Endurothon Schierke

Ein Rennbericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Manchmal läuft es einfach nicht so richtig rund, so muss mein Fazit zum Schierker Endurothon und dem vorletzten Lauf des Harzer MTB Cup´s 2018 einfach lauten. Warum und wieso – wer weiß das schon.

Aber der Reihe nach: Eigentlich stand der Endurothon in Schierke in diesem Jahr gar nicht auf meiner Rennplanung, wollte ich doch zur Unterstützung der Rennradler vom VfB Fallersleben an der Cycletour von Magdeburg nach Braunschweig teilnehmen. Nun, wie so oft hatte die Familie aber eine völlig anderen Meinung als ich, wie der heilige Sonntag nun verbracht werden soll. Kurzum, meine geplante Teilnahme an der Cycletour wurde mit 2 zu 1 gegen mich entschieden. Somit bot sich eine Teilnahme am Endurothon als Alternative für den Samstag an, die zwar auch kein Jubeln bei der Familie weckte, aber irgendwie geduldet wurde.

Bei 10°, Wind und kurzen Nieselregenschauern kam ich mit den Teamkollegen Olli und Marvin dann in Schierke an und irgendwie zeigte sich schon beim Einrollen und dem verzweifelten Versuch, die richtige Streckenführung zu finden, dass das heute ein ganz zähes Ding werden sollte…!

Nachdem Olli und Marvin auf die kurze Heavy Runde gestartet waren, ging es für mich, bei immer schlechter werdendem Wetter, 30 Minuten später auf die Mitteldistanz. Doch als am ersten Berg des Tempo hochgezogen wurde, brannten meine Beine, ohne dass ich an der Spitze des Feldes dranbleiben konnte. Zum Glück zeigte sich am nächsten Anstieg, dass mein Rückstand nur bei rund 30 Sekunden lag, ganz abgehängt war ich also nicht. Mit viel Willen und einer rasanten Fahrt bergab schaffte ich es dann auch Ende der ersten Runde endlich die Lücke nach vorne zu schließen. Mehr als dran bleiben an den ersten Beiden war aber nicht drin und jede Tempoverschärfung tat einfach richtig weh…! So kam in Runde 3 was kommen musste, nach einer erneuten Tempoverschärfung von Benjamin Michael, musste ich abreißen lassen und zusehen, wie er und Torben Saßnick davon zogen. Irgendwie war nun auch die Moral gebrochen und der stärker werdende Regen machte das Ganze nicht besser…

Mit rund einer Minute Rückstand erreichte ich irgendwie etwas enttäuscht das Ziel im Schierker Eisstadion. Klar, ein dritter Platz ist nicht schlecht, aber irgendwie hatte ich heute gefühlt den Tiefpunkt der Woche erwischt, was die Form angeht!

Wieso, weshalb, warum…? Manchmal erwischt man einfach mal einen „jours sans“, wie es im Radsport-Jargon so schön heißt!

Die Ergebnisse findet ihr hier: https://zpn-timing.de/web/public/result.php?eventid=64&startklasse=14

20. Schöninger MTB Cup

Ein Bericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Da mir der Familienrat und meine Mitfahrer für den Buchholzer Stevens MTB Cup, den ich eigentlich als eines der Saisonhighlights 2018 ausgeguckt hatte, einen Strich durch die Rechnung gemacht hatten, entschied ich mich kurzfristig, den 20. Schöninger MTB Cup nach langer Abstinenz wieder einmal zu bestreiten. Das Versprechen von Herbert Scheibe, die bekannte Strecke durch viele, neue Trails verbessert zu haben und das tolle Sommerwetter lockten mich zusätzlich einmal wieder in den Elm.

