1. Lauf Deutschlandcup Cross in Bad Salzdetfurth

Ein Rennbericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Nachdem mein langersehnter Cross-Saisonbeginn beim Cyclocross Warmup in Celle bereits nach weniger als 10 Minuten Renndauer aufgrund eines Defekts ins Wasser gefallen war, musste es zum Auftakt des Deutschlandcup Cross in Bad Salzdetfurth einfach besser laufen.

Und wie in Celle mein persönliches Rennen ins Wasser viel, so tauchte in Bad Salzdetfurth gleich die ganze Rennstrecke in einem 24 stündigen Dauerregen bis zum Morgen des Veranstaltungstages ab. Es sollte also zumindest von unten „feucht“ werden…!

Glücklicherweise hatte der Wetterbericht einmal Recht und so strahlte am Sonntagmittag wie versprochen die Sonne vom Himmel. Vielleicht wird es ja gar nicht so schlimm auf der Runde, dachte ich noch, bis ich zusammen mit einigen weiteren Masters 2 meinen neuen Carbon-Crosser auf einer Proberunde im Matsch versenkte! Nach dieser ersten Schlammanalyse waren mir zwei Dinge klar: Zum einen ist es sch… bei einem Crossrennen ohne Unterstützung für die ründliche Radreinigung aufzuschlagen und zum anderen muss man hier richtig aufmerksam fahren, um nicht auch zu denjenigen zu gehören, bei denen am Ende der Antrieb dem Schlammbeschuss Tribut zollen muss…!
Nachdem das Rad von seiner Schlammpackung befreit war, ging es ans Aufwärmen… „Wow, das rollt ja doch!“ – und bei der Fahrt durch den Modder dachte ich noch „oh, Mann, heute geht ja gar nichts!“ Es schien also nicht nur mir schwer zu fallen durch den Brei aus Schlamm und Gras zu manövrieren…
Nachdem ich mich bei der Startaufstellung in der vorletzten von rund 8 Reihen einreihen durfte, ging es auch schon los. Der Start glückte so lala, womit ich mich erstmal im hinteren Drittel einsortieren musste – auf der schlammigen Piste sicher kein Vorteil. Ich lies mich aber nicht aufhalten und versuchte so schnell wie möglich Positionen gut zu machen. Von einer Kurve – durch die man im Schlamm eierte wie durch tiefen Schneematsch – zur nächsten Kurve, machte ich immer mehr Plätze gut, immer bis zu dem Punkt, wo die Konkurrenz ihr Bike wechselte, denn mit einem bestimmt 14kg Matschrad bei dem nur noch 3 Gänge richtig funktionieren, ist man irgendwann einfach nicht mehr konkurrenzfähig…! Und so endete meine Jagd nach vorne irgendwann in der vierten Runde. Von nun an war mein Blick eher wieder nach hinten gerichtet – denn es galt die Position zu verteidigen. Nach einem wirklich harten Kampf in der letzten Runde gelang es mir tatsächlich noch mit krachender und springender Schaltung den Sprint um Rang 8 gegen Olaf Nützsche zu gewinnen!
Sicher wäre ein Ergebnis unter den Top 5 toll gewesen, aber ohne Radwechsel war einfach nicht mehr drin und letztendlich war ich mit meiner Leistung – bei einem rund 15kg schweren Rad – unter den gegebenen Umständen sehr zufrieden.

Einen Vorteil hat es natürlich auch, nur ein Rad über solch eine Runde zu bewegen – man muss nur 1 ½ Stunden putzen und nicht 3! Zumindest in der Gesamtzeit des Renntages lag ich somit auf einem der ersten drei Plätze!

Hier geht´s zu den Ergebnissen:

http://zpn-timing.de/uploads/ergebnisse/2017/BadSalzdetfurth2017.pdf

Wintertrainingsserie 2017 / 2018 startet am 15.10.2017

Wie die meisten von Euch sicherlich längst gesehen haben, startet am 15.10.2017 unsere diesjährige MTB-Wintertrainingsserie.

Das erste Rennen wird von Maik Böse in der Nordstadt ausgerichtet.

Treffpunkt: Am Nordfiedhof

Rennbeginn: 14:00 Uhr – bitte seid spätestens um 13:45 Uhr vor Ort!

