wenig enttäuschend, da fährt man über 200km durch Niedersachsen und dann reicht es nicht mal für die Top Ten.

200km Autofahrt, da hat man auf dem Rückweg genügend Zeit das Ganze zu analysieren:
Das Wetter – daran lag es wohl nicht, das war für Ende Dezember eigentlich zu gut – o.K. so gut, dass der Heuschnupfen, der mich sonst erst im Februar ereilt, nun schon an einigen Tagen auf den Atemwegen zu spüren ist, so auch heute!
Das Training an den Vortagen – sicher, wenn man nach zig Wochen des Flachland-Trainings erstmalig wieder einige Runden im Harz dreht und dann auch noch Brgläufe absolviert, ist die Muskulatur erstmal irritiert, oder sagen wir einfach „platt“
Der Startplatz – ganz sicher! Als letzter Starter bei einem Crossrennen und dann auch noch beim Finale des Deutschlandcups mit 60 Mann vor einem ist sicher das was man sich nicht wünscht…!

Und so lief das Rennen irgendwie so, wie sich am Ende das Ergebnis anfühlte – ein wenig unrund und „unmotiviert“! Als letzter am Start hielt ich mich zurück, um einen Sturz im Gedränge unbedingt zu vermeiden. So kam ich zwar sturzfrei und ohne Probleme zum ersten Engpass, aber ab hier hieß es „anstellen“ und schön langsam hinterherfahren, denn ein Überholen war an vielen Stellen einfach unmöglich. Somit waren die ersten 30 Sekunden! gegenüber gleichstarken Fahrern schon mal weg. Ab Runde 2 hatte sich das Pulk, in dem ich mich zu Rennbeginn befand, endlich gelichtet und ich versuchte an allen möglichen Stellen nach vorne zu fahren. Dies bedeutete natürlich immer ein Wechsel aus Vollgas auf der miesesten Linie und dann wieder Hinterherfahren in den vielen, engen Kurvenpassagen. Bis Runde 4 machte ich so einige Plätze gut. Dann war irgendwie die Luft raus und die Beine wurden mit einem Schlag müde. Olaf Nützsche, der auf Schlagdistanz vor mir lag, erreichte ich nicht mehr und auch Jörn Wiegner, den ich einer Woche zuvor noch abhängen konnte, war weg, wie auch der letzte Biss…! So fuhr ich Seite an Seite mit 2 Junioren-Fahrern die letzten Runden bis ins Ziel – immerhin konnte ich mir noch ein paar Pünktchen im Deutschlandcup sichern und damit eine etwas bessere Startposition bei der DM Mitte Januar.

Hier geht´s zu den Ergebnissen: https://www.dropbox.com/s/k1wyihf9qdemt8c/ergdcvechta2018.pdf?dl=0

3. Lauf Panther Cross Serie in Didderse

Ein Bericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Puh, das war heute ein echter Kraftakt! Nach dem letzten Rennen in Bad Harzburg auf superschneller und trockener Strecke, hatte der Regen der letzten Tage den eigentlich immer gut zu fahrenden Kurs in Didderse ein eine fiese Schlamm-Sand-Piste verwandelt.

Schon beim Abfahren der Runde wurde mir unter der vorsichtshalber übergezogenen Regenjacke-und Hose ordentlich warm! Locker war heute definitiv nicht, die Runde war so tief, dass selbst auf den kurzen Abfahrten fast immer getreten werden musste… Also kein Flow wie im Vorjahr oder Harxbüttel.

Pünktlich zum Start des Master 2 Rennens spendierte uns Petrus eine Regenpause, die erwartete Dusche von Oben sollte also ausbleiben. Wieder konnte ich mich direkt nach dem Start an die Spitze des Feldes setzen und als Erster in den ersten Berg hineinstürmen, doch leider erwischte ich eine schlechte Linie, musste vom Rad und Jörn Wiegner passieren lassen. Hinter Jörn ging es über die Runde und schnell konnten wir einige Meter zwischen uns und die Verfolger bringen. Aber irgendwie merkte ich, dass mir heute die Kraft in den Beinen fehlte und so musste ich zwei Mal vom Rad, während Jörn die Passage hochdrückte und einige Meter Vorsprung herausfahren könnte. Zum Glück hatte er wohl ein wenig überzogen und so kam ich wieder etwas näher, bis er eine Wurzel übersah und sich einen heftigen Durchschlag am Hinterrad holte. Ich nutzte die Gelegenheit und fuhr sofort vorbei, denn hinter uns war Daniel noch immer auf Schlagdistanz. Von nun an kämpfte ich mich über die Runde und blickte ständig zurück, denn die Beine wurden immer schwerer und Daniel machte ordentlich Druck. Erst 2 Runden vor Schluss ging es plötzlich wieder besser und mein Vorsprung vergrößerte sich ein wenig. So kämpfte ich mich ins Ziel und konnte meinen 2 Sieg in der diesjährigen Panther Cross Serie einfahren.

