Landesmeisterschaften Niedersachen XCO

Ein Bericht von Teamfahrer Marvin Kapalla:

Das erste Cross-Country Rennen in diesem Jahr sollte für Olli, Volker und mich bei Landesmeisterschaften in Osnabrück stattfinden.

Nach der gemeinsamen Anreise ging es gleich erstmal für eine Testrunde auf der Strecke. Hier zeigte sich einen schneller und kurviger Kurs von 2,7 Kilometern Länge durch die Bornheide, technisches „Highlight“ waren lediglich zwei kleinere Baumstämme, welche es zu überwinden gab. Vom Streckenprofil also eher ein Cyclocross Rennen, dennoch machte die Runde Spaß und vom Rad musste man zum Glück auch nicht.

Während Olli im Hobbyrennen schonmal die Strecke unter Wettkampfbedingungen ausprobierte, fuhren Volker und ich uns in der Umgebung schonmal ordentlich warm, denn klar war auch: auf dem nicht selektiven Kurs wird Anfang bis Ende nur Vollgas gefahren werden.

Rechtzeitig zur Startaufstellung waren wir wieder vor Ort, nach welchen Regularien diese erfolgte ist mir allerdings bis heute noch nicht wirklich klar, dennoch bin ich mit diesen sehr zufrieden, denn schließlich ermöglichten sie mir den Start aus der ersten Reihe… 😉

Ich nutzte die optimale Position und legte einen guten Start in die erste Runde hin. Ich konnte zunächst vorne mithalten, musste dann aber relativ schnell dem hohen Tempo der ersten Runde Tribut zahlen und rausnehmen, was mich leider ein paar Positionen kostete. Nach einiger Zeit kam Volker dann an mir vorbeigezogen – die Senioren waren kurz hinter uns gestartet – nach jahrelanger Erfahrung weiß ich allerdings, dass der Versuch hier dranzubleiben nicht von Erfolg geprägt sein wird und so fuhr ich meinen eignen Rhythmus weiter. Das weitere Rennen verlief konstant und kurz vor Ende der 11. Runde kam Peter Hermann, der Sieger des Elite-Rennes noch vorbei, sodass auch ich pünktlich nach 75 Minuten Feierabend machen konnte.

Insgesamt resultierte für mich ein 8. Platz in dem Herren-Rennen und schaffte mit dem 3. Platz bei den Landesmeisterschaften sogar noch den Sprung auf das Podium, sodass es nach der Siegerehrung zufrieden nach Hause gehen konnte.

Alle Ergebnisse unter: https://results.sporthive.com/events/PC1535823

Landesmeisterschaften XCO in Osnabrück

Ein Bericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Antreten – Rollen – Kurve – Antreten,… hier würde jeder auf ein typisches Straßen-Rundstreckenrennen tippen! Doch weit gefehlt selbiger Rhythmus gehörte diesmal zum Kurs der Landesmeisterschaften in der Bornheide bei Osnabrück.

Nachdem die LVM im Cross Country in den vergangenen Jahren schon fast gewohnheitsmäßig von der RSG Nordheide in Buchholz ausgetragen wurde, hatte man in diesem Jahr mit der RRG Osnabrück nach Jahren einen anderen Ausrichter gefunden. Einerseits fast schade, denn der Kurs in Buchholz ist einfach immer schön und liegt mir irgendwie, andererseits aber auch schön, denn der XCO Sport in Niedersachsen braucht Ausrichter!

Als amtierender Landesmeister im Cross und XC war der „Fahrplan“ für das Rennen klar auf die Titelverteidigung ausgerichtet. Umso gespannter war ich natürlich auch auf die Strecke, die man durch die Bornheide abgesteckt hatte – technisch und konditionell fordernd hatte ich sie mir erhofft – doch schon die erste Proberunde zusammen mit Teamfahrer Marvin zeigte ein ganz anderes Bild – schnell und sehr schmal aber wenig technisch mit viel Flow präsentierte sich uns die Runde – also nicht ganz so wie die Runde in Buchholz, aber trotzdem schön…

Während sich Olli im Rennen der Hobbyfahrer über die Runde quälte, fuhr ich mich zusammen mit Marvin durch die schöne Osnabrücker Hügellandschaft ordentlich warm und irgendwie gingen die Beine, die sich beim Rundentest noch ein wenig müde anfühlten plötzlich auf…! Ob es am Warmfahren lag, oder an einem schönen Trail, den wir zufällig gefunden hatten, wer weiß das schon…!