3. Täler Marathon Titmaringhausen – Deutsche Hochschulmeisterschaften Marathon

Ein Rennbericht von Teamfahrer Marvin Kapalla

Die Kurzfassung meines vergangenen Rennwochenendes: lange Anfahrt – Start – Einführungsrunde – Platten – Wandern – lange Abreise.

Zum Abschluss der Marathon Saison stand als kleines Highlight der 3. Täler Marathon in Titmaringhausen (eine kleiner Ort im Hochsauerland) an, bei welchem wie auch schon im letzten Jahr die Deutschen Hochschulmeisterschaften im Marathon ausgetragen werden sollten.

Zu bewältigen gab es 70km mit 1.631hm in Form von zwei Runden und einer Einführungsrunde. Das Wetter war kalt und nass – ein typischer Herbsttag.

Nach kurzen Einfahren ging es für mich zum Start, da ich etwas spät dran war, stellte ich mich einfach mal von vorne an, diesmal also mit optimaler Startposition. Auch der Start verlief relativ gut, wobei es die Einführungsrunde wirklich in sich hatte und hier schon einige Höhenmeter auf kurzer Strecke zu bewältigen waren.

Den Anschluss an die Spitze konnte ich nicht halten, was aber bei dem Starterfeld auch zu erwarten war. In einer Verfolgergruppe fand ich einen guten Rhythmus und so ging es dann die erste „echte“ Runde.

Bei Kilometer 20 passierte es dann, auf einer schnellen Schotterabfahrt knallte es plötzlich und der Hinterreifen war sofort platt. Der ca. 4cm große Schnitt auf der Lauffläche war nicht zu übersehen und ich versuchte mit zwei Maxalami Sticks und diversen C02 Kartuschen wieder Druck auf den Reifen zu bekommen – leider vergebens. So ging es dann zu eine halbe Stunde zu Fuß für mich zurück in den Start und Ziel Bereich.

Schade, da es bis dahin eigentlich ganz gut lief und das Rennen auch gerade erst wirklich gestartet war.

Alle Ergebnisse unter: http://www.time-and-voice.de/mtb/titmaringhausen-2017/ergebnisse/70km.pdf

Endurothon Schierke 2017

Ein Bericht von Teamfahrer Marvin Kapalla

Wie auch genau vor einem Jahr, sollte es auch diesen Samstag wieder zum Endurothon nach Schierke gehen, um die drei Runden mit insgesamt 42km der Mitteldistanz zu fahren. Bei trockenen Wetter mit ein bisschen Sonnenschein machte ich mich also am Morgen auf den Weg in den Harz.

Nachdem ich mir beim Einfahren ein paar Abschnitte der Strecke angesehen hatte, welche im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben war, machte ich mich nach dem Start der Langdistanz um 9:30 Uhr auf dem Weg zum Start und Ziel Bereich, um mir eine gute Position in der Startaufstellung zu sichern. Leider waren bei meinem Eintreffen bereits sehr viele Fahrer anwesend, sodass ich aus dem hinteren Drittel starten musste.

Der Start erfolgte um 10 Uhr und das Feld schlängelte sich durch den ersten Abschnitt im Kurpark. Hier konnte ich bereits viele Positionen gut machen und am ersten langen Anstieg befand ich mich zunächst in der Spitzengruppe, jedoch wollten wie so häufig meine Beine nach dem Startprozedere noch nicht so wirklich und ich musste die Fahrer zunächst ziehen lassen. Im ersten Singletrail trennten sich dann die Wege von Mittel und Kurzstrecke, sodass ich aus meiner neuen Gruppe als einziger abbog und plötzlich alleine unterwegs war. Als nach der Abfahrt wieder der nächste lange Anstieg mit dem wunderbaren (Ironie!) Bettonplattenweg folgte, ging endlich auch der Motor richtig an und ich konnte meine Aufholjad beginnen.

Am Ende der ersten Runde wieder im Kurpark angekommen, erwartete mich hier eine Treppe als Laufpassage, welche ich dank des Cyclocrosstrainings mit Volker ohne große Mühen hinauflaufen konnte ;).

Inzwischen lief es richtig rund und ich konnte nach und nach Fahrer einsammeln. Auf einer flachen Passage dann der Griff zu Trinkflasche – ins Leere – Mist! Da wo so sich eigentlich meine Trinkflaschen mit edelsten Kohlenhydraten befinden sollte, herrschte gähnende Leere.