Nach einem kurzen Streckencheck, der meine Vermutungen bestätigte – schnell – staubig – und wenig technisch zeigte sich die Runde, ging es auch schon an den Start. Nachdem ich mich auf der ersten, schnellen Abfahrt noch ein wenig zurückhielt, testete ich gleich am ersten ernst zu nehmenden Anstieg einfach mal die Konkurrenz an und zog auf und davon. Von nun an ging es also solo um die wirklich schnelle Runde, die mit einigen netten Trails im Wechsel mit den elmtypischen Schotterpisten, wirklich schöner zu fahren war, als die alte Runde. Schnell war die erste Runde mit einem Schnitt von über 26km/h absolviert und da mein Vorsprung auf die Verfolger schon recht komfortabel erschien, hieß es ab hier nur noch gegen sich selbst und die Zeit zu kämpfen. Und somit blieb die Uhr nach 37,5km nach 1:26:31 Std und einem Schnitt von 26km/h nach 3 Runden stehen.

Vermutlich wissen die Schöninger, dass ich gerne esse und meine Frau ebenfalls – zumindest wurde der erkämpfte Gutschein für ein 3-Gänge Menü just am selben Tag in Königslutter eingelöst und damit der eingefahrene Kalorienverlust mehr als ausgeglichen! J

Dann bis zum nächsten Mal – aber bitte wieder mit ein paar Pfützen, die haben in diesem Jahr irgendwie gefehlt! J

Die Ergebnisse findet Ihr hier: https://timing.sportident.com/en/results/2018/schoeninger-mountainbike-cup/course-b/overall#cf

83. Rund um die Landeskrone

Ein Rennbericht von Teamfahrer Marvin Kapalla:

Wenn ein Rennen bereits zum 83. Mal ausgetragen wird, steht dies für ein gewisses Maß an Qualität und deshalb ging es für mich auch in diesem Jahr wieder nach Görlitz zu der Austragung des Klassikers „Rund um die Landeskrone“. Der viermal zu bewältigende 17,3 Kilometer lange Kurs mit knapp 200 Höhenmetern in wunderbarer Landschaft hatte mir schon im letzten Jahr viel Freude bereitet.

Eigentlich sollte es um 12:30 Uhr losgehen, allerdings mussten wir noch die Rundendurchfahrt der Senioren – welche hier ihre Deutsche Meisterschaft austragen – abwarten, sodass sich der Start um über 20 Minuten verzögerte. Zum Glück meinte es das Wetter mal wieder sehr gut mit uns, sodass die Temperaturen vom Warmfahren auch während des Wartens problemlos aufrechterhalten werden konnten.

Schließlich ging es dann aber endlich auf die Runde, wo von Beginn an ordentlich Druck gemacht wurde. Es gab diverse Attacken, welche allerdings nicht wirklich erfolgreich verliefen, da das Feld einfach zu stark war und es immer wieder gelang den Anschluss an die Gruppen herzustellen. Insgesamt verliefen die ersten beiden Runden relativ hektisch und die zahlreichen Tempoverschärfungen und Positionierungen kosteten einige Körner, allerdings wollte ich nicht wie im letzten Jahr den Absprung in die vielleicht entscheidende Gruppe verpassen. Im weiteren Verlauf schrumpfte das Feld doch noch etwas zusammen und auch in der Spitze wurde es immer übersichtlicher.

Da die Flucht nach vorne dennoch als eine wenig erfolgreiche Option erschien, zumal ich durch den bisherigen Rennverlauf schon einigermaßen anschlagen war, versuchte ich in optimaler Position in die letzte Kurve zu gehen und für die lange und ansteigende Zielgerade ein gutes Hinterrad zu erwischen. Leider klappte dies aber nicht wirklich wie erhofft und ich musste die 500 Meter mehr oder weniger im vollen Gegenwind hochfahren, da das Feld bereits stark auseinander gezogen war.

Am Ende kämpfte ich mich als 15. über die Ziellinie, in der Wertung der Sächsischen Hochschulmeisterschaften reichte es hier noch für den 3. Platz auf dem Podium.

Alle Ergebnisse unter: https://zpn-timing.de/uploads/ergebnisse/2018/Goerlitz2018.pdf

Rennbericht 20. Allersheimer Mountainbike Cup – Landesmeisterschaften Marathon NDS

Ein Rennbericht von Teamfahrer Marvin Kapalla:

Neben den Landesmeisterschaften im Cross-Country dürfen zu einer vollständigen Saison natürlich nicht die Landesmeisterschaften im Marathon fehlen. Dazu ging es am frühen Sonntagmorgen für mich erstmalig nach Neuhaus in den Hochsolling zum 20. Allersheimer Mountainbike Cup.