Und schon war es Zeit für die Startaufstellung. Brav in Grüppchen sortiert, wurden wir neben dem Würstchenwagen aufgestellt – lecker! J Irgendwie schienen die Veranstalter das Ergebnis der LVM von 2017 jedoch nicht zu kennen, oder warum steht man als Titelverteidiger plötzlich in der letzten Reihe…?

Nachdem Herren und Senioren 1 vor uns auf den Kurs geschickt wurden, ertönte rund eine Minute später für uns das Startsignal und wie zu erwarten war, erwischte ich aus der 4. Reihe einen eher suboptimalen Start! Nun hieß es erstmal, auf dem zum Überholen so gar nicht geeigneten Kurs, nach vorne zu kommen und so nutze ich wirklich jede Lücke im Plätze gut zu machen. Nach zwei Runden und vielen verschossenen Körnern hatte ich mich endlich an das Hinterrad von Thomas Zühlke herangearbeitet. Zuerst entschied ich mich hinter Thomas zu bleiben, aber als plötzlich ein weiterer Fahrer von hinten zum Überholen ansetzte sprang ich hinterher, fest der Meinung, dass es evtl. ein Senioren Fahrer sein könnte. Doch die Beine, die da vor mir ordentlich Druck machten sahen irgendwie zu jung aus, es musste also ein Junioren Fahrer sein. Egal, da ich mich richtig gut fühlte hängte ich mich ans Hinterrad und ging den Rhythmus mit – die Anstiege am Limit hoch und die Abfahrten mit vom Laktat verzerrten Blick hinunter ging es um die Runde. Dass ich dabei irgendwo meinen Teamkollegen Marvin und den bis dahin bei den Senioren 2 führenden Lars Lindemann überholt haben musste, merkte ich gar nicht beim Blick auf das Hinterrad meines Vordermanns…! J Bis Runde 7 lief es nun richtig gut, als wir aber auf zwei Bad Salzdetfurth Fahrer aufschlossen, verlor ich leider den Kontakt zu Luk Boving und irgendwie waren die Körner auch verschossen, um ihm nochmals nachzusetzen. Zu dritt ging es also langsam aber sicher dem Ziel entgegen, irgendwie ohne richtig zu wissen, auf welcher Position im Rennen der Senioren 2 Klasse ich mich nun befinde.

Erst im Ziel war klar, dass es sowohl zum Sieg im Rennen um die LVM, als auch zum Gesamtsieg in der Senioren 2 Klasse gereicht haben sollte. Die Mission Titelverteidigung war also geglückt! J

Glücklicherweise waren die Veranstalter mit der Siegerehrung dann genauso schnell wie wir im Rennen und so konnten wir nach rascher Ehrung und zwei Stückchen Kuchen pünktlich die Heimreise antreten.

 

Mit dem LVM-Doppel Titel im Cross und XC in der Tasche geht es nun erstmal in die Sommerpause – mal sehen, was die nächste LVM so mit sich bringt – wieder in Osnabrück, dafür aber mit dem Rennrad auf der Straße!

Hier geht´s zu den Ergebnissen:

https://results.sporthive.com/events/PC1535823/races/4888874#byClass

Rennbericht Skoda Velothon 2018

Ein Bericht von Teamfahrer Marvin Kapalla:

Mein erstes „langes“ Rennen auf dem Rennrad mit etwas über 160 Kilometer stand bei dem Skoda Velothon am Sonntag in Berlin an. Die Vorbelastung bei solchen Rennen erfolgt meistens durch stundenlanges durch die Stadt gehen am Vortag – also durchaus etwas anders als gewohnt und nicht unbedingt „verträglicher“…

Ich hatte das Glück wie alle schnellen 160 Kilometer Fahrer aus Startblock B starten zu dürfen, sodass wir vor uns nur die schnellen Fahrer von der 60 Kilometer Strecke hätten. Mein Anfahrtsweg zum Startbereich betrug ungefähr 10 Kilometer – also eigentlich auch ideal zum Warmfahren, jedoch ist dies durch langes Warten am Start immer wieder hinfällig – aber die Strecke sollte ja diesmal lang genug sein um warm zu werden 😉.

Leider war der zeitliche Abstand zwischen den beiden Blöcken wohl doch etwas kurz, sodass wir nach kurzer Zeit auf die ersten Starter aus Block A auffuhren und es z.T. aufgrund der Vielzahl an Fahrern sehr unübersichtlich wurde, da sich die Felder vermischten und die Spitze nicht mehr eindeutig auszumachen war.