Dank meiner neuen Kontaktlinsen entdeckte ich sie neben zahlreichen Weitern (überall entlang der Strecke befanden sich von Wanderern aufgestapelte Trinkflaschen Häufchen) auf einer Abfahrt in der letzten Runde wieder. Ich war inzwischen auf einen weiteren Fahrer der Mittelstrecke aufgefahren und hatte das Gefühl im Trail schneller zu sein, sodass ich mir eine kurze Pause gönnte, um meine Flasche wieder aufzunehmen.

Nach kurzer Zeit gelang es mir noch im Trail den Anschluss wiederherzustellen und so ging es gemeinsam Richtung Ziel. Auf einem kurzen Abschnitt wurde das Tempo allerdings nochmal deutlich forciert und ich musste eine Lücke reißen lassen.

Letztendlich überquerte ich als 9. die Ziellinie, im Vergleich zum Vorjahr ein besseres Ergebnis mit einer schnelleren Zeit. Insgesamt ein sehr schönes Event, eine tolle Strecke mit vielen Trails und gutem Wetter – so muss ein Samstag aussehen!

Alle Ergebnisse unter: http://zpn-timing.de/uploads/ergebnisse/2017/Endurothon2017.pdf

Euroeyes Cyclassics 2017

Ein Bericht von Teamfahrer Marvin Kapalla

Die Cyclassics in Hamburg sind inzwischen schon seit 6 Jahren – mit Ausnahme des letzten Jahres, dem Studium sei Dank – fester Bestandteil im Terminkalender, neben einen schönen Rennen am Sonntag, gibt es auf der Messe am Samstag alles was das Radfahrerherz begehrt.

Wie in diesem Jahr (leider) so üblich regnete es am Samstag fast durchgehend, jedoch war für Sonntagmorgen trockenes Wetter und Sonne (!) angesagt.

Bei frischen 13 Grad und ordentlich Wind ging es um 7 Uhr los zum kurzen einrollen und dann auch schon zur Aufstellung in den Startblock A, wo traditionell die Fahrer dann noch ca. 30min warten müssen bis es um 7:45 Uhr mit 3800 Fahren im Nacken auf die 60km Strecke geht – da ist vorherige warmfahren dann doch irgendwie überflüssig ;).

Die ersten 20km verliefen deutlich hektischer als die letzten Jahre, das Feld war sehr unruhig und so kam es auf einem geraden Abschnitt zu einem großen Sturz, wobei ich zum Glück nur leicht von dem zu Boden gehenden Fahrer neben mir touchiert wurde, jedoch viele der nachfolgenden Fahrer nicht mehr ausweichen konnten. Danach war das erstmal Feld deutlich reduziert und etwas ruhiger unterwegs.

Bei Kilometer 43 gibt es eine kleine Erhebung, den Kösterberg. Hier wollte ich vorne wegfahren und etwas Druck machen. Als die Straße dann etwas Steigung bekam war ich dann auch schon vorne raus – kurz umgedreht, aber keiner war mitgeganen… irgendwie komisch dachte ich mir.

Nach einiger Zeit tauchte plötzlich tauchte vor mir ein Banner mit der Aufschrift „Start Bergwertung“ auf – Hä? So etwas gab es hier die letzten Jahre doch auch nicht? Dann wurde mir bewusst, dass ich mich hier wohl etwas (bzw. völlig) verschätzt hatte und der eigentliche Anstieg nun noch bevorsteht – gut, das wird jetzt natürlich hart werden.

So ging es für mich dann von vorne nach hinten, klar war jedoch auch, dass wenn man hier den Anschluss an die Spitze verliert, das Rennen gelaufen ist. Leider gelang es mir nicht mehr an der ca. 30 Mann großen Gruppe dranzubleiben und so bildete sich nach dem Anstieg eine kleine Verfolgergruppe.

Die nächsten 15 Kilometer ins Ziel wurde jetzt schön hart, am Start hatte ich mein Langarmtrikot angelassen, da ich nicht damit gerechnet hätte, mich hier mal so anstrengen zu müssen J.