Insgesamt gab es zwei Runden mit jeweils 49 Kilometern zu bewältigen. Nachdem aufgrund der voraussichtlich langen Renndauer und der warmen Temperaturen noch schnell meine Trinkflaschen platziert hatte, fand ich mich pünktlich um 9 Uhr im relativ übersichtlichen Startfeld der Langdistanz wieder.

Das „angenehme“ bei den Langstrecken ist, dass der Start deutlich entspannter verläuft und meistens erst im zweiten Anstieg auf das Gas gedrückt wird, sodass man noch Gelegenheit hat sich etwas zu akklimatisieren. An dem besagten zweiten Anstieg zog sich die bis dahin große Gruppe auseinander und es galt einen guten Anschluss zu finden, um die nächsten 96 Kilometer nicht ganz alleine fahren zu müssen. Da ich ganz vorne nicht mithalten konnte, orientiertere ich mich an Teamfahrer Uwe, einem Urgestein der Langstrecke mit der entsprechenden Erfahrung. Zu zweit machten wir uns auf den Weg über die Runde. Zu dieser gibt es leider nicht allzu viel zu sagen, alles in allem eine klassische „Drückstecke“ mit vielen endlos langen Forstwegen – ein paar nette Trails würden der Runde hier sicherlich noch gut tun…

Da nach der Hälfte der zweiten Runde meine Beine noch relativ gut funktionierten, konnte ich das Tempo nochmal anziehen und fuhr schließlich den Rest des Rennes alleine zu Ende. Nach etwas über vier Stunden Renndauer erreichte ich schließlich als 2. der Herren und Landesbester der U23 zufrieden das Ziel.

Vielen Dank an den Radsport Hochsolling e.V. für die super organisierte Veranstaltung und die Austragung der Landesmeisterschaften!

Alle Ergebnisse unter: https://my2.raceresult.com/91721/results?lang=de#1_AA3D8A#

Landesmeisterschaften Niedersachen XCO

Ein Bericht von Teamfahrer Marvin Kapalla:

Das erste Cross-Country Rennen in diesem Jahr sollte für Olli, Volker und mich bei Landesmeisterschaften in Osnabrück stattfinden.

Nach der gemeinsamen Anreise ging es gleich erstmal für eine Testrunde auf der Strecke. Hier zeigte sich einen schneller und kurviger Kurs von 2,7 Kilometern Länge durch die Bornheide, technisches „Highlight“ waren lediglich zwei kleinere Baumstämme, welche es zu überwinden gab. Vom Streckenprofil also eher ein Cyclocross Rennen, dennoch machte die Runde Spaß und vom Rad musste man zum Glück auch nicht.

Während Olli im Hobbyrennen schonmal die Strecke unter Wettkampfbedingungen ausprobierte, fuhren Volker und ich uns in der Umgebung schonmal ordentlich warm, denn klar war auch: auf dem nicht selektiven Kurs wird Anfang bis Ende nur Vollgas gefahren werden.

Rechtzeitig zur Startaufstellung waren wir wieder vor Ort, nach welchen Regularien diese erfolgte ist mir allerdings bis heute noch nicht wirklich klar, dennoch bin ich mit diesen sehr zufrieden, denn schließlich ermöglichten sie mir den Start aus der ersten Reihe… 😉

Ich nutzte die optimale Position und legte einen guten Start in die erste Runde hin. Ich konnte zunächst vorne mithalten, musste dann aber relativ schnell dem hohen Tempo der ersten Runde Tribut zahlen und rausnehmen, was mich leider ein paar Positionen kostete. Nach einiger Zeit kam Volker dann an mir vorbeigezogen – die Senioren waren kurz hinter uns gestartet – nach jahrelanger Erfahrung weiß ich allerdings, dass der Versuch hier dranzubleiben nicht von Erfolg geprägt sein wird und so fuhr ich meinen eignen Rhythmus weiter. Das weitere Rennen verlief konstant und kurz vor Ende der 11. Runde kam Peter Hermann, der Sieger des Elite-Rennes noch vorbei, sodass auch ich pünktlich nach 75 Minuten Feierabend machen konnte.