Das Tempo war von Beginn an sehr hoch und das Feld noch relativ unruhig, ich sortierte mich erstmal in der Mitte ein und hoffe nicht schon den Anschluss nach vorne verloren zu haben. Erst nach der Feldertrennung bei Kilometer 60 (erstaunlich wie viele Leute das nicht hinbekommen), kam der Überblick über das Feld zurück und es wurde zumindest erstmal etwas ruhiger. Ich befand mich inzwischen mit an der Spitze und auch die Beine fühlen sich gut an. Die nächsten Kilometer verliefen dann relativ unspektakulär, zwischendurch versuchten immer mal wieder einige Fahrer sich abzusetzen, jedoch gelang dies immer nur kurzzeitig. Das Tempo wurde nach wie vor ordentlich hochgehalten und führte dazu, dass vorne mit der Zeit nochmal etwas ausgedünnt wurde.

Nach ca. 140 Kilometern gab es dann doch noch einen erfolgreichen Ausreißer, der spätere Sieger konnte sich vom Feld absetzten und alleine einen Vorsprung herausfahren, u.a. auch deswegen, weil man sich vorne bei der Nachführarbeit nicht ganz einigen konnte.  Auch ich musste mich auf den letzten Kilometern etwas schonen, da der Druck auf dem Pedal leider nicht mehr ganz so da war wie zu Beginn des Rennens. Am Ende ging es dann wie zu erwarten nochmal richtig schnell Richtung Siegessäule durch Berlin und letztendlich auf die lange Zielgrade (1,5 Kilometer auf der Straße des 17. Juni), wo es dann mit knapp 50 Mann um den zweiten Platz ging. Ich agierte hier eher zurückhaltend, da ich jetzt keinen Sturz für ein paar Plätze weiter vorne riskieren wollte und so ging das Rennen für mich als gesamt 30. und 8. In der Altersklasse nach „schon“ 3:52h zu Ende.

Insgesamt ein cooles und schnelles Rennen quer durch die Hauptstadt!

Alle Ergebnisse unter: http://velothon.r.mikatiming.de/2018/

Harzer MTB-Cup 1. und 2. Rennen

Ein Bericht von Teamfahrer Uwe Weinkopf:

Meine beiden ersten Saisonrennen wiesen einige Parallelen auf: beide gehörten zum Harzer MTB-Cup, verlangten wegen der vielen Höhenmeter Kletterqualitäten und fanden bei herrlichem Sonnenwetter statt. Speziell in Bad Harzburg kennen wir das ja auch ganz anders. Unvergessen das legendäre Schneegestöber vor zwei Jahren. Im ersten Rennen schwingt immer die Unsicherheit über die eigene Form mit, doch nach dem Startschuß sind solche Gedanken verflogen. Am ersten Anstieg kam ich auf die etwas verwegene Idee, mich ganz vorne zu zeigen und die Meute mal anzuführen. Doch bis zum ersten Singletrail war die Hackordnung wieder hergestellt und ich weiter hinten eingereiht. Im Trail durch den Wald konnte ich erfreut feststellen, dass die beiden noch zwei Tage zuvor querliegenden Bäume weggeräumt wurden. Fürs erste Rennen lief es dann sogar ganz gut. Platz 11 gesamt und der Sieg in der Senioren2-Klasse waren ein guter Auftakt.

Beim zweiten Rennen in Hohegeiß lief es dann sogar noch besser. Die Strecke liegt mir mit ihren steilen Anstiegen ausgezeichnet. Dieses Jahr wurden noch ein paar zusätzliche eingebaut, na super. Die erste Gruppe war mir leider schon zu Beginn zu schnell, doch in der 3er-Gruppe dahinter mit Sven Graupe und einem belgischen Fahrer lief es ganz gut, bis anfangs der vorletzten Runde der Belgier, der sich bis dahin mit Führungsarbeit eher zurückhielt, plötzlich Ernst machte und unsere Gruppe sprengte. So fuhr ich von diesem Moment an die zweite Rennhälfte komplett alleine. Ein 7. Platz im Gesamtklassement und der erneute Sieg in meiner Altersklasse waren aber mehr als zufriedenstellend.

Die Ergebnisse findet ihr hier: http://harzermtbcup.de/2017/

Herzlichen Dank an Andrea und Markus Nothrof für das Foto!

Landesmeisterschaften 1er Straße in Remlingen

Ein Bericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Experiment gelungen – so lautet mein Fazit im Rückblick auf die diesjährige Landesmeisterschaften im 1er Straße fahren!