Jedenfalls fuhr die Spitzengruppe ca. 20 Sekunden vor uns in Sichtweite. Ich übernahm mit zwei weiteren Fahrern die Führungsarbeit, die anderen hingen hinten im Windschatten und durften sich dann nach und nach verabschieden. Leider gelang es uns dennoch nur zeitweise den Abstand zu verkürzen. Die Atmosphäre auf den letzten Kilometern vor dem Ziel, v.a. in der  Mönckebergstraße war wie immer einfach nur Klasse, zum ersten Mal konnte ich mich auch mal etwas „umschauen“ und nicht nur auf die Hinterräder der Vordermänner achten…

Im Sprint war nach der kräftezehrend Aufholjagd nicht mehr allzu viel zu holen, am Ende überquerte ich nach 01:22:52h als 35. gesamt und 10. in der Altersklasse der Herren die Ziellinie.

Mein bisher bestes Gesamtergebnis hier in Hamburg, nur etwas schade das ich aufgrund meines taktisch sehr unklugen Fehlers aus der Spitzengruppe rausgeflogen bin, sonst wäre noch mehr drin gewesen.

Alle Ergebnisse unter: http://www.velothon.com/de-de/events/hamburg-cyclassics/das-event/ergebnisse.aspx#axzz4qNLfH6N5

LVM Cross Country in Buchholz

Ein Bericht von Teamfahrer Volker Lutz

Nach 2 Jahren der Lizenz-Abstinenz und dem daraus resultierenden Verlust jeglicher Möglichkeiten an Landesmeisterschaften teilzunehmen, zog ich Anfang des Jahres endlich einen Schlussstrich unter meine Hobby-MTB-Karriere und orderte für 2017 wieder eine Rennlizenz, sozusagen rechtzeitig für die „Senioren-Rennkarriere“. Eine sehr gute Entscheidung wie das Rennwochenende in Buchholz zeigen sollte…

Aber alles schön der Reihe nach. Da sich Petrus für den Renntag eine kurze „Regenpause“ in diesem merkwürdigen Sommer gönnte und der Wetterbericht sogar einen Funken Hoffnung für ein wenig Sonnenschein aufkommen ließ, packte ich neben zwei Rädern und Teamkollege Marvin auch noch meine Tochter mit ins Auto ein – quasi als moralische Unterstützung und Support-Dame! 🙂 In Buchholz angekommen passierte es, der Himmel riss auf und die Sonne zeigte sich tatsächlich – perfekt. Also schnell in die Rennlycra geschlüpft und die Strecke sichten. Sofort zeigte sich, dass selbst der sandige, Buchholzer Boden den Regenmengen der Vortage Tribut zollen musste und deutlich feuchter war, als bei meinen letzten Starts an selbigem Ort. Nach einer halben Proberunde zeigte mir eine schöne, querstehende Wurzel dann auch, dass man besser Vorsicht am Volant walten lassen sollte und zwang mich prompt zu einer Bodenprobe! 🙂 Mit etwas mehr Obacht ging es weiter – und die Strecke zeigte sich trotz Nässe gut fahrbar mit vielen Kurven und einigen neuen Sprüngen. Einfach klasse, was die RSG Nordheide hier Jahr für Jahr auf die Beine stellt!

Nach zwei Runden hatten wir die Strecke sozusagen „intus“ und während sich Marvin auf seine Rolle als Fotograf vorbereitete, rollten Oliver Ilgner, der für den Renntag extra eine Tageslizenz geordert hatte und ich auch schon in Richtung Start. Eine Minute nach dem wirklich viel zu kleinen Junioren Grüppchen – man, was soll aus unserem schönen Sport in Zukunft werden – ging die Hatz los. Ich erwischte einen fast schon sensationellen Start und konnte auf Position 1 in den ersten Trail einbiegen. Da Olaf Nützsche direkt am Hinterrad klebte versuchte ich sofort ordentlich Druck zu machen, doch hoppla, plötzlich war es wohl zu viel Druck, oder besser gesagt Zug, den auf einmal war der Fuß aus dem Pedal und Olaf vorbei. Egal, zwei Kurven später zog ich wieder vorbei und Ende der 1. Runde war sie auch schon da, die erhoffte Lücke. Von nun an ging es zügig weiter und da die Runde immer weiter abtrocknete, lief es gefühlt von Turn zu Turn besser. Ordentlich angeheizt von den frenetischen Anfeuerungsrufen meiner Tochter verging die Rennstunde wie im Fluge und ich konnte völlig ungefährdet meinen ersten Landesmeistertitel der „alten Herren“ einfahren – eigentlich schade, denn ein schöner Kampf  Mann gegen Mann hätte auch etwas gehabt!