Insgesamt resultierte für mich ein 8. Platz in dem Herren-Rennen und schaffte mit dem 3. Platz bei den Landesmeisterschaften sogar noch den Sprung auf das Podium, sodass es nach der Siegerehrung zufrieden nach Hause gehen konnte.

Alle Ergebnisse unter: https://results.sporthive.com/events/PC1535823

Landesmeisterschaften XCO in Osnabrück

Ein Bericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Antreten – Rollen – Kurve – Antreten,… hier würde jeder auf ein typisches Straßen-Rundstreckenrennen tippen! Doch weit gefehlt selbiger Rhythmus gehörte diesmal zum Kurs der Landesmeisterschaften in der Bornheide bei Osnabrück.

Nachdem die LVM im Cross Country in den vergangenen Jahren schon fast gewohnheitsmäßig von der RSG Nordheide in Buchholz ausgetragen wurde, hatte man in diesem Jahr mit der RRG Osnabrück nach Jahren einen anderen Ausrichter gefunden. Einerseits fast schade, denn der Kurs in Buchholz ist einfach immer schön und liegt mir irgendwie, andererseits aber auch schön, denn der XCO Sport in Niedersachsen braucht Ausrichter!

Als amtierender Landesmeister im Cross und XC war der „Fahrplan“ für das Rennen klar auf die Titelverteidigung ausgerichtet. Umso gespannter war ich natürlich auch auf die Strecke, die man durch die Bornheide abgesteckt hatte – technisch und konditionell fordernd hatte ich sie mir erhofft – doch schon die erste Proberunde zusammen mit Teamfahrer Marvin zeigte ein ganz anderes Bild – schnell und sehr schmal aber wenig technisch mit viel Flow präsentierte sich uns die Runde – also nicht ganz so wie die Runde in Buchholz, aber trotzdem schön…

Während sich Olli im Rennen der Hobbyfahrer über die Runde quälte, fuhr ich mich zusammen mit Marvin durch die schöne Osnabrücker Hügellandschaft ordentlich warm und irgendwie gingen die Beine, die sich beim Rundentest noch ein wenig müde anfühlten plötzlich auf…! Ob es am Warmfahren lag, oder an einem schönen Trail, den wir zufällig gefunden hatten, wer weiß das schon…!

Und schon war es Zeit für die Startaufstellung. Brav in Grüppchen sortiert, wurden wir neben dem Würstchenwagen aufgestellt – lecker! J Irgendwie schienen die Veranstalter das Ergebnis der LVM von 2017 jedoch nicht zu kennen, oder warum steht man als Titelverteidiger plötzlich in der letzten Reihe…?

Nachdem Herren und Senioren 1 vor uns auf den Kurs geschickt wurden, ertönte rund eine Minute später für uns das Startsignal und wie zu erwarten war, erwischte ich aus der 4. Reihe einen eher suboptimalen Start! Nun hieß es erstmal, auf dem zum Überholen so gar nicht geeigneten Kurs, nach vorne zu kommen und so nutze ich wirklich jede Lücke im Plätze gut zu machen. Nach zwei Runden und vielen verschossenen Körnern hatte ich mich endlich an das Hinterrad von Thomas Zühlke herangearbeitet. Zuerst entschied ich mich hinter Thomas zu bleiben, aber als plötzlich ein weiterer Fahrer von hinten zum Überholen ansetzte sprang ich hinterher, fest der Meinung, dass es evtl. ein Senioren Fahrer sein könnte. Doch die Beine, die da vor mir ordentlich Druck machten sahen irgendwie zu jung aus, es musste also ein Junioren Fahrer sein. Egal, da ich mich richtig gut fühlte hängte ich mich ans Hinterrad und ging den Rhythmus mit – die Anstiege am Limit hoch und die Abfahrten mit vom Laktat verzerrten Blick hinunter ging es um die Runde. Dass ich dabei irgendwo meinen Teamkollegen Marvin und den bis dahin bei den Senioren 2 führenden Lars Lindemann überholt haben musste, merkte ich gar nicht beim Blick auf das Hinterrad meines Vordermanns…! J Bis Runde 7 lief es nun richtig gut, als wir aber auf zwei Bad Salzdetfurth Fahrer aufschlossen, verlor ich leider den Kontakt zu Luk Boving und irgendwie waren die Körner auch verschossen, um ihm nochmals nachzusetzen. Zu dritt ging es also langsam aber sicher dem Ziel entgegen, irgendwie ohne richtig zu wissen, auf welcher Position im Rennen der Senioren 2 Klasse ich mich nun befinde.