Aber warum Experiment? Nun der Reihe nach… Beim standardmäßigen Check der Wettkampfausschreibungen auf radnet, stolperte ich Mitte April auf einmal über die Ausschreibung für die LVM im Straßenfahren in Remlingen. … Remlingen, das kennst Du doch – genau in der Asse, ein schöner hügeliger und sehr anspruchsvoller Kurs – das wär doch mal was – nur ein Rennrad steht schon seit geraumer Zeit nicht mehr im Keller, reicht mir der Crosser doch für die ein- oder andere Trainingsrunde auf der Straße völlig aus…!

Ich klickte trotzdem auf den Anmeldebutton – irgendwie sollte das schon klappen. Nun gingen die Überlegungen ein wenig hin- und her: Ein Rennrad leihen, hmmm, wenn man dann stürzt nicht wirklich toll – den Crosser umbauen, na ja auch nicht das Beste – sich wieder ein Rennrad zulegen, mit der neuen Ultegra DI2, die mich schon seit langem reizt – eine schöne Idee…! Eigentlich, wenn mir der Auslieferungsstopp von Cube für sämtliche Rennräder mit Newmen Felgen nicht einen Tag nach der Bestellung des Traumrades dazwischen gekommen wäre. L Also doch den Crosser umbauen, aber wie? Alles nur für ein Rennen wäre ja Quatsch. Also entschied ich mich für eine universelle Lösung: Ein 48er Blatt für die Force 1 und einen Satz Challenge Strade Biance Reifen, beides eignet sich sowohl für die Straße, wie auch für gemäßigtes Gelände im Sommer – die ideale Kompromisslösung also! J

Mit meinem „getunten“ Crosser stehe ich also nun bei herrlichstem Wetter zusammen mit 60 weiteren Senioren Fahrern am Start in Remlingen, bereit für 7 Runden und rund 65km durch die Asse. Nach kurzer taktischer Rennbesprechung mit den Teamkollegen vom WSV Clausthal-Zellerfeld geht es los und schon am ersten Anstieg wird klar, eine Sonntagsfahrt wird das heute nicht! Bereits im zweiten Anstieg der Runde wird vorne brutal attackiert und ich muss richtig beißen um an der Spitzengruppe dran zu bleiben. Glücklicherweise gelingt mir das, meinen Teamkollegen leider nicht, so dass die taktische Vorbesprechung schon jetzt hinfällig ist. Aber zu früh gefreut nach den Anstiegen kommt eine langgezogene flache Abfahrt mit Rückenwind und ich werde, eifrig kurbelnd, in der ca. 15 Mann großen Spitzengruppe immer weiter durchgereicht, bis plötzlich der letzte Fahrer an mir vorbeirauscht. Mit aller Kraft kämpfe ich mich in den Windschatten zurück –hier darf ich mich auf keinen Fall abhängen lassen. Und so geht es Runde für Runde weiter. Während ich mich bergauf immer unter den vorderen Fahrern platzieren kann und unsere Gruppe immer kleiner wird, kämpfe ich bergab ums Überleben. So angeseuert kann ich Mitte der 5. Runde in vorderster Position fahrend, den ausgerissenen Solisten vor uns, dem Angriff von drei Fahrern nicht folgen und muss zusehen, wie sich eine immer größer werdende Lücke auftut, die ich aus eigener Kraft nicht mehr zufahren kann und helfen scheint auch der Rest der fünf Fahrer die hinter mir hängen nicht mehr. Auch ein weiterer Versuch den Abstand im zweiten Anstieg nochmals zu verkürzen scheitert und so geht es, nachdem die 3 Senioren 3 Fahrer die noch mit in unserer Gruppe waren, über die Ziellinie gefahren sind, zu zweit auf die letzte Runde.

Wohlwissend, dass ich im Sprint auf der abfallenden Zielgeraden keine Chance habe, versuche ich im letzten Anstieg nochmal alles, aber vergeblich, die Kraft reicht nicht mehr aus um meinen Verfolger abzuschütteln – zu viele Körner habe ich Runde für Runde bergab verloren! Und so „sprinte“ ich am Ende auf einen guten 6. Platz.