Auch Olli absolvierte ein ordentliches Rennen – auf für ihn mittlerweile ungewohntem Terrain ließ er nichts anbrennen und sicherte sich neben den schönsten Flugeinlagen am Ende Platz 7.

Genauso schnell wie zu Tagesbeginn in die Lycra, riss ich mir jene nun auch wieder vom Körper, denn das Rennen der Herren war bereits gestartet und Marvin sollte ja nicht minder enthusiastisch angefeuert werden als ich. Leider erwischte er einen deutlichen schlechteren Start und musste sich nach 2 von 6 Runden vorerst mit Platz 11 zufrieden geben. Ob es dann an unserem Gebrüll lag oder die Beine ab Runde 3 einfach besser liefen, wer weiß das schon…! Zumindest ging es immerhin noch vor auf Rang 10 und damit nur um einen Platz am Treppchen bei der LVM-Wertung vorbei!

 

Nach dem ganzen „Rennstress“ ließen wir den Tag in Buchholz dann am leckeren Kuchenbuffet ausklingen – zwei bis 3 Stück Kuchen und Kaffee benötigt man im Alter einfach zur Regeneration für die Rückfahrt! 🙂

Dann bis zum nächsten Mal… bleibt nur die Frage: „Bleiben die Sprünge auch für das Crossrennen im Winter in der Streckenplanung?“

Hier geht´s zu den Ergebnissen: https://time-and-voice.com/mtb/buchholz-2017/ergebnisse

 

Deutsche Meisterschaften XCO Bad Salzdetfurth 2017

Ein Bericht von Teamfahrer Marvin Kapalla

Da dieses Jahr die Deutschen Meisterschaften wieder in Bad Salzdetfurth ausgetragen werden sollten (seine sehr schöne Strecke mit toller Atmosphäre), beschloss ich nach einigen Jahren ohne DM auch hier mal wieder teilzunehmen.

 

In der Woche vor dem Rennen verschlechterte sich das Wetter leider zusehends, sodass für das gesamte Rennwochenende inzwischen Regen angesagt war. Bereits am Freitag statte ich zum Training auf der Strecke dem Veranstaltungsort einen Besuch ab. Da es hier bereits am Donnerstag stark geregnet hatte, war die Strecke schon größtenteils aufgeweicht gewesen und durch den Lehmboden extrem rutschig zu fahren.

Am Samstag erreichte mich dann die Nachricht, dass die aufgrund des Wetters die Strecke am Sonntag nur verkürzt gefahren wird und diversere Abschnitte rausgenommen werden, da die Linienwahl dort wohl eher zur Glückssache geworden war…

Das U23 Rennen sollte am Sonntag um 13Uhr starten, und nach dem Warmfahren auf der Rolle – die Strecke wollte ich vor dem Rennen dann doch ungerne nochmal befahren – ging es dann auch schon in die Startaufstellung, überraschender Weise stand ich sogar gar nicht so weit hinten ;).

Insgesamt sollten 7 Runden plus die Startrunde gefahren werden. Die Startrunde ist hier immer sehr hart, da es quasi direkt von unten nach ganz oben durchgeht. Dennoch konnte ich gut mithalten und irgendwo im Mittelfeld in den ersten Trial einbiegen. Hier zeigte sich, dass die Regenfälle am Samstag und Sonntagmorgen der Strecke den Rest geben hatten. Kaum wirklich fahrbare Linien und unkontrolliertes Rutschen. Da Laufen (zumindest wo es nicht allzu steil war) deutlich schneller ging, lege ich gefühlt einen Großteil der Strecke zu Fuß zurückJ.

Problematisch war dann allerdings durch das ständige Wegrutschen und auf- und absteigen einen guten Rhythmus für das Rennen zu finden und so verlor ich in nächsten beiden Runden wieder an Positionen.

Da aufgrund der verkürzten Strecke die Rundendauer nur ca. 8 Minuten betrug, war für mich aufgrund der 80% Regel auch hier wieder relativ schnell nach vier Runden als 47. das Rennen zu Ende.