Auch wenn es heute sehr hart war – es hat mal wieder Spaß gemacht! Danke an alle für die schöne Veranstaltung – ich freue mich schon auf das Rennen in Lehndorf im kommenden Jahr!

Bike-Store-Superprestige Cyclocross Bad Harzburg

Ein Bericht von Teamfahrer Volker Lutz

Man war das ein geiles Rennen – so macht Crossen richtig Spaß!

Als ich im vergangen Winter auf Youtube das Video des Superprestige Cyclocross Nachtrennens in Diegem gefunden hatte, dachte ich „sowas wäre doch auch mal richtig cool!“ Und irgendwie müssen die Jungs des Bike-Store Bad Harzburg dieses Video auch gesehen haben – wie sonst sollten sie auf die Idee gekommen sein, es den Belgiern gleich zu tun. J

Nach einem Familientag mit Adventsessen und Weihnachtsmarkt inkl. Glühwein machte ich mich voller Vorfreude am frühen Abend, begleitet vom Kopfschütteln meiner Familie, auf nach Bad Harzburg. Bei besten Bedingungen und rund -3°C erreichte ich pünktlich gegen 19:00 Uhr den hell erleuchteten Sportpark. Doch schon beim Abstellen des Autos merkte ich, dass hier irgendwie leider nicht viel los zu sein schien. Und dieser Eindruck bestätigte sich sofort – Zuschauer hatten den Weg in den Sportpark eigentlich nicht gefunden und auch aktive Teilnehmer waren wirklich wenige vor Ort. Ganze 7 Fahrer hatten für die Elite Klasse, für die ich mich aufgrund der späten Startzeit entschieden hatte, gemeldet. Und das war definitiv ein Fehler, Männers! Denn schon beim Warmradeln und Abfahren der Runde war klar – hier wird richtig was für das Crosser-Herz geboten. So präsentierte sich die größtenteils gefrorene Strecke schnell, aber doch anspruchsvoll, inklusive einiger technischer Leckerbissen, wie einer Sandpassage, einige Steilhängen und einer richtig cool gemachten Schnecke auf dem Sportplatz, in der man die Fahrer wunderbar beobachten konnte und selber ins Zweifeln kam, ob einem vom Glühwein schwindelig wird oder von der Streckenführung…! J

Trotz der Kälte war ich heiß auf das Rennen und so preschte ich vom Start weg – bei 7 Mann gibt es wenigstens keinen Stau und jeder hat die gleiche Chance – an die Spitze des kleinen Elite Feldes. Das Rennen lief sofort und ich konnte meine Spitzenposition bis Ende der 1. Runde halten. Da ich schon bei der ersten Durchfahrt einer kniffligen Schrägpassage gemerkt hatte, dass Marvin Augustiniak hier scheinbar eine schnellere Linie gefunden hatte, ließ ich ihn passieren und versuchte mich hinter ihn zu klemmen. Zusammen setzen wir uns vom Rest des Feldes ab, bis Marvin mir an den schwer zu nehmenden Doppelhürden selber einige Meter abnehmen konnte und einen kleinen Vorsprung herausfahren konnte. Doch ich ließ mich nicht so einfach abspeisen und konnte zwei Runden später wieder aufschließen. Direkt bei der Zieldurchfahrt attackierte ich nun und fuhr an Marvin vorbei und so kam es, wie es Sprecher Axel die ganze Zeit offenbarte – ein Fahrfehler von Marvin und schon hatte ich einige Sekunden Vorsprung. Dieser Vorsprung sollte aber nicht lange halten, denn 2 Runden später lag ich an derselben Stelle wie Marvin auf der Nase und er war wieder weg. Ich kämpfte mich wieder ran und wieder ein Fehler von Marvin, gefolgt von einem weiteren Ausrutscher meinerseits…! So macht man das für die wenigen Zuschauer spannend…! J Eine Runde später führte dann eine abgefallene Kette an meinem Bike wieder zum Führungswechsel – das war´s dann dachte ich noch, doch plötzlich verkürzte sich der Abstand wieder, denn Marvin musste im Sand aufgrund eines durchrutschenden Freilaufs einmal vom Rad. Nun war ich wieder vorne und da sich Marvin dazu entschloss das Hinterrad zu tauschen, konnte ich davonziehen. Mit einer Minute Vorsprung ging es nun über die 4 letzten Runden und somit hatte ich das Ding ohne weiteren Defekt oder Sturz im „Sack“. J