Erst im Ziel war klar, dass es sowohl zum Sieg im Rennen um die LVM, als auch zum Gesamtsieg in der Senioren 2 Klasse gereicht haben sollte. Die Mission Titelverteidigung war also geglückt! J

Glücklicherweise waren die Veranstalter mit der Siegerehrung dann genauso schnell wie wir im Rennen und so konnten wir nach rascher Ehrung und zwei Stückchen Kuchen pünktlich die Heimreise antreten.

 

Mit dem LVM-Doppel Titel im Cross und XC in der Tasche geht es nun erstmal in die Sommerpause – mal sehen, was die nächste LVM so mit sich bringt – wieder in Osnabrück, dafür aber mit dem Rennrad auf der Straße!

Hier geht´s zu den Ergebnissen:

https://results.sporthive.com/events/PC1535823/races/4888874#byClass

Rennbericht Skoda Velothon 2018

Ein Bericht von Teamfahrer Marvin Kapalla:

Mein erstes „langes“ Rennen auf dem Rennrad mit etwas über 160 Kilometer stand bei dem Skoda Velothon am Sonntag in Berlin an. Die Vorbelastung bei solchen Rennen erfolgt meistens durch stundenlanges durch die Stadt gehen am Vortag – also durchaus etwas anders als gewohnt und nicht unbedingt „verträglicher“…

Ich hatte das Glück wie alle schnellen 160 Kilometer Fahrer aus Startblock B starten zu dürfen, sodass wir vor uns nur die schnellen Fahrer von der 60 Kilometer Strecke hätten. Mein Anfahrtsweg zum Startbereich betrug ungefähr 10 Kilometer – also eigentlich auch ideal zum Warmfahren, jedoch ist dies durch langes Warten am Start immer wieder hinfällig – aber die Strecke sollte ja diesmal lang genug sein um warm zu werden 😉.

Leider war der zeitliche Abstand zwischen den beiden Blöcken wohl doch etwas kurz, sodass wir nach kurzer Zeit auf die ersten Starter aus Block A auffuhren und es z.T. aufgrund der Vielzahl an Fahrern sehr unübersichtlich wurde, da sich die Felder vermischten und die Spitze nicht mehr eindeutig auszumachen war.

Das Tempo war von Beginn an sehr hoch und das Feld noch relativ unruhig, ich sortierte mich erstmal in der Mitte ein und hoffe nicht schon den Anschluss nach vorne verloren zu haben. Erst nach der Feldertrennung bei Kilometer 60 (erstaunlich wie viele Leute das nicht hinbekommen), kam der Überblick über das Feld zurück und es wurde zumindest erstmal etwas ruhiger. Ich befand mich inzwischen mit an der Spitze und auch die Beine fühlen sich gut an. Die nächsten Kilometer verliefen dann relativ unspektakulär, zwischendurch versuchten immer mal wieder einige Fahrer sich abzusetzen, jedoch gelang dies immer nur kurzzeitig. Das Tempo wurde nach wie vor ordentlich hochgehalten und führte dazu, dass vorne mit der Zeit nochmal etwas ausgedünnt wurde.