Bei den Begebenheiten für mich weniger überraschend, wobei mir die Strecke bei trockenen Verhältnissen ansonsten liegt und auch die Form soweit gepasst hat.

Auch beruhigend zu sehen war, dass es nicht nur mir so erging, sondern auch die Profis im Elite Rennen ihre Probleme mit den rutschigen Passagen hatten und „akrobatische Ausweichmanöver“ hinlegen mussten ;).

Alle Ergebnisse unter: http://my1.raceresult.com/73863/results?lang=de#2_AEEF07

82. Rund um die Landeskrone

Ein Bericht von Teamfahrer Marvin Kapalla

Am vergangenen Wochenende hieß es für mich mal wieder den Disziplinwechsel von dem Mountainbike auf das Rennrad zu beschreiten, da die Rennrad Hochschulmeisterschaften in Görlitz auf dem Programm standen. Mein letztes Rennradrennen war nun schon einige Zeit her, aber die Strecke von 4 Runden mit jeweils ca.18km und ca. 200hm passte mir eigentlich ganz gut und so fand ich mich nach kurzer Anfahrt bei schönen Wetter dann auch schon am Veranstaltungsort wieder.

Nach dem obligatorischen Abläufen (Rad zusammen bauen, Startnummer abholen, Warmfahren, usw.) ging es nach dem Start der Deutschen Meisterschaften in der Senioren Klasse auf zur Startaufstellung. Gegen 12:30 fuhr dann das Feld mit ca. 80 Starten in die er

ste Runde. Da das Tempo von Beginn an schön hochgehalten wurde und die Runde auch glücklicherweise ein paar Höhenmeter hatte, konnte das Feld sukzessiv von Runde zu Runde immer weiter dezimiert werden. Landschaftlich eine wirklich sehr schö

ne Runde, auch wenn ich immer nur kurz Gelegenheit hatte dies zu genießen, da der Focus dann doch mehr auf dem Renngeschehen lag J.

Die meisten Fluchtversuche verliefen erfolgslos, in der letzten Runde jedoch gelang dann doch noch einer Gruppe von vier Fahren uns bis ins Ziel auf Distanz zu halten, leider hatte ich den Absprung in die Gruppe verpasst. Ich konnte mich dann in der Verfolgergruppe vorne positionieren, um so die Kurven vor der ansteigenden Zielgerade optimal zu fahren und umging damit schon mal dem Risiko hier Plätze zu verlieren. Auf den letzten 500m würde es wie so üblich natürlich sehr hektisch und ich versuchte einfach so gut wie möglich durchzukommen ohne abgeräumt oder eingebaut zu werden.

Letztendlich kam ich im Sprint als 12. in der Gesamtwertung über die Ziellinie, allerdings interessierte mich bei dem Rennen v.a. die Hochschulwertung. Hier lag ich zunächst auf Position drei, also beschloss ich auf noch auf die Siegerehrung zu warten (ganze 2h!). Kurz bevor es auf das Treppchen gegangen wäre, meldete sich ein weiterer Fahrer der wohl in der Hochschulwertung „verloren“ gegangen war und unglücklicher Weise eine Hundertstelsekunde vor mir über die Linie kam. Damit ging es für mich natürlich zurück auf Platz vier. Schade um die zwei Stunden, die hätte ich momentan wirklich besser verwenden können – immerhin konnte ich dann aber einen Sonnenbrand mit zurück nehmen ;).

Insgesamt dennoch ein schönes und schnelles Rennen, welches ich im nächsten Jahr bestimmt wieder fahren werde.

Hier geht´s zu den Ergebnissen:

http://zpn-timing.de/uploads/ergebnisse/2017/Goerlitz2017Jedermann.pdf

und

http://zpn-timing.de/uploads/ergebnisse/2017/Goerlitz2017HM.pdf

MTB Marathon Biesenrode

Was haben die meisten „Klassiker“ gemeinsam? …Ganz einfach, sie sind einfach gut, anderenfalls wären sie ja nicht zu Klassikern geworden! Und genau dies gilt seit Jahren auch für den MTB Marathon in Biesenrode – eine super abwechslungsreiche Strecke gepaart mit einer tollen, fast familiären Organisation, inklusive fast menschenlehrer Landschaft  – was will man als Mountainbiker mehr!