Vielleicht lässt sich die Runde fürs nächste Mal ja um den ein oder anderen Feldweg erweitern, dann wären meine 33mm breiten Schlappen so richtig in ihrem Element – ich hätte da schon so eine Idee…! J

Hier findet Ihr die Ergebnisse: https://www.rad-net.de/modules.php?name=Ausschreibung&menuid=408&ID_Veranstaltung=30948&mode=erg_detail&groupid=30948.6.158981.1

Rennbericht 27. Sebnitzer Mountainbike Cup

Ein Bericht von Teamfahrer Marvin Kapalla:

Dieses Wochenende ging es mal wieder zu einem „alten Bekannten“ nach Sebnitz. Gestartet war des Ganze mal als Cross-Country Rennen im MDC, seit drei Jahren wird hier nun ein Marathon über 4 Runden mit 12 Kilometer und 340 Höhenmetern ausgetragen als Teil des tschechischen PEKLO-SEVERU-Cup.

Das Wetter war top (20° und klarer Himmel) und ich begab mich nach der Ankunft vor Ort gleich erstmal auf die Stecke, um eine Runde zum Warmfahren zu absolvieren. Hier hatte sich zum Glück nicht viel geändert, steile Anstiege mit ruppigen Abfahren machten mit den Passagen der alten Cross-Country Strecken einen insgesamt sehr abwechslungsreichen Kurs.

Um kurz vor 12 Uhr versammelte sich dann das Fahrerfeld in der Startaufstellung, für die Fahrer, welche schon in den Vorjahren hier mit akzeptablen Zeiten unterwegs waren (dazu gehörte tatsächlich auch ich), sind die ersten Reihen reserviert gewesen.

Der Start verlief für mich gut (leider gab es hier bereits einige Stürze) und ich konnte nachdem sich alles etwas entzerrt hatte Anschluss an eine Verfolgergruppe finden. Gegen Ende der ersten Runde verschärfte ein Fahrer das Tempo und fuhr vorne weg, ich wollte aufschließen und ließ die Gruppe ebenfalls zurück. Mir gelang es jedoch erst gegen Mitte der zweiten Runde den Kollegen einzuholen, die Beine liefen dann aber so gut, dass ich zunächst direkt alleine weiter bin, da man in der Ferne immer mal wieder ein paar herausgefallene Fahrer aus der Führungsgruppe sehen konnte. Bis Ende der dritten Runde war ich dann mehr oder weniger alleine unterwegs, bis mir auch hier der Anschluss an eine Vierergruppe gelang, in welcher ich dann mal kurz die Beine „hochlegen“ konnte um noch die letzte Runde zu überstehen.  Die letzten Kilometer waren allerdings  von einigen Tempoverschärfungen geprägt die mir übel zusetzten und ich zuletzt schon mit ein paar Metern Abstand um den Anschluss kämpfen musste. Als mir dann noch beim „Wurzel Uphill“ ein kleiner Fehler passierte (welcher an der Stelle jedoch fatal ist, da man vom Rad muss und hochlaufen darf), war die Gruppe aber definitiv weg und nicht mehr einzuholen.

Den letzten Kilometer rollte ich also wieder alleine ins Ziel, am Ende ein 5. Platz in der Herrenklasse und der 9. Platz in der Gesamtwertung (und im Vergleich zu 2016 fast 20 Minuten schneller), womit ich zufrieden wieder von der tschechischen Grenze nach Dresden fahren konnte.

Alle Ergebnisse unter: https://zpn-timing.de/uploads/ergebnisse/2018/SebnitzMTB2018.pdf

10. Bad Harzburger MTB Marathon

Ein Bericht von Teamfahrer Marvin Kapalla:

Auch für mich stand am Wochenende nach langer Winterpause mal wieder das erste Rennen zum Formcheck an. Der Saisonstart sollte dieses Jahr in Bad Harzburg auf der Mittelstrecke stattfinden. Die letzten Jahre gab es dort zu dieser Zeit Schnee und/oder Regen, dieses Jahr sage das Wetter allerdings wie schon in letzten Tagen warme Temperaturen und Sonne voraus. Ungläubig packte ich dennoch die langen Sachen mit ein, schließlich konnte ich mich an kein Rennen erinnern das ich dort in kurz/kurz bei Sonnenschein gefahren wäre.

Der Schein trog jedoch nicht und ich erreichte Bad Harzburg pünktlich bei besten Bedingungen. Es folgte das übliche Procedere (Startnummer holen, Rad fertig machen, Umziehen) mit anschließenden Warmfahren auf den ersten Abschnitten der Strecke.

Diese hatte sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht geändert, 18 km und ca. 450 hm – für die Mittelstrecke das Ganze dann zweimal.

Nachdem die Langdistanz um 09:45 Uhr den Start Ziel Bereich verlassen hatte, ging es für uns in die Startaufstellung und 15 Minuten später auch endlich auf die Strecke.