Nach ca. 140 Kilometern gab es dann doch noch einen erfolgreichen Ausreißer, der spätere Sieger konnte sich vom Feld absetzten und alleine einen Vorsprung herausfahren, u.a. auch deswegen, weil man sich vorne bei der Nachführarbeit nicht ganz einigen konnte.  Auch ich musste mich auf den letzten Kilometern etwas schonen, da der Druck auf dem Pedal leider nicht mehr ganz so da war wie zu Beginn des Rennens. Am Ende ging es dann wie zu erwarten nochmal richtig schnell Richtung Siegessäule durch Berlin und letztendlich auf die lange Zielgrade (1,5 Kilometer auf der Straße des 17. Juni), wo es dann mit knapp 50 Mann um den zweiten Platz ging. Ich agierte hier eher zurückhaltend, da ich jetzt keinen Sturz für ein paar Plätze weiter vorne riskieren wollte und so ging das Rennen für mich als gesamt 30. und 8. In der Altersklasse nach „schon“ 3:52h zu Ende.

Insgesamt ein cooles und schnelles Rennen quer durch die Hauptstadt!

Alle Ergebnisse unter: http://velothon.r.mikatiming.de/2018/

Harzer MTB-Cup 1. und 2. Rennen

Ein Bericht von Teamfahrer Uwe Weinkopf:

Meine beiden ersten Saisonrennen wiesen einige Parallelen auf: beide gehörten zum Harzer MTB-Cup, verlangten wegen der vielen Höhenmeter Kletterqualitäten und fanden bei herrlichem Sonnenwetter statt. Speziell in Bad Harzburg kennen wir das ja auch ganz anders. Unvergessen das legendäre Schneegestöber vor zwei Jahren. Im ersten Rennen schwingt immer die Unsicherheit über die eigene Form mit, doch nach dem Startschuß sind solche Gedanken verflogen. Am ersten Anstieg kam ich auf die etwas verwegene Idee, mich ganz vorne zu zeigen und die Meute mal anzuführen. Doch bis zum ersten Singletrail war die Hackordnung wieder hergestellt und ich weiter hinten eingereiht. Im Trail durch den Wald konnte ich erfreut feststellen, dass die beiden noch zwei Tage zuvor querliegenden Bäume weggeräumt wurden. Fürs erste Rennen lief es dann sogar ganz gut. Platz 11 gesamt und der Sieg in der Senioren2-Klasse waren ein guter Auftakt.

Beim zweiten Rennen in Hohegeiß lief es dann sogar noch besser. Die Strecke liegt mir mit ihren steilen Anstiegen ausgezeichnet. Dieses Jahr wurden noch ein paar zusätzliche eingebaut, na super. Die erste Gruppe war mir leider schon zu Beginn zu schnell, doch in der 3er-Gruppe dahinter mit Sven Graupe und einem belgischen Fahrer lief es ganz gut, bis anfangs der vorletzten Runde der Belgier, der sich bis dahin mit Führungsarbeit eher zurückhielt, plötzlich Ernst machte und unsere Gruppe sprengte. So fuhr ich von diesem Moment an die zweite Rennhälfte komplett alleine. Ein 7. Platz im Gesamtklassement und der erneute Sieg in meiner Altersklasse waren aber mehr als zufriedenstellend.

Die Ergebnisse findet ihr hier: http://harzermtbcup.de/2017/

Herzlichen Dank an Andrea und Markus Nothrof für das Foto!

Landesmeisterschaften 1er Straße in Remlingen

Ein Bericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Experiment gelungen – so lautet mein Fazit im Rückblick auf die diesjährige Landesmeisterschaften im 1er Straße fahren!

Aber warum Experiment? Nun der Reihe nach… Beim standardmäßigen Check der Wettkampfausschreibungen auf radnet, stolperte ich Mitte April auf einmal über die Ausschreibung für die LVM im Straßenfahren in Remlingen. … Remlingen, das kennst Du doch – genau in der Asse, ein schöner hügeliger und sehr anspruchsvoller Kurs – das wär doch mal was – nur ein Rennrad steht schon seit geraumer Zeit nicht mehr im Keller, reicht mir der Crosser doch für die ein- oder andere Trainingsrunde auf der Straße völlig aus…!