Danke liebes Bike-Store-Team und Marvin für dieses richtig geile Crossrennen! Wäre es nicht klasse, die Landesmeisterschaften im Cross im kommenden Jahr mal in Bad Harzburg auszurichten? Vielleicht kann man dann ja ein paar Zuschauer anlocken!? Zudem haben hier aufgrund der offenen Strecke mit vielen Überholmöglichkeiten alle die Chance Landesmeister zu werden und nicht nur diejenigen, die im Weser-Ems-Cup vorne stehen…! J

Infos zum 5. Trainingsrennen am Samstag, den 08.12.

Das 5. Trainingsrennen am kommenden Samstag wird, anders als in der Ausschreibung angekündigt, nur über rund 60 Minuten ausgetragen. Die Startzeit bleibt unverändert bei 10:00 Uhr!

Euch erwartet eine knackige, konditionell wie technisch anspruchsvolle Cross-Runde, die für MTB´s und Crosser gleichermaßen geeignet ist!

Schuhe mit griffiger Sohle und Stollen sind aufgrund einer kurzen, steilen Laufpassage von Vorteil!

Landesmeisterschaften Cyclocross 2019 in Osnabrück

Ein Rennbericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Landesmeisterschaften…oder wie war das noch? Irgendwie hatte ich mir da alles in allem etwas anderes vorgestellt, aber von Vorne…:

Als Sieger der LVM Cross im Vorjahr, hatte ich mir auch für dieses Jahr für die Titelkämpfe einiges vorgenommen und bis 2 Wochen vor dem diesjährigen Rennen schien auch alles gut. Aber dann der erste Dämpfer: Ein Blick in die Ausschreibung verriet mir, dass die LVM nicht auf dem bereits im Sommer gefahrenen sandig-hügeligen Kurs ausgetragen werden sollte, sondern auf einer, schon auf den Bildern, sehr flachen Wiesenrunde. Also so gar nicht mein Ding…

Ein erstes Abfahren der Runde bei rund 2°C und leichtem Nieselregen bestätigte mein ungutes Gefühl… Der Kurs war winklig, technisch, mit wenig Überholmöglichkeiten und eigentlich keinen Höhenmetern, also wirklich nicht dass, was ich liebe.

Vielleicht hätte mir der Kurs doch noch ans Herz wachsen können, aber spätestens bei der Startaufstellung war mit klar, dass eine Titelverteidigung nahezu unmöglich erschein, denn wie schon im Sommer bestand seitens des Veranstalters keinerlei Interesse daran, die Ergebnisse der LVM des Vorjahres zu berücksichtigen und so stand ich als Vorletzter der aufgerufen wurde in der allerletzten Reihe – hinter rund 40 Elitefahrern, 8 Junioren und 30 weiteren Masters 2 Startern. Spätestens jetzt erlosch meine Hoffnung auf ein richtig tolles Rennen wie 2 Wochen zuvor in Harxbüttel.

Auf der Außenbahn des durchweichten Sportplatzes versuchte ich vom Start weg so viele Plätze wie möglich gut zu machen, doch bereits in der ersten 180° Wende wurde ich ausgebremst und durfte mich erstmal irgendwo in der Mitte der langen Fahrerkette, die sich um die viel zu eng gesteckten Kurven schlängelte, einreihen, während die ersten hier schon 30s Vorsprung herausgefahren hatten. Die folgenden 2 Runden liefen nun immer gleich – 110% auf den wenigen Geraden, anstellen in den Kurven, bis ich endlich Olaf Nützsche und damit den 3. Platz erreicht hatte.