Ich hatte einen guten Start und konnte im vorderen Feld mitfahren, die Spitze war für mich jedoch schnell außer Sichtweite. Im Verlauf der ersten Runde drückten die Beine immer besser und ich konnte den Anschluss an eine Vierergruppe herstellen, mit welcher es dann auf in die zweite Runde ging.

Hier bekamen wir auf einem relativ langen Flachstück Gesellschaft von einigen Fahrern der Langstrecke und es wurde fortan ordentlich Tempoarbeit gemacht, sodass man sich zwischenzeitlich nicht mehr ganz sicher war, ob man sich nicht doch im Peloton eines Straßenrennens befindet. Am letzten längeren Anstieg der Runde dezimierte sich die Gruppe wieder sehr schnell und wir waren noch kurz zu viert unterwegs, bis die diversen Tempoverschärfungen diese Gruppe sprengten und auch ich den Anschluss an zwei Fahrer nicht mehr halten konnte.

In der Abfahrt zum Start Ziel Bereich versuchte ich nochmal aufzuschließen, allerdings kamen die beiden nicht mehr näher und so beendete ich das Rennen auf dem 7. Platz.

Ein – wie jedes Jahr – sehr gut organisiertes Rennen mit schöner Strecke und bestem Wetter, so kann die Saison definitiv weitergehen! 🙂

Alle Ergebnisse unter: https://zpn-timing.de/web/public/result.php?eventid=58&startklasse=6

PS: „Vielen Dank an Andrea und Markus Nothrof für die Bilder!“

Lappwaldsee Crossduathlon Helmstedt 2018

Ein Bericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Nachdem ich in den vergangenen Jahren schon mehrmals mit einer Teilnahme beim Lappwaldsee Crossduathlon in Helmstedt geliebäugelt hatte, aber immer irgendetwas dazwischen gekommen war, sollte es in diesem Jahr endlich klappen. Durch ein zweiwöchiges Osterferien-Lauf-Intensivprogramm fühlte ich mich zudem optimal vorbereitet um den Körper ein zweites Mal in diesem Jahr der Herausforderung Crossduathlon zu stellen!

Doch bevor ich an der Reihe war, hieß es erstmal: „Start frei für die erste Crossduathlon-Teilnahme meiner Tochter.!“ Glücklicherweise hatten wir den ganzen Ablauf am Vorabend noch mal gründlich geübt, denn vor Ort zeigte sich, hier ist alles straff organisiert und viele der Kinder sahen mächtig professionell und bestens präpariert aus. Total aufgeregt stand sie dann zum ersten Mal an der Startlinie und rannte los, um nach rund 20 Minuten 1,3km Laufen, 5km Radfahren und nochmals 400m Laufen hochrot aber glücklich als 4. Ihrer Klasse ins Ziel zu kommen. Irgendwie toll, wenn man die „Kleinen“ da so sieht!

Nach einer ausgiebigen Mittagspause mit rennoptimierter Ernährung (Pommes, Kuchen, Squeezy-Gums und Kaffee) rückte dann auch mein Start in greifbare Nähe. Also Laufschuhe nochmal ordentlich festgezurrt und ab zum Aufwärmen auf die Laufrunde. Schon die ersten Meter zeigten, dass die Runde viel hügeliger war, als erwartet – sehr schön!

20 Minuten später stand ich nun etwas ungeduldig an der Startlinie, denn die Athleten, die um den Landesmeistertitel im Crossduathlon kämpften, durften bereits 4 Minuten vor uns auf die Strecke – diese Zeit galt es nun aufzuholen! Endlich ertönte das Startsignal – ich ließ nichts anbrennen und setzte mich sofort an die Spitze des Feldes. Zu meinem Erstaunen konnte ich mich auch ziemlich rasch von den weiteren Läufern absetzen – mein Körpergefühl war also richtig, es lief im wahrsten Sinne.

Mit einem ordentlichen Vorsprung erreichte ich die Wechselzone und zu meinem eigenen Erstaunen gelang mir auch der Wechsel völlig einwandfrei. Also rauf aufs Rad und ab auf die weitere Verfolgung. Nach der ersten längeren Asphaltpassage und einem ersten matschigen Feldweg sprang der Motor auch so richtig an und ich kauerte mich immer tiefer in den Unterlenker um nach und nach die vor mir fahrenden Athleten einzusammeln. Die Strecke machte von km zu km immer mehr Spaß, schnell zu durchfahrende Kurvenkombinationen, ein paar ordentliche Matschlöcher und der ein oder andere bissige Anstieg waren genau mein Ding. Kurz vor dem Wechsel sammelte ich so alle vor mir gestarteten Fahrer ein und schlüpfte mit knapp 10s Vorsprung in die Laufschuhe.