Da ich dieser Veranstaltung schon viel zu lange ferngeblieben bin, nahm ich sie, zusammen mit Teamkollege Oliver Stange, in diesem Jahr spontan einfach wieder mit in meinen Rennkalender auf.

Bei herrlichem Wetter und bester Stimmung erreichten wir gegen 7:30 Uhr das beschauliche Wippertal. Auspacken, anmelden, ein bisschen quatschen und auf ging´s zur Streckenbesichtigung. Meiner Erinnerung nach war der Start hier schon immer heftig, da es bereits früher sofort bergan ging, die neue Streckenführung wartete aber gleich nach 150m mit einem gut 20% steilen Anstieg auf uns – oh ha, nicht gerade mein Lieblingsstart…! Egal, die weitere Besichtigung zeigte dann aber, dass die Strecke in Biesenrode ihren Charakter nicht verloren hat – bissige Anstiege, für einen Marathon recht anspruchsvolle Abfahrten, so fährt man hier MTB!

Also noch ein wenig Warmkurbeln und auf zum Start – super, optimale Position in der 1. Reihe gefunden – dachte ich noch, bis ca. das halbe Feld durch die am Vorabend beim Zeitfahren erworbene Zeitgutschrift vor mir stand! Na super, da muss man erstmal vorbei…! 60 Sekunden nach den Bergzeitfahrern ging es dann für uns los, also Vollgas um an der Meute schnell vorbeizukommen. …und siehe da, schon sind die Oberschenkel voll mit Laktat, blöd, also doch ein wenig langsamer machen, sonst kann es ein richtig harter Tag werden! Eine gute Entscheidung, denn zwei Anstiege später lief das Ganze schon besser und ich konnte Fahrer für Fahrer einholen, bevor die ersten schnellen Abfahrten anstanden. Nach diesen war ich dann aber plötzlich alleine im Wald, nur ca. 20s vor mir erspähte ich noch eine Gruppe – waren das die Führenden…? Auf dem einzigen Flachabschnitt der Runde trat ich also ordentlich in die Pedale, um den Abstand zu verringern, was mir nach und nach bis zum Einstieg in die längste Steigung der Strecke auch gelang. Ab hier lief es gut – mal zu dritt mal alleine ging es weiter – irgendwie wollte die Gruppe durch die Abfahren, in denen ich mich meist an die Spitze setzte, nicht wirklich harmonieren. So ging es auch in die 2. Runde – immer wenn ich glaubte ein schönes Loch gerissen zu haben, fuhr Phillipp Rothe vom Team Protective wieder heran – es sollte also spannend bleiben.

In der letzten längeren Abfahrt versuchte ich dann alles um wegzukommen, aber das sollte nicht reichen, kurze Zeit später war Philipp wieder dran am Hinterrad und… vorbei – Mist, nun merkte ich, dass ich in Runde 1 viel Kraft investiert hatte, um die 60s Rückstand wieder aufzuholen – vermutlich zu viel, denn das Hinterrad von Phillipp wurde immer kleiner, bis es in der letzten Abfahrt verschwand. Mir war klar, nur wenn er einen Fahrfehler macht, ist Platz 2 noch drin – diesen machte er aber nicht und so ließ ich es nach der letzten Abkühlung durch die Wipper ins Ziel ausrollen und freute mich über meinen Sieg in der Seniorenklasse.

Nach einem kurzen Verpflegungsstopp nutzte ich die Restzeit bis zur Siegerehrung und zum „Eintrudeln“ von Olli, der auf der 90km Runde gestartet war, um das landschaftlich wunderschöne Wippertal zu erkunden – warum fährt man eigentlich oft so lange Strecken in den Urlaub, wenn es hier doch wirklich richtig schön ist..!?

Auf ein paar nette Gespräche „im Kreise der Familie“ folgte die von Axel Bus wie immer sehr amüsant moderierte Siegerehrung mit wirklich netten Pokalen – da bleibt nur noch zu sagen: Danke Biesenrode – bis zum nächsten Mal!