Zwar zog ich an Olaf noch vorbei, aber irgendwie waren die Beine plötzlich leer und ich konnte mich nicht wie erhofft absetzen. Vermutlich war ich auf den ersten 3 Runden einfach teilweise zu schnell gefahren – zumindest wurde es plötzlich richtig zäh. Zwei Runden hing Olaf nun an meinem Hinterrad und ich bereitete mich im Geiste schon auf ein Sprintfinale vor. Doch dann verklemmte sich ein Stein so in meinem rechten Pedal, dass ich eigentlich nicht mehr richtig ins Pedal einklicken konnte. Die engen Kehren, mit denen ich schon vorher meine Schwierigkeiten hatte, wurden so noch ein Spur heikler und es passierte, was passieren musste, ich rutschte aus dem Pedal und den schmierigen Hang bergab, Olaf fuhr vorbei und das Loch war da. Und während Olaf seine Chance nutzte, versuchte ich ab hier nur noch dieses Rennen irgendwie so passabel wie möglich zu beenden.

Nicht wirklich glücklich über den 4. Gesamtrang und den 3. Platz in der Landeswertung rollte ich nach rund 45 Minuten ins Ziel – nein, das war heute nicht meine LVM.

Während ich meine Sachen im Auto verstaute und einen letzten wärmenden Tee schlürfte, kam ich kurz ins Gespräch mit einem netten, älteren Ehepaar – deren Fazit zum Renntag hätte meine innerliche Verfassung kaum besser beschreiben können: „Was für eine maue Veranstaltung – nicht einmal in der Zeitung hatte es einen kleinen Vorbericht gegeben!“

Ja, die beiden hatten Recht – da findet eine Cyclocross-Landesmeisterschaft schon mal in der Nähe einer städtischen Urbanisation statt und dann vergibt man diese Chance so leichtfertig.

Tja, einen Link zu den Ergebnissen der LVM würde ich hier gerne hinzufügen, aber leider gibt es gar keine reine Ergebnisliste der Landeswertung – auch so kann man die Unwichtigkeit der LVM kaum besser zum Ausdruck bringen: https://www.rad-net.de/modules.php?name=Ausschreibung&ID_Veranstaltung=31151&mode=erg_detail&groupid=31151.5.164153.1

2. Lauf Panther Cross in Braunschweig / Harxbüttel

Ein Bericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Jawoll – das hat wirklich mal wieder richtig Spaß gemacht, so die erste Analyse direkt nachdem ich ins Ziel beim 2. Lauf der Panther Cross Serie 2018 gerollt war.

Die Cyclocrossrunde in Harxbüttel – ich kenne eigentlich kein Rennen, bei dem ich häufiger an der Startlinie gestanden habe, als hier im Sandkasten in der Nähe von Braunschweig. Hier habe ich vor 25 Jahren mein erstes Crossrennen gefahren und hier zieht es mich immer wieder hin. Warum…? Weil die Strecke einfach irgendwie schön ist, weil sie mir liegt, weil man viele nette, alte Bekannte trifft oder einfach, weil die Anfahrt so kurz ist – hier macht es einfach immer Spaß.

Nach ein paar Pläuschchen hier und dort und der Analyse der in diesem Jahr besten Linienwahl durch den Sand, machte ich mich zusammen mit Daniel auf die Erkundung der Runde und schon war es da, das gute Gefühl – sofort machte das Abfahren Spaß und Testrunde für Testrunde wurde die Linie besser. Mit einem guten Gefühl ging es wenig später an den Start. Da ich leider, wie schon 2017, auf das erste Rennen der Panther Serie in Lehndorf verzichten musste, reihte ich mich in der 3. Startreihe ein. Aber anders als vor 2 Wochen in Hannover, glückte mir ein recht guter Start und ich konnte sofort einige Plätze gutmachen, bevor es auf die vielen, kurvigen Trails ging. Zu Beginn von Runde 2 war so nur noch eine Lücke von rund 100m zu den Führenden vor mir, also trat ich auf einer der längeren Sandgeraden nochmals an und fuhr gleich an Mirco, Daniel, Jörn und Danny vorbei. Die konnten oder wollten meinem Speed durch einige schnelle Wechselkurven nicht folgen und schon war sie da, die Lücke nach hinten. Von nun an ließ ich nichts mehr anbrennen, fuhr auf den Geraden maximalen Speed und die technischen Abschnitte so konzentriert wie nur möglich. Der Blick nach hinten bestätigte mein gutes Gefühl –  der Vorsprung vor Mirco und Co wurde von Runde zu Runde größer. Und so ging das Rennen nach 40 Minuten mal wieder viel zu schnell zu Ende. Dafür aber mit dem besseren Ende für mich, als im Vorjahr!

Alle Ergebnisse findet ihr hier: https://www.braunschweiger-cross-serie.de/inhaltsverzeichnis/ergebnisse/