Dass dieser Minivorsprung nicht lange halten würde, war mir klar, schließlich hatte ich auf dem Rad alles gegeben und musste nun erstmal meinen Laufrythmus finden. Nach 2 Minuten schloss dann der spätere Sieger der LVM-Starter auch wie erwartet auf und ging vorbei. Glücklicherweise folgte nun der ansteigende Teil der Strecke und ich konnte mich nochmal an xxx heranekeln und im „Windschatten“ festbeißen. Zu zweit ging es weiter, bis ich kurz vor dem Ziel mit einem Sprint nochmals versuchte an xxx vorbei zu ziehen, doch dafür reichte die Kraft nach der harten Aufholjagd nicht mehr.

Nach dem Rennen ließ ich den Tag dann zusammen mit meiner Tochter mit einem weiteren Stückchen Kuchen im Herrlichen Sonnenschein ausklingen. Alles in allem war das ein toller Wettkampf, sehr gut organisiert und mit einer feinen Runde – eigentlich schade, dass die Crossduathlon Saison damit schon wieder zu Ende ist!

Hier findet ihr die Ergebnisse:http://www.crossduathlon-helmstedt.de/ergebnisse-2018/#8_6A8FCC

Crossduathlon Wolfsburg 2018

Ein Bericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Hart, härter, Crossduathlon, oder so ähnlich lautete auch in diesem Jahr wieder mein Fazit beim Überquehren der Ziellinie des diesjährigen, örtlichen Crossduathlons – man war das wieder eine harte Nuss!

Aber von Anfang an. Sonntag 9:00 Uhr, das Thermometer zeigt flauschige -3°C, der Ostwind beißt wie die ganze Woche gemein ins Gesicht, ich platziere mein Rad mehr oder weniger optimal in der Wechselzone – wenigstens bleibt man auf dem gefrohrenen Boden sauber, denke ich insgeheim als ich in die wunderschön durchgekühlten Laufschuhe schlüpfe…! Schnell die Startunterlagen abgeholt, Nummern montiert, Wechselplatz vorbereitet und dann rein in die wohltemperierte Turnhalle… Nach einem warmen Tee und ein paar netten Pläuschchen fühle ich mich irgendwie schon besser und als ich dann die Turnhalle wieder verlasse blinzelt sogar die Sonne zum ersten Mal hinter den Wolken hervor und erwärmt die Szenerie ein wenig.

Nach 3 Laufrunden zum Warmup und ein wenig hin- und her welche Handschuhe optimal fürs Laufen und Radfahren taugen geht´s auch schon zum Start. Optimal platziert finde ich schnell in meinen Laufrhythmus und versuche mich auf Rang 2 hinter Björn Timmermann festzubeißen. Eine Runde lang gelingt mir das auch ganz gut, doch dann muss ich Björn ein wenig ziehen lassen, da mir das Tempo doch zu hoch ist. Interessanterweise droht von hinten scheinbar auch keine Gefahr – so ganz langsam kann ich also nicht unterwegs sein. Mit 20 Sekunden Rückstand und einem gefühlten Puls von 180 Schlägen geht es nach 3 Laufrunden endlich in die Wechselzone. Meine Lieblingsdisziplin der Wechsel gelingt mit den blöden Handschuhen und dem 180er Puls nicht wirklich optimal, erst wollen die Schuhe nicht zugehen und dann der Helm! Nach einer gefühlten Ewigkeit schwinge ich mich dann aber doch auf mein Rad und mache mich daran den eingesammelten Rückstand wieder aufzuholen. Dank jahrelanger Erfahrung nehme ich den ersten fiesen Anstieg nur mit gefühlten 90% um nicht direkt zu platzen – richtig so, die Beine erholen sich ein wenig von den Laufstrapazen und es beginnt zu rollen… Langsam kommt Björn vor mir immer näher und Mitte der ersten Runde ist er pünktlich am Berg gestellt. Nun heißt es Vorsprung herausfahren und ich haue in die Pedale was das Zeug hält. Schön, dass man von den Zuschauern immer wieder angefeuert wird, dann auch die Radstrecke schmerzt nun immer mehr. Endlich geht es wieder zurück in Richtung Wechselzone – die letzte Abfahrt wird nochmals in optimierter Haltung hinuntergeschossen und kurz bevor der Ordner der freundlich zum Absteigen hinweist einen Infarkt bekommt springe ich ab und renne zum Wechsel.

Diesmal gelingt mir der Wechsel auch besser und ich verlasse die Wechselzone bevor die Konkurrenz auftaucht. Mit rund 2 Minuten Vorsprung geht es auf die Laufstrecke – die Beine fühlen sich jetzt schon an wie Blei. Zum Glück bestätigt mir ein Blick über die Teiche, von Runde zu Runde, dass meine Kontrahenten kaum näher kommen. Die letzte Runde ist dann einfach nur noch ein Kampf gegen die Uhr und gegen den inneren Schweinehund, jeder Schritt brennt in Beinen und Lunge, da kann auch die Sonne, die einen mittlerweile schön wärmt, nicht helfen. Und endlich biege ich um die letzte Kurve auf die Zielgerade ein – und da ist es wieder das Gefühl aus Freude und Erleichterung – es ist mal wieder geschafft.

Hier findet Ihr die Ergebnisse:

http://www.crossduathlon-wolfsburg.de/3852-2/

3. Lauf Panther Cross Serie in Didderse

Ein Bericht von Teamfahrer Volker Lutz:

Wie in jedem Jahr am 3. Advent, richtete der R.V. Panther einmal mehr den Abschluss der diesjährigen Braunschweiger Cross-Serie im schönen Didderse aus. Und schön sollte in diesem Jahr sogar das Wetter werden – nach tagelangen Regenfällen hatte Petrus Erbarmen mit uns in diesem Winter arg gebeutelten Crossern und stellte das Nass von oben zumindest vorübergehend ein.

Traditionell packte ich mein Töchterchen mit ein, da es nach dem Rennen noch zur Weihnachtsmarktbratwurst nach Braunschweig gehen sollte und ich zudem noch etwas Unterstützung vom Streckenrand gebrauchen konnte!

Nachdem „die Kleine“ eingemummelt und mit warmen Tee versorgt war, ging es auf zur Streckenbesichtigung und ich war sofort positiv überrascht – dieser Strecke kann selbst der regenreichste Herbst seit langem nichts anhaben – die Strecke mit Ihren vielen Sandpassagen machte einfach sofort Spaß und Lust auf das kommende Rennen.

Und so standen wir wenig später mit gerade Mal 12 Masters 2 Fahrern an der Startlinie. Mir glücke wieder einmal ein guter Start (vielleicht lerne ich das ja doch noch…) und ich konnte als 2. auf die erste Steigung zusprinten. Direkt hinter Mirco Friese und vor Sven Kuschla ging es dicht an dicht um die Runde. An dieser Konstellation änderte sich 4 Runden lang erstmal nichts, bis sich Sven zur Attacke entschloss und an mir und Mirco vorbeifuhr. Da ich nicht im Stande war der Attacke von Sven zu folgen, blieb ich erstmal am Hinterrad von Mirco – dieser wurde aber Runde für Runde in den steilen Anstiegen langsamer, so dass ich 2 Runden vor Schluss mein Glück in einem Steilanstieg versuchte und an Mirco vorbeiging. Leider konnte ich Mirco nicht abschütteln und so nutzte er kurzerhand einen kurzen Augenblick meiner Unaufmerksamkeit und schlüpfte wiederum an mir vorbei. Ich attackierte aber in der nächsten Steigung unter dem frenetischen Gebrüll der zahlreichen (! – J) Fans sofort wieder und lies nun nichts mehr anbrennen. Mit etwas Vorsprung kam ich aus dem letzten Trail und sprintete ins Ziel – Platz 2 hinter Sven Kuschla!

Nach kurzem Ausfahren und einer leckeren Stärkung am Kuchenbuffet feuerten wir Daniel im Rennen der Elite noch ordentlich an, bis ich das Endergebnis der Rennserie erfuhr – leider nur Platz 4 aufgrund des ausgelassenen 1. Rennens! Da es diesmal also nicht für einen Platz auf dem Stockerl gereicht hatte, entschieden wir uns schnell aufzubrechen, denn die Weihnachtsmarktbratwurst lockte doch ungemein! J

Vielen Dank wieder an die fleißigen Braunschweiger, die wieder einmal mit viel Herzblut eine tolle Crossserie ausgerichtet haben!

Hier geht´s zu den Ergebnissen: https://www.braunschweiger-cross-serie.de/inhaltsverzeichnis/ergebnisse/