Ich klickte trotzdem auf den Anmeldebutton – irgendwie sollte das schon klappen. Nun gingen die Überlegungen ein wenig hin- und her: Ein Rennrad leihen, hmmm, wenn man dann stürzt nicht wirklich toll – den Crosser umbauen, na ja auch nicht das Beste – sich wieder ein Rennrad zulegen, mit der neuen Ultegra DI2, die mich schon seit langem reizt – eine schöne Idee…! Eigentlich, wenn mir der Auslieferungsstopp von Cube für sämtliche Rennräder mit Newmen Felgen nicht einen Tag nach der Bestellung des Traumrades dazwischen gekommen wäre. L Also doch den Crosser umbauen, aber wie? Alles nur für ein Rennen wäre ja Quatsch. Also entschied ich mich für eine universelle Lösung: Ein 48er Blatt für die Force 1 und einen Satz Challenge Strade Biance Reifen, beides eignet sich sowohl für die Straße, wie auch für gemäßigtes Gelände im Sommer – die ideale Kompromisslösung also! J

Mit meinem „getunten“ Crosser stehe ich also nun bei herrlichstem Wetter zusammen mit 60 weiteren Senioren Fahrern am Start in Remlingen, bereit für 7 Runden und rund 65km durch die Asse. Nach kurzer taktischer Rennbesprechung mit den Teamkollegen vom WSV Clausthal-Zellerfeld geht es los und schon am ersten Anstieg wird klar, eine Sonntagsfahrt wird das heute nicht! Bereits im zweiten Anstieg der Runde wird vorne brutal attackiert und ich muss richtig beißen um an der Spitzengruppe dran zu bleiben. Glücklicherweise gelingt mir das, meinen Teamkollegen leider nicht, so dass die taktische Vorbesprechung schon jetzt hinfällig ist. Aber zu früh gefreut nach den Anstiegen kommt eine langgezogene flache Abfahrt mit Rückenwind und ich werde, eifrig kurbelnd, in der ca. 15 Mann großen Spitzengruppe immer weiter durchgereicht, bis plötzlich der letzte Fahrer an mir vorbeirauscht. Mit aller Kraft kämpfe ich mich in den Windschatten zurück –hier darf ich mich auf keinen Fall abhängen lassen. Und so geht es Runde für Runde weiter. Während ich mich bergauf immer unter den vorderen Fahrern platzieren kann und unsere Gruppe immer kleiner wird, kämpfe ich bergab ums Überleben. So angeseuert kann ich Mitte der 5. Runde in vorderster Position fahrend, den ausgerissenen Solisten vor uns, dem Angriff von drei Fahrern nicht folgen und muss zusehen, wie sich eine immer größer werdende Lücke auftut, die ich aus eigener Kraft nicht mehr zufahren kann und helfen scheint auch der Rest der fünf Fahrer die hinter mir hängen nicht mehr. Auch ein weiterer Versuch den Abstand im zweiten Anstieg nochmals zu verkürzen scheitert und so geht es, nachdem die 3 Senioren 3 Fahrer die noch mit in unserer Gruppe waren, über die Ziellinie gefahren sind, zu zweit auf die letzte Runde.

Wohlwissend, dass ich im Sprint auf der abfallenden Zielgeraden keine Chance habe, versuche ich im letzten Anstieg nochmal alles, aber vergeblich, die Kraft reicht nicht mehr aus um meinen Verfolger abzuschütteln – zu viele Körner habe ich Runde für Runde bergab verloren! Und so „sprinte“ ich am Ende auf einen guten 6. Platz.

Vielleicht lässt sich die Runde fürs nächste Mal ja um den ein oder anderen Feldweg erweitern, dann wären meine 33mm breiten Schlappen so richtig in ihrem Element – ich hätte da schon so eine Idee…! J

Hier findet Ihr die Ergebnisse: https://www.rad-net.de/modules.php?name=Ausschreibung&menuid=408&ID_Veranstaltung=30948&mode=erg_detail&groupid=30948.6.158981.1