Hier gehts zu den Ergebnissen: http://www.mtb-biesenrode.de/ergebnisse/

3. MTB Marathon Dresden – Sächsische Hochschulmeisterschaft

ein Bericht von Teamfahrer Marvin Kapalla

Am Pfingstmontag stand bei mir der MTB Marathon in Dresden an – ein besonderes Event, sozusagen mein neues „Heimatrennen“ im Wohnzimmer, da die mit Strecke ca. 46km und knapp 800hm kreuz und quer durch die Dresdener Heide führte. Bereits im Training der letzten Wochen war ich die Strecke in paar Mal abgefahren, insgesamt sehr abwechslungsreich mit vielen schönen Trails.

Ich nutzte die Möglichkeit die Startnummer bereits am Vortag abzuholen und konnte so quasi von der Wohnung direkt zum Start im Alaunpark rollen, alles sehr praktisch und entspannt, genau das was man nach intensiven Mikrobiologie Lernexzessen der Vortage braucht ;). Ein Blick in die Meldeliste zeigte auch: langsam wird es heute sicher nicht werden.

Da von den etwa 300 Starten viele schon recht früh in der Startaufstellung standen, konnte ich mir nur noch einen Platz irgendwo im hinteren Drittel sichern – klasse, mal wieder optimale Startbedingungen. Nun ja, es kommt dann wie es kommen muss: Nach dem Startschuss um 09:30 zunächst große Panik im Feld, langsame Fahrer (die sich in die ersten Reihen gestellt hatten) führten zu riskanten Überholmanövern und bis man sich dann endlich nach vorne durchgearbeitet hat, ist die Spitzengruppe auch schon außer Sichtweite.

Nach diesem suboptimalen Beginn ging es zunächst in „Drückermanier“ bergauf, sodass eine relativ große Gruppe gemeinsam in den ersten längeren Trailabschnitt einbog. Streckenkenntnisse sind grundsätzlich immer hilfreich, bringen jedoch wenig wenn die Kollegen vor einem diese nicht haben – also absteigen, hochlaufen und weiter geht es.

Nachdem sich nun alles etwas auseinander gezogen hatte, ging es daran von hinten aufzuholen. Die Beine kurbelten gut und am Berg war auch ordentlich Druck, sodass ich mich irgendwann in einer schön harmonierenden Gruppe mit zwei weiteren Fahren wiederfand und wir von da an zusammen vorausfahrende Gruppen ein- und überholen konnten. So ging es dann einige Zeit immer weiter nach vorne und die Strecke machte trotz Dauerregen am Vortag richtig Spaß und war problemlos zu befahren.

Ehe wir uns versahen stand auch plötzlich schon der letzte Anstieg vor uns. Hier wollte ich nochmal angreifen und ordentlich Zeit rausfahren, weil inzwischen eine relativ großen Gruppe angewachsen war und ich keine Lust auf Massensprints im Zielbereich hatte. Da ich den nachfolgenden Downhill als Standartelement meiner Trainingsstrecke nur zu gut kannte also eigentlich kein schlechter Plan. Hochgeschaltet, in den Wiegetritt und dann hatte ich auch schon die Lücke gerissen. Nach einer kurzen flachen Passage folgte der Downhill: Hier ließ ich es ordentlich krachen bis sich die Kette von Kettenblatt verabschiede (im Training vorher so noch nie passiert, also musste es natürlich jetzt mal sein, klar, ich verstehe schon). Der Nachteil der 1xfach Schaltung ist hier, dass man die Kette nicht wieder mit etwas Geschick „aufwerfen“ kann, sondern ich vom Rad musste und die Kette bei tachykarden Herzrhythmus wieder auflegen durfte. Der mühevoll ausgefahrene Vorsprung war jetzt aber weg und ich fand mich am Ende der Gruppe wieder – Danke!

Mit Wut in den Beinen versuchte ich nochmal vor dem Ziel zu attackieren, jedoch ohne Erfolg. Auf einen Sprint um irgendwas bei Platz 20 hatte ich dann weder wirklich noch die Motivation geschweige denn die Beine dafür, also rollte ich locker als 21. der Herren durch das Ziel.

Da der Marathon gleichzeitig auch noch die Austragung der Sächsische Hochschulmeisterschaft war, belegt ich immerhin hier den dritten Platz.

Dennoch ein wirklich sehr schöner Marathon mit einer top Organisation, trotz des Pechs am Ende habe ich selten so viel Spaß im Rennen gehabt und die Form stimmt an sich auch – das nächste Rennen kann also kommen J.

Alle Ergebnisse unter: https://baer-service.de/ergebnisse/MMD/